Berchtesgadener_Alpen.jpg im Steinernen Meer]] Die Berchtesgadener Alpen sind eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen in den Ostalpen. Anteil haben Deutschland mit dem Freistaat Bayern und Österreich mit dem Bundesland Salzburg. Das Gebirge befindet sich zwischen Saalach und Salzach, dem Zeller See, dem nördlichen Alpenvorland und Bad Reichenhall. Den höchsten Punkt bildet der Hochkönig mit 2941 m über NN.
Die Berchtesgadener Alpen grenzen an die folgenden anderen Gebirgsgruppen der Alpen:
Der Gebirgsstock des Watzmann-Massivs bildet dabei das Zentrum der Berchtesgadener Alpen. Westlich wird er durch das Wimbachtal vom Hochkalter getrennt. Die steil abfallende Watzmann-Ostwand endet im Königssee, auf den in nordöstlicher Richtung der Göllstock und südöstlich das Hagengebirge folgen. Das Berchtesgadener Haupttal im Norden trennt durch seine Nebentäler die Reiteralpe, das Lattengebirge und den Untersberg voneinander. Im Süden des Watzmanns schließt ohne große Unterbrechung das Steinerne Meer an, das mit einer Fläche von rund 100 km² der größte Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen ist.
Über dem Dolomit liegt häufig eine bis zu 1000 Meter mächtige Schicht aus Kalk, der hier Dachsteinkalk genannt wird. Die häufig im gebankten Dachsteinkalk anzutreffenden Muschelschalen (aufgrund ihrer Halbmondform genannt Kuhtritte) und die in dünnen Dolomitschichten eingelagerten Algenmatten lassen darauf schließen, dass die Ablagerungen in einem tropischen Flachmeer stattgefunden haben. In einem Zeitraum von ca. 15 Millionen Jahren produzierten die dortigen Organismen Kalk, während sich die Erdkruste kontinuierlich senkte.
Eine andere Art von Dachsteinkalk findet man z.B. am Massiv des Hohen Gölls: Das Gestein besteht aus eingelagerten Korallen, Kalkschwämmen und Kalkalgen, das auf ein vorhandenes Korallenriff mit starker Brandung hindeutet.
Während der Eiszeit haben sich riesige Firnmassen gebildet, die als Gletscher in das Vorland strömten. Das Tal des Königssees wurde dabei über 200 m unter die normale Talsohle ausgehobelt - daher die beachtliche heutige Tiefe des Sees. Durch die Erosion der Gletscher bildete sich die heutige U-Form der Täler. Die Schuttbildung nach dem Rückzug der Gletscher sorgt (auch heute noch) für die Abtrennung des oberen Teil vom unteren Teil des Königssees.
Die Übergossene Alm am Hochkönig und der Blaueisgletscher unterhalb des Hochkaltergipfels sind heute die einzigen verbliebenen Gletscher in den Berchtesgadner Alpen. Infolge der allgemeinen Erwärmung sind beide in ihrer Existenz gefährdet.
In früheren Jahren wurde in den Berchtesgadener Alpen noch Silber, Mangan, Kupfer und Eisenerz abgebaut.
Bis in die 70er Jahre wurde bei Mühlbach am Hochkönig ein Kupferbergbau (Mitterberg) betrieben.
In den Berchtesgadener Alpen befinden sich die folgenden Alpenvereinshütten:
Die Via Alpina, ein grenzüberschreitender Weitwanderweg mit fünf Teilwegen durch die ganzen Alpen, verläuft auch durch die Berchtesgadener Alpen.
Der Violette Weg der Via Alpina verläuft mit 9 Etappen durch die Berchtesgadener Alpen wie folgt:
Siehe auch: Nationalpark Berchtesgaden, Salzbergwerk Berchtesgaden
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