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Bekreuzter Traubenwickler
: Insekten (Insecta)
: Fluginsekten (Pterygota)
: Neuflügler (Neoptera)
: Schmetterlinge (Lepidoptera)
: Wickler (Tortricidae)
: Lobesia
: Bekreuzter Traubenwickler
Wissenschaftlicher Name Lobesia botrana Denis & Schiffermüller, 1775

Der Bekreuzte Traubenwickler (Lobesia botrana) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Wickler (Tortricidae).

Merkmale


Der Falter hat einen fünf bis sechs Millimeter großen Körper und eine Flügelspannweite von 12 bis 13 Millimeter. Die Flügel sind gelbgrün bis gräulich marmoriert.

Verbreitung


Der Bekreuzte Traubenwickler tritt in allen süd- und mitteleuropäischen Weinbaugebieten auf. Weiterhin ist er in Nordafrika, Kleinasien und im Kaukasus verbreitet. Die nördliche Weinanbaugrenze wird nicht überschritten. In den europäischen Reblagen tritt die Art etwa ab 1910 (Schweiz) auf.

Habitat


Der Bekreuzte Traubenwickler bevorzugt heiße und trockene Regionen.

Lebensweise


Flugzeit

Er bildet 2 bis 3 Generationen im Jahr, die nach den Raupen in Heuwurm, Sauerwurm und Süßwurm unterschieden werden:

  1. Generation (Heuwurm) Ende April/Anfang Mai
  2. Generation (Sauerwurm) Ende Juni/Mitte Juli
  3. Generation (Süßwurm) nur in warmen Jahren und günstigen Bedingungen Mitte September/Anfang Oktober

Die Flugzeiten der einzelnen Generationen gehen oft in einander über und können nicht immer getrennt werden. Der Flug, die Paarung und Eiablage finden vor allem in den Abendstunden statt.

Verhalten

Der Bekreuzte Traubenwickler ist Wärme liebend und kommt in den südlichen Weinanbaugebieten vor. Die Puppen des Bekreuzten Traubenwicklers überwintern unter der Borke des Rebstockes. Die Art ist polyphag und wurde bisher auf über 20 Wirtspflanzen der folgenden Gattungen gefunden:

Aus den Puppen schlüpfen Ende April/Anfang Mai die Tiere der ersten Generation.

Schadwirkung


Der Bekreuzte Traubenwickler gilt ebenso wie der Einbindige Traubenwickler als Schädling im Weinbau. Die Larven beider Wickler befallen die Blüten und Trauben und mindern dadurch den Ertrag. Befallene Trauben sind auch anfälliger für Botrytis cinerea (Grauschimmel). Bekämpft wird der Traubenwickler mit Insektiziden, die oft präventiv eingesetzt werden. Alternativ wird die Populationsgröße mit Pheromonfallen bestimmt und dann der Befall gezielt mit Gifteinsatz bekämpft. Bei der biologischen Schädlingsbekämpfung setzt man auf die Verwirrmethode und verschiedene natürliche Feinde.

Weblinks


Wickler

European grape wine moth

 

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