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Dr. Benno Wolf (* 1871 in Dresden; † 1943 in Theresienstadt) war der Vorsitzende des Hauptverbandes österreichischer und deutscher Höhlenforscher. Benno Wolf arbeitete als Richter und erstellte im Rahmen seiner beruflichen Arbeit den Entwurf des ersten deutschen Naturschutzgesetzes.

Während des Dritten Reiches wurde er von den Nazis wegen seiner jüdischen Abstammung und insbesondere wegen seines kriegswichtig gewordenen Archivs über Höhlen in die Kleine Festung Theresienstadt gebracht, wo er verstarb. Auf eine private Initiative hin wurde für Dr. Benno Wolf vor seinem Wohnort in der Hornstraße 6 in Berlin-Kreuzberg ein „Stolperstein“ (=Gedenkstein) im Pflaster verlegt.

Dr.-Benno-Wolf-Preis


Der Verband der deutschen Höhlen- und Karstforscher (VdHK) vergibt seit 1996 in unregelmäßigen Abständen den Dr.-Benno-Wolf-Preis. Mit diesem Preis sollen nicht nur besondere Leistungen im Höhlenschutz und in der Höhlenforschung gewürdigt werden, sondern es soll auch ein Zeichen gegen Intoleranz und Unfreiheit in der wissenschaftlichen Forschung gesetzt werden. Einige Preisträger sind z.B. Hubert Trimmel und Herbert W. Franke.

Literatur


  • R.G. Spöcker: Ahasver Spelaeus - Erinnerungen an Dr.Benno Wolf, bearbeitet und mit Anmerkungen versehen von F. Reinboth und F. Knolle, Mitt. Verb. dt. Höhlen- u. Karstforsch., 1986, 32(1):4-8
  • A. Wagner: Erinnerungen an Landgerichtsrat Dr. Benno Wolf, Mitt.-Bl. Abt. Karst- u. Höhlenkde. Naturhist. Ges. Nürnberg ,1981, 14(1/2), Nr. 24:8-16

Weblinks


Mann | Deutscher | Höhlenforscher

 

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