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Ben Hur ist ein US-amerikanischer Spielfilm von Fred Niblo aus dem Jahr 1925. Er basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lew Wallace. Nach dreijähriger Produktionszeit hatte der damals teuerste Film am 30. Dezember 1925 im George M. Cohan Theatre in New York Premiere. Der Monumentalfilm entwickelte sich zu einem der größten Kassenschlager des amerikanischen Kinos. Bemerkenswert ist die teilweise Verwendung von Farbfilm (Zwei-Farben-Technicolor).

Handlung


Der Film schildert das Leben des fiktiven jüdischen Prinzen Judah Ben Hur, der zu Beginn des 1. Jahrhunderts n. Chr. wegen eines angeblichen Attentats auf den römischen Statthalter von Judäa zur Galeerenstrafe verurteilt wird, später aber in seine Heimat zurückkehrt und eine Aufstandsbewegung gegen die Römer plant. In einem Wagenrennen besiegt er seinen früheren Freund und späteren Widersacher, den Römer Messala. Ben Hur bricht seine Aufstandspläne ab, als er von der Glaubensbotschaft des gekreuzigten Jesus überzeugt wird.

Anmerkungen


Die Dreharbeiten fanden in der Nähe von Rom statt und waren nach Aussagen der Beteiligten zunächst katastrophal. Der bereits durch die Regie des Monumentalepos The Four Horsemen of the Apocalypse aufgefallene Rex Ingram wurde von der MGM mit der Regie betraut. Nachdem er sich mit den Produzenten überworfen hatte, übernahm Charles Brabin seine Aufgabe, bevor der Film schließlich unter der Regie von Fred Niblo beendet wurde.

Bei den Dreharbeiten zum Wagenrennen soll ein Stuntman ums Leben gekommen sein. Der Eintrag in der englischsprachigen Wikipedia stellt dies allerdings als modernen Mythos dar. Photographisch und historisch belegt ist dagegen der massenhafte Tod von Pferden bei den Dreharbeiten zum Rennen.

Obwohl ähnliches auch in zahllosen anderen Filmen vorkam, ist eine Szene aus Ben Hur zum Synonym für Fehler im Film geworden: Ein Schauspieler trägt für jedermann deutlich sichtbar zu seinem historischem Kostüm eine Armbanduhr.

Weitere Filmversionen


Bereits im Jahre 1907 entstand eine 15minütige Verfilmung des Stoffes unter der Regie von Sidney Olcott. Neu verfilmt wurde der Stoff im Jahre 1959 unter der Regie von William Wyler (der in der Verfilmung von 1925 als Regieassistent mitwirkte) mit Charlton Heston in der Hauptrolle. Desweiteren gibt es auch eine Zeichentrickversion aus dem Jahr 2003 (Regie: Bill Kowalchuk)

Literatur


  • Kevin Brownlow: The Parade's Gone By... Alfred A. Knopf, 1968.
  • Marcus Junkelmann: Hollywoods Traum von Rom: „Gladiator“ und die Tradition des Monumentalfilms. Zabern, Mainz 2004, ISBN 3-8053-2905-9.

Weblinks


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