Belfort (deutsch Beffert oder Befert) ist eine Industrie- und Garnisonstadt in Ostfrankreich etwa 50 km südwestlich von Mülhausen. Die Stadt ist Verwaltungssitz (chef-lieu) des Départements Territoire-de-Belfort und hat ca. 50.000 Einwohner, mit Vororten ca. 78.000.
Geschichte
Bedingt durch ihre Lage am Eingang der
Burgundischen Pforte hatte die Stadt früher eine große
strategische Bedeutung. Die
Zitadelle der Stadt wurde von
Vauban seit
1686 im Auftrag von
Ludwig XIV. zur
Festung ausgebaut. Im
Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 widerstand die Stadt 108 Tage einer Belagerung und wurde dadurch zum Symbol des französischen Kampfeswillens. Am
16. Februar 1871 erfolgte jedoch die Übergabe der Stadt an die sie belagernden deutschen Truppen. Wahrzeichen der Stadt ist der in Sandstein gehauene monumentale
Löwe von Belfort des Bildhauers
Frédéric Auguste Bartholdi, der an die Belagerung erinnert. Das Denkmal wurde
1875 bis
1880 errichtet. Nach dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 wurde Belfort, da jenseits des deutschen Sprachraums gelegen und seine Bevölkerung französischsprachig, als einziger Teil des
Elsass nicht Teil des Deutschen Reiches, sondern die Deutschen beliessen es bei Frankreich. Heute gehört es zur Region
Franche-Comté.
Wirtschaft
Die Wirtschaft der Stadt ist geprägt durch die Herstellung von
Kraftwerksanlagen, hauptsächlich durch die Firma
ALSTOM, Teile der Produktion gehören heute aber auch zu
General Electric. In Folge eines stark schrumpfenden europäischen Marktes für Kraftwerksanlagen und damit verbundener wirtschaftlicher Schwierigkeiten von ALSTOM nahm die Zahl der Beschäftigten auf dem ALSTOM-Gelände in den letzten zehn Jahren von ursprünglich 18.000 auf unter 6.000 ab, was zu großen wirtschaftlichen Problemen in der Stadt und der Region führte und führt.
Partnerstädte
Söhne und Töchter der Stadt
Weblinks
- http://www.mairie-belfort.com/
Ort in der Franche-Comté
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