Beirut1900.jpg Beirut (arabisch بيروت Bairūt) ist die Hauptstadt des Libanon. Sie liegt an der Levantikküste am östlichen Mittelmeer, ungefähr in der Mitte des Landes in Nord-Süd-Richtung.
Beirut ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Region mit vielen Verlagen und Universitäten, unter anderem der Amerikanischen Universität Beirut.
Beirut ist die konfessionell vielfältigste Stadt des Nahen Ostens. In ihr leben Christen (Maroniten, Griechisch-Orthodoxe, Armenisch-Orthodoxe, Armenisch-Katholische, Römisch-Katholische und Protestanten) Muslime (Sunniten und Schiiten) sowie Drusen. Die meisten Juden haben Beirut seit 1975 verlassen. Etwa 52 % sind Christen, 30 % davon Maroniten, gefolgt von Griechisch-Orthodoxen mit 16 %. 48 % Muslime, 27 % davon Schiiten.
Die römische Herrschaft begann im Jahre 64 v. Chr.. Während dieser Zeit war die Stadt, welche nun als Kolonie den Namen Berytus trug, sehr bedeutend und brachte bekannte Juristen hervor, unter anderem Aemilius Papinianus und Domitius Ulpianus. Die Rechtsschule von Beirut war bis ins 6. Jahrhundert angesehen und bedeutend. Mindestens bis ins späte 4. Jahrhundert, vermutlich aber noch deutlich länger, war die dominierende Sprache in der Stadt Latein; damit hob man sich stark vom Umland ab.
Als im Jahre 551 ein Erdbeben und eine nachfolgende Flutwelle die Stadt stark zerstörten, gingen Glanz und Wohlstand der antiken Stadt verloren.
Im Jahre 635 wurde die Stadt von den Arabern erobert. Die Araber nannten die immer noch stark zerstörte Stadt Bayrut. Die Siedlung wurde wieder aufgebaut und der Handel begann erneut zu florieren. Von 1110 bis 1291 war sie in der Hand von Kreuzfahrer-Fürsten. Sie war eine der langlebigsten Herrschaften, da sie bis zum endgültigen Zusammenbruch des Königreichs von Jerusalem 1291 bestand, obwohl oder gerade weil sie nur aus einem schmalen Streifen Mittelmeerküste rund um Beirut bestand. Beirut war wichtig für den Europahandel und hatte innerhalb des Fürstentums Galiläa eigene Vasallen. Nach der Eroberung fiel Beirut zunächst an Fulko von Guines. 1166 gab Amalrich I. (Jerusalem) die Stadt als Lehen an Andronikos Komnenos, den späteren Kaiser von Byzanz, der sie jedoch nach dem Bekanntwerden seiner Affaire mit Königin Theodora verlassen musste. 1197 wurde Johann von Ibelin mit der Stadt belehnt, die damals stark zerstört war. Nach seinem Tode 1266 fiel sie an seine Tochter Isabella von Beirut.
Nach der Rückeroberung durch die Mamluken 1291 unter Schudschai war die Stadt meist von den Drusen beherrscht, auch wenn sie ab 1516 zum Osmanischen Reich gehörte. 1888 wurde Beirut ein Vilayet Syriens, das die Sandschaks Latakia, Tripolis, Beirut, Akkon und Bekaa umfasste.
Mit dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches nach dem 1. Weltkrieg kam die Stadt als Teil eines Völkerbundmandats an Frankreich. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Beirut Hauptstadt des nun unabhängigen Libanon. Internationale Investoren und Finanziers wurden durch die "libanesische Freihandelspolitik" angezogen. Beirut entwickelte sich zu einem Finanzzentrum.
Während des libanesischen Bürgerkriegs (1975-1990) war die Stadt in einen muslimischem Westen und einen christlichen Osten geteilt. Im Juli 1982 drang Israel in den Libanon ein. Der Westen Beiruts wurde 10 Wochen lang belagert und bombardiert. Bei einem Bombenanschlag am 8. März 1985, der dem schiitischen geistlichen Führer Scheich Muhammad Husain Fadlallah galt, wurden 80 Menschen getötet und 256 verletzt. Im Oktober 1990 endete der Bürgerkrieg. Beirut wurde über weite Strecken wieder neu aufgebaut.
Während der Mandatszeit baute man diese Schneisen mit der Implementierung eines sternenförmigen Hausmannschen Straßenschemas aus, so dass das mittelalterliche Beirut fast vollständig überformt wurde. Die Stadt wuchs aufgrund von Zuwanderungsbewegungen schnell an und es kam neben der Ausdehnung nach Süden zu einer Verdichtung in den zentrumsnahen Quartieren.
Der Bürgerkrieg (1975-1990) führte neben der Zerstörung der Bausubstanz zu umfangreichen Vertreibungsprozessen, die eine verstärkte religiöse Segregation der Stadt entlang der "Green Line" zur Folge hatte.
Für den Wiederaufbau des Stadtzentrums wurde in den 1990er Jahren die private, als Aktiengesellschaft organisierte Wiederaufbaugesellschaft Solidere geschaffen.
Beirut ist zudem Sitz weiterer Universitäten, z.B.:
Es existieren zahlreiche deutschsprachige Institutionen: neben dem örtlichen
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