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Ben Shahn (*12. September 1898 in Kaunas, Litauen; † 14. März 1969 in New York) war ein US-amerikanischer Maler und Grafiker und gilt als ein Vertreter des sozialen Realismus. Er trat auch als Fotograf künstlerisch hervor.

Shahn begleitete 1906 seine Eltern nach Amerika und ging hier in die Lehre eines Lithografen. Von 1919 an studierte er an der New York State University und anschließend am City College in New York. 1922 wechselte er an die National Academy of Design.

Shahn benutzte auch fotografische Vorlagen für seine Bilder, zuerst aus Zeitungen, später begann er selbst zu fotografieren und die eigenen Fotos zu benutzen. Auf den Straßen von New York fotografierte und dokumentierte er das Leben der Arbeiter und Immigranten während der Großen Depression. Gleichzeitig wurde er so zu einem frühen Vertreter der Straßenfotografie.

In seinen malerischen Werken versuchte Shahn Gesellschaftsformen und Missstände derselben in einer Form von naivem Realismus darzustellen. Durch die Begegnung mit Diego Rivera kam er in den dreißiger Jahren zur Wandmalerei. Zu den bedeutendsten Werken von Shahn gehören die Bilder Ohio Magic und The Passion of Sacco & Vanzetti (Das Begräbnis der hingerichteten Sacco und Vanzetti, 1931-32). In letzterem verarbeitet er das Fehlurteil der amerikanischen Justiz im bekannten Sacco-Vanzetti-Fall, welches international bekannt wurde.

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