Ein Begriffsmonopol (auch generalisierter Markenname, generischer Begriff, Gattungsbegriff, Standard) ist ein Markenname, der sich verselbstständigt hat und in der Umgangssprache dazu benutzt wird, eine gesamte Produktgattung zu beschreiben. Begriffsmonopole können entstehen, wenn die korrekte Bezeichnung für ein neues Produkt umständlicher und unattraktiver ist als der Markenname eines marktbeherrschenden Unternehmens. Die marktbeherrschende Stellung des namensgebenden Unternehmens kann sich mit der Zeit natürlich abschwächen, doch kann der Markenname als im allgemeinen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung bestehen bleiben. Prominente Beispiele für Produktmonopole sind Bostitch für Heftklammer (in der Schweiz), Natel für Mobiltelefon (in der Schweiz), Tempo für Papiertaschentuch, Tesa für durchsichtiges Klebeband (in Österreich hat sich hingegen Tixo durchgesetzt und in Frankreich Scotch), Walkman für tragbare Musikcassettenspieler, Nutella für Nuss-Nougat-Creme, Styropor (bzw. Porozell) (in Deutschland und Österreich) bzw. Sagex (in der Schweiz) für Schaumpolystyrol, Fön für einen Haartrockner, Selters für Mineralwasser (in Nord- und Ostdeutschland) bzw. Henniez in der Schweiz oder Tetra-Pak für Kartonverpackungen, Martinshorn für Folgetonhorn.
In vielen Ländern erlischt der Markenschutz, wenn eine Marke gewohnheitsmäßig zur Anpreisung einer Produktgattung von gewerblichen Anbietern verwendet wird. Viele Markenfirmen gehen deshalb gerichtlich gegen eine derartige Verwendung ihrer Marken vor, da ansonsten auch Wettbewerber von ihrer Marke profitieren würden.
Genericized trademark | Nom de marque générique | Fajtanévvé vált védjegy | 一般化された商標一覧 | Varumärkesord
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