| Wappen | Karte |
|---|---|
| Sin_escudo.svg Wappen | Berching-pt.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Bayern |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz |
| Landkreis: | Neumarkt in der Oberpfalz |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 493 m ü. NN |
| Fläche: | 131,18 km² |
| Einwohner: | 8.706 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 66 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 92334 |
| Vorwahl: | 08462 |
| Kfz-Kennzeichen: | NM |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 73 112 |
| Stadtgliederung: | 43 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Pettenkoferplatz 12 92334 Berching |
| Website: | www.berching.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Rudolf Eineder (CSU) |
Weitere Nachbargemeinden sind: Mühlhausen, Freystadt, Breitenbrunn und Thalmässing
Die ältesten Zeugnisse einer menschlichen Besiedelung der Region Berching reichen bis in die Jungsteinzeit (5000 v. Chr.) zurück. Siedlungsreste aus der Urnenfelderzeit, Funde aus der Hallstatt- und Latènezeit, die spätkeltische Siedlung in Berching/Pollanten sowie ein ebenfalls in Pollanten aufgedecktes germanisches Gräberfeld aus dem 2. Jahrhundert nach Christus belegen darüber hinaus die Siedlungskontinuität in diesem Raum.
Urkundlich erwähnt wird Berching als „Pirihinga“ erstmals in einer Urkunde Kaiser Karl III. im Jahr 883. Der Name deutet auf eine bajuwarische Gründung in der Zeit vom 6. bis 8. Jahrhundert hin. Noch vor 912 gelangte die Ansiedlung in den Besitz der Eichstätter Bischöfe. Unter deren Herrschaft entwickelte sich Berching bald zu einem bedeutenden Ämterzentrum. 1296 wurde Berching erstmals als „oppidum“ (lat. befestigter Ort) bezeichnet und nur wenige Jahre später (1314) „civitas“ (lat. Stadt) genannt. Unter Bischof Wilhelm von Reichenau (1464-1496) wurden die Befestigungsanlagen erneuert und die Stadtmauer mit ihren 13 Türmen und 4 Toren in der heute noch vollständig erhaltenen Form ausgebaut.
Schon vor 1245 war dem Ort das Marktrecht verliehen worden. Wohltätige Stiftungen, die beiden großen Kirchen und zahlreiche imposante Bürgerhäuser zeugen noch heute vom Reichtum der Stadt. Namentlich die Familien Pettenkofer und Rumpf, im Weinhandel zu Wohlstand gelangt, erwiesen sich ihrer Heimatstadt im 17. und 18. Jahrhundert als großzügige Mäzene.
Beinahe 900 Jahre hatte Berching unter der Herrschaft der Eichstätter Bischöfe gestanden, als 1802/03 im Gefolge der napoleonischen Kriege das Hochstift Eichstätt säkularisiert und die weltliche Herrschaft der Bischöfe beendet wurde. Nach einer kurzen Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Salzburg wurde Berching 1806 bayerisch. Mit der Übernahme der Verwaltung durch die bayerischen Behörden verlor Berching seine bisherige Stellung als wichtiges Verwaltungszentrum. Erst nach jahrelangem, hartnäckigen Bemühen konnten die Ratsherren 1822 einen regelmäßigen Viehmarkt und 1842 eine wöchentliche Getreideschranne nach Berching holen. Der Bau des Ludwigs-Kanals 1846 und der 1987 stillgelegten Lokalbahnstrecke Neumarkt - Berching - Beilngries (1888) brachten zwar wirtschaftliche Impulse, das gänzliche Fehlen von Behörden und Einrichtungen mit zentraler Funktion führte jedoch zu einer anhaltenden Stagnation in Berchings weiterer Entwicklung. 1902/03 wurde im Rachental das Stiftungskrankenhaus gebaut.
Zur Gemeinde Berching gehört Plankstetten mit dem gleichnamigen Kloster. Die dortige Abteikirche „Mariä Himmelfahrt“ ist im romanischen Stil erbaut.
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