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beliar.jpg Beliar (auch Bheliar oder Belial (vom hebr. Belia ´al)) ist der Name einer Gottheit und geht etymologisch wahrscheinlich zurück auf Ba'al.

Bibel


In der Bibel wird Beliar im Buch 2. Korinther in Kapitel 6,15 überliefert:
Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat der Gläubige mit dem Ungläubigen?

Er ist Die Personifikation der Bosheit, Nichtsnutzigkeit und Heillosigkeit.

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Salomon schloss ihn mit all seinen Legionen (522.280 Dämonen) in eine Flasche ein, die die Babylonier zerschlugen und so die Teufel befreiten.

Mittelalter


Auch in der volkstümlichen Überlieferung taucht Beliar als Name des Teufels auf. Angeblich ist er der gefallene Engel - Geist und Fürst der Finsternis.

So war Belial der Lieblingsdämon des berüchtigten Gilles de Rais, der im 15. Jahrhundert an die zwölf Dutzend Kinder tötete...

Besonders häufig wurde Beliar im Mittelalter benutzt, wenn der Teufel seine Interessen in „juristischer” Sache vertrat. So erscheint Beliar zum Beispiel vor Gott und fordert, dass die Taten Jesus untersucht werden. In dem Buche Belial (1473) befindet sich dazu ein Holzschnitt, der zeigt, wie die Teufel in einem flammenden Schlund sitzen und aufmerksam die Argumente Beliars verfolgen, die dieser vor Gott im Namen der Hölle vertreten will. Beliars Beschwerde gegen Christus lautet im Kern, dass dieser sich gesetzwidrig in höllische Angelegenheiten eingemischt und sich die Herrschaft über Dinge angemaßt hat, die ihn nichts angehen. Doch der Teufel Beliar hat Pech: Gott votiert für Christus.

Satanismus


In der satanischen Deutung kommt Belial die Rolle eines der vier Erzdämonen zu. Er repräsentiert den Norden, die Niedertracht der Erde und Unabhängigkeit. Der Name "Belial" hat seine Wurzeln im Hebräischen und lässt sich mit "Ohne Gebieter" übersetzen. Pädophile Züge (wie oben beschrieben) scheinen erst im christlichen Mittelalter mit Belial in Verbindung gebracht worden zu sein. Im Satanismus La Veyscher Prägung lässt sich der Erzdämon als Metapher eines unabhängigen Geistes verstehen, der antagonistisch zu monotheistischen Dogmen und Regeln steht.

Literatur


  • Norbert Borrmann: Lexikon der Monster, Geister und Dämonen. Berlin 2000. ISBN 3-89602-233-4
  • Anton La Vey: "Die Satanische Bibel" USA 1969

Christlicher Dämon

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