Begriff (mittelhochdeutsch begrif oder begrifunge) ist eine Zusammenstellung von Merkmalen, die in Gegenständen und Sachverhalten als deren identische Eigenschaften „begriffen“ werden.
Der Ausdruck „Begriff“ ist mehrdeutig. Die möglichen Bedeutungen lassen sich am besten vor dem Hintergrund des semiotischen Dreiecks verdeutlichen (so Herberger/Simon, Wissenschaftstheorie *, S. 236) :
<Extension>
/\
/ \
/ \
/ \
/ \
„Wort, Name“
--- Intension
Hier wird ein erweitertes Modell vorgeschlagen:
<Extension>
-- Form/Idee
I \ / I
I \ / I
I \ / I
I „Wort, Zeichen“ I
I / \ I
I / \ I
I / \ I
Vorstellung
-Intension
Mit diesem Modell sind keine Existenzaussagen und keine Behauptungen über Kausalitäten verbunden, jedoch auch nicht ausgeschlossen. „Vorstellung“ bezeichnet dabei ein konkretes psychisches Ereignis bei einem konkreten Menschen. „Intension“ ein Phänomen, das von der psychischen Vorstellung konkreter Menschen unabhängig ist.
Interpretation: Aristotelisch interpretiert werden reale Gegenstände sinnlich wahrgenommen und mittels geistiger Abstraktion die in ihnen verwirklichte Formen begrifflich (intensional) erfasst, wobei die Worte konventionelle Zeichen für die gewonnenen Begriffe sind. Von nicht-realistischen Positionen wurde die Existenz/Erkennbarkeit einer Form/Idee verneint und der Begriff mit der psychischen Vorstellung des Menschen gleichgesetzt. Dieser Psychologismus gilt als durch die Kritik von Frege/Husserl jedenfalls für die Logik überwunden. Dies führt zur Annahme einer von einzelnen Individuen unabhängigen Intension. Die ontologische und erkenntnistheoretische Frage nach dem Verhältnis der begrifflichen Intension und einer realen Form/Idee bleibt dabei zumeist offen. Anders versuchen Vertreter des Empirismus die Intension auf die Extension zu reduzieren
Zu anderen Interpretationen: siehe unten Historische Definitionen.
„Begriff“ bedeutet (1) eine objektive, von der Zufälligkeit namentlicher konventioneller Bezeichnung oder psychischer Erfassung durch einen konkreten Menschen unabhängige „Art des Gegebenseins“ (Frege) eines Gegenstandes (Intension).
Der „Begriff“ wird im Zusammenhang mit der Schlusslehre (Syllogistik) auch als die kleinste Einheit des Denkens im Gegensatz zum Urteil und Schluss, die aus Begriffen zusammengesetzte Denkgebilde sind, bezeichnet. Damit kann ein Fall der Grundbedeutung (1) oder (2) gemeint sein ((1.1) oder (2.1)).
Ausgehend von der Grundbedeutung (1) ist nach Frege (1.2) „ein Begriff .. eine Funktion, deren Wert immer ein Wahrheitswert ist“Frege, Funktion und Begriff in: Meixner, (Hrsg.), Philosophie der Logik *," target="_blank" >S. 233 und im gleichen Sinn „eine Satzfunktion einer Variablen“, „wenn sie für jeden Wert der Variablen aus ihrem Definitionsbereich entweder ein gültiges oder ein ungültiges Urteil ist“Clauberg/Dubislav, Systematisches Wörterbuch der Philosophie [1923, S. 60.
„Begriff“ bezeichnet (2) eine psychische Erscheinung in einem konkreten Menschen („Vorstellung“). In einem ausschließlichen Sinn setzt diese Bedeutung den Psychologismus voraus.
„Begriff“ meint (3) die Menge der bezeichneten Gegenstände (Extension). In einem ausschließlichen Sinn setzt dies die Geltung der Extensionalitätsthese voraus (vgl. unten; Extensionalismus; Quine).
„Begriff“ wird (4) im gleichen Sinn wie Wort, Name oder Ausdruck verwendet. Dies ist entweder eine ungenaue, umgangssprachliche oder auf dem Nominalismus beruhende Ausdrucksweise.
„Begriff“ kann auch (5) unbestimmt für Intension und/oder Extension verwendet werden oder (6) als die Verbindung des Wortes mit seiner Intension. Für diese Bedeutung (6) hat sich aber der Ausdruck Definition oder Begriffsbestimmung etabliert.
In einer ursprünglich (bis 14. Jh.) vorherrschenden Bedeutung wurde „Begriff“ (7) auch im Sinne von 'Umfang' verstanden (Beispiel: der Begriff einer Stadt).
Nach der klassischen auf der Antike fußenden Definition wird ein Begriff durch Abstraktion und Unterscheidung gewonnen.
Im Mittelalter wurden Begriffe auch als "'Universalia post res (lat.: post = nach + res'' = Sache) bezeichnet, da im Begriff die Gemeinsamkeiten aller Exemplare der Sache, aus welcher der Begriff abstrahiert ist, enthalten sind (s.u.).
In die Terminologie der deutschen Philosophie wurde der Ausdruck „Begriff“ durch Christian Wolff eingeführt als eine jede Vorstellung einer Sache in Gedanken.
Für Descartes und Leibniz sind Klarheit und Deutlichkeit hinreichende Merkmale eines Begriffs.
Immanuel Kant unterscheidet zwischen der Anschauung und dem Begriff. Die Anschauung ist eine Vorstellung, die auf einen einzelnen Gegenstand bezogen ist. Der Begriff ist als eine „allgemeine Vorstellung dessen, was mehreren Objekten gemein ist“ zu verstehen.
DIN 2342 definiert Begriff als eine „Denkeinheit, die aus einer Menge von Gegenständen unter Ermittlung der diesen Gegenständen gemeinsamen Eigenschaften mittels Abstraktion gebildet wird“
DIN 2330 "Begriffe und ihre Benennungen" geht etwas ausführlicher auf den Begriff ein und beginnt mit Gegenständen
Im Weiteren wird dann erklärt, dass sich die Zusammenfassung auf Grund von Merkmalen vollzieht. Als Merkmale werden die Eigenschaften eines einzelnen oder mehrer individueller Gegenstände verstanden, die zur Bildung bzw. Analyse des jeweiligen Begriffs herangezogen werden.
Zur Einteilung der Begriffe in Individualbegriff und Allgemeinbegriff nach den DIN-Autoren: siehe unten zu Einteilung / Individual-/Allgemeinbegriff.
Zur Diskussion über den ontologischen Status von Begriffen siehe Universalienproblem.
Die Auffassung, dass es neben den Bezeichnungen als sprachlichen (gesprochenen, geschriebenen, gedachten) Entitäten und den von ihnen bezeichneten Gegenständen noch weitere mentale, geistige oder abstrakte Entitäten wie „Denkeinheiten“, Intensionen oder Extensionen gibt, ist philosophisch umstritten. Der Extensionalismus verzichtet im Sinne einer wissenschaftstheoretischen Sparsamkeit (Ockhams Rasiermesser) auf die Annahme der Existenz von Intensionen. Der Nominalismus geht weiter und verzichtet auf die Annahme der Existenz von Intensionen wie von Extensionen.
Einigen Erkenntnistheorien gilt der Begriff als „Widerspiegelung“ der objektiv, d.h. unabhängig vom Menschen existierenden wesentlichen Eigenschaften der realen Gegenstände. Erweiterung und Änderung von Begriffen seien Ausdruck von tieferem Wissen über die Welt und damit fortschreitender Erkenntnis.
Von besonderer Bedeutung ist die Erkenntnis, dass Existenz eine Eigenschaft von Begriffen, nicht von Gegenständen ist (Frege). Anzahlen sind entsprechend Eigenschaften von Begriffen erster Stufe, unter die Gegenstände fallen.
Klarheit und Deutlichkeit (siehe Descartes) sind keine Merkmale, sondern Eigenschaften eines Begriffs. Genauer wohl: klar und deutlich kann nur eine subjektive Vorstellung von einem Begriff sein, der dann in einem analogen Sinn selbst klar und deutlich genannt wird.
Der Idealfall ist Eindeutigkeit. In der Umgangssprache ist der Normalfall Mehrdeutigkeit. In den formalisierten Sprachen ist die Eindeutigkeit der Bedeutung unumgänglich. Eindeutigkeit der Terminologie ist selten erreichtes Ideal einer jeden Wissenschaftssprache. Missverständnisse und Manipulationen leben von der Mehrdeutigkeit der Ausdrücke. Die Bedeutung eines Wortes wechselt nicht nur von Zeit zu Zeit, von Fach zu Fach oder von Autor zu Autor. Nicht selten verwendet derselbe Autor denselben Ausdruck (verdeckt) in unterschiedlicher Bedeutung.
Steht ein Wort nur für einen Begriff, so wird es eindeutig (univok) genannt. Die Univozität ist die Eineindeutigkeit der Beziehung zwischen Wort (Zeichen) und Begriff. Fehlt es an einer Eineindeutigkeit ist ein Wort mehrdeutig (äquivok). Diese Äquivozität im weiteren Sinn ist die nicht eineindeutige Beziehung zwischen Zeichen und Bezeichnetem. In einem engeren Sinn nennt man äquivok nur Wörter, die gleichlautend, aber bedeutungsverschieden sind.
Die Äquivozität (Mehrdeutigkeit) im weiteren Sinn kommt als Synonymie (Gleichsinnigkeit), Homonymie (Gleichnamigkeit) oder Analogie vor.
Synonyme sind unterschiedliche sprachliche Ausdrücke für denselben Begriff (Beispiele: „Opa“ = „Großvater“; „weißes Pferd“ = „Schimmel“). Die Synonymie ist eine nacheindeutige Beziehung zwischen Zeichen und Bezeichnetem. Neben diesem Begriff der Synonymie im engeren Sinn wird - etwa im Fall von Synonymiewörterbüchern - auch im Fall von nur sinnverwandten Wörten von Synonymie (dann im weiteren Sinn) gesprochen.
Steht ein gleichlautender sprachlicher Ausdruck (Wort, Zeichen) für mehrere Begriffe (voreindeutige Beziehung) spricht man von einem Homonym (im weiteren Sinn) oder von einem äquivoken Ausdruck (im engeren Sinn) (Beispiel: „Bank“ für Geldinstitut oder Sitzmöbel). Teilweise spricht man von einer Homonymie (Gleichnamigkeit) auch nur dann, wenn die Wortherkunft unterschiedlich ist (Beispiel: „Tau“ für Seil aus dem Niederdeutschen kommend und für feuchten Niederschlag aus dem althochdeutschen tou). Diese Homonymie im engeren Sinn wird dann von der Polysemie (Mehrdeutigkeit eines Wortes bei identischer Wortherkunft) unterschieden (Bsp.: „Pferd“ für Tier und Turngerät).
Analogie ist ein Spezialfall der Mehrdeutigkeit und „liegt vor, wenn die verschiedenen bezeichneten Gegenstände in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis voneinander stehen oder eine gewisse Gleichheit der Strukturen besitzen“ (Beispiel: 1. Fall „gesund“; 2. Fall „Fuß“)Menne, Logik, 6. Aufl. S. 16. Analogie besagt keine Gleichheit, „sondern Äquivokation bei Vorliegen einer Kausalrelation oder Isomorphie von Relationen“Menne, Einführung in die Methodologie, 2. Aufl. [1984, S. 74.
Die Lehre von den semantischen Stufen führt zu der semantischen Regel, dass „jeder Ausdruck, in welchem von diesem Ausdruck selbst die Rede ist, .. sinnlos (ist)“Bochenski, Denkmethoden, 10. Aufl. *, S. 59.
Die Theorie der semantischen Stufen wird angewandt zur Lösung vieler semantischen Antinomien wie der des Lügners (von Kreta).
Beispiel: „Haus“ hat vier Buchstaben und ist einsilbig (wahr); das Haus hat vier Buchstaben (falsch)
Dies korrespondiert mit der scholastischen Suppositionstheorie, nach der zwischen der materialen Supposition und der formalen Supposition eines Wortes zu unterscheiden ist. Im Normalfall steht ein Wort nicht für sich, sondern für etwas, was es bezeichnet oder bedeutet (formale Supposition). Steht das Wort für sich selbst, spricht man von materialer Supposition.
| Intension | Extension | Autor |
|---|---|---|
| compréhension | extension | Logik von Port Royal |
| connotation | denotation | John Stuart Mill |
| Sinn | Bedeutung | Gottlob Frege |
| meaning | denotation | Bertrand Russell |
| sense | reference | M. Black |
| Intension | Extension | Rudolf Carnap, Stegmüller |
| meaning | reference | Willard Van Orman Quine |
| sense | denotation | Alonzo Church |
| intensionale Bedeutung (Begriff) | extensionale Bedeutung (Klasse) | Kamlah-Lorenzen |
| Bedeutung | Bezeichnung | G. Klaus |
| Bedeutung | Bezug | Kutschera |
| Bedeutung | Designata | Opp |
Dabei ist zu beachten, dass der Wiederbeleber dieser Unterscheidung, Frege, den Ausdruck „Bedeutung“ gerade für Extension verwendet hat, während der herrschende Sprachgebrauch den Ausdruck „Bedeutung“ für die Intension verwendet, die bei Frege „Sinn“ heißt. Man behilft sich zum Teil dadurch, dass man den Sprachgebrauch bei Frege durch Indices kennzeichnet (oder von „Bedeutung im Sinn von Frege“ spricht).
Bei Mill ist zu beachten, dass der Ausdruck „connotation“ in der deutschen Übersetzung „Konnotation“ nach herrschendem Sprachgebrauch nicht mehr die Extension, sondern die mit einem Ausdruck verbundenen subjektiven Assoziationen bezeichnet (zum Beispiel „Junggeselle“ als abwertende Bezeichnung für einen unverheirateten Mann).
Entgegen der hier wiedergegebenen Übersicht erscheint die Zuordnung der Terminologie der Logik von Port Royal hier fraglich, da nach dieser die Extension aus (Unter-) Begriffen bestehtvgl. Kauppi, Begriffsinhalt/Begriffsumfang, in: HWPH, Band 1 *, Sp. 808.
In der modernen Logik werden die Begriffe Intension und Extension nicht auf Begriffe, sondern auf Sprachausdrücke und damit insbesondere auch auf die Aussage angewandt. Nach Frege ist die Intension eines Satzes das Urteil, das er ausdrückt, und seine Extension sein Wahrheitswert.
Hauptartikel: Extension
Nach herrschender Auffassung ist die Extension eines Begriffs die Menge (oder Klasse) aller Gegenstände, die unter den Begriff fallen, d. h. die alle Merkmale eines Begriffs verwirklichen. Zum Beispiel ist die Extension des Begriffs Mensch die Menge aller einzelnen Menschen.
Nach Frege ist der Begriffsumfang der „Wertverlauf der durch den Begriff ausgedrückten Funktion“ (Kauppi, a.a.O., Sp. 809). Die Anzahl der Wertverläufe bilden einen Begriffsumfang „und Begriffsumfänge sind nach meiner Bestimmung Werthverläufe“Frege, Vorwort zu Grundgesetze der Arithmethik, 1. Band in: Meixner, (Hrsg.), Philosophie der Logik [2003, S. 54 (60).
Begriffe, die denselben Begriffsumfang haben, heißen äquipollent, umfangsgleich oder extensional gleich und gelten bei logischen Untersuchungen, insbesondere in der mathematischen Logik, häufig als identisch (siehe auch: Extensionalitätsprinzip).
Wird ein Begriff weiter unterteilt, ist auf Dichotomie bei der Einteilung des Begriffsumfangs zu achten, um Fehlschlüsse zu vermeiden. Siehe Pseudodichotomische Einteilung eines Begriffsumfangs.
Die Definition eines Begriffes wird in der philosophischen Logik als angemessen bezeichnet, wenn Definiendum und Definiens, d.h. der zu definierende Begriff und der Ausdruck, der diesen definiert, gleichen Umfang besitzen. Zum Beispiel ist in der Definition
Die Intension eines Begriffs wird sehr unterschiedlich verstanden. Einige gebräuchliche Definitionen sind folgende:
Im Unterschied zur ersten der genannten Definitionen ist im Allgemeinen ist die Intension eines Begriffes von der konkreten subjektiven Vorstellung eines Menschen von diesem Begriff zu unterscheiden. Nach der Überwindung des Psychologismus durch Frege/Husserl dürfte dies herrschende Meinung sein.
| Intension | Extension | Anmerkung |
|---|---|---|
| Identität | Identität | Synonyme (Beispiel: Opa = Großvater) |
| Identität | Verschiedenheit | nicht möglich (wenn, verdeckte Mehrdeutigkeit) |
| Verschiedenheit | Identität | möglich (Beispiel: |
| Verschiedenheit | Verschiedenheit | Normalfall (Beispiel: Blume/Flugzeug) |
Zur Einteilung der Begriffe nach dem Verhältnis von Intension und Extension siehe weiter unten: Einteilung/vereinbare und unvereinbare Begriffe.
Der Schluss von der Gleichheit der Extension zweier Begriffe auf die Gleichheit der Intension ist unzulässig, da gleiche Extensionen bei unterschiedlichen Intensionen denkbar sindHerberger/Simon: Wissenschaftstheorie *, S. 259.
Der Schluss von der Verschiedenheit der Intension auf die Verschiedenheit der Extension ist unzulässig. Neben dem Abendstern/Morgenstern - Beispiel von Frege lässt sich auch ein theologisches Beispiel anführen: Die Existenz Gottes und die Möglichkeit intensionaler Beschreibung Gottes unterstellt, bezeichnen die Ausdrücke „Allah“ im Islam, „Jahwe“ im Judentum und „dreieiniger Gott“ im Christentum unterschiedliche Begriffe, die jedoch extensional denselben Gott bezeichnen, wenn sie sich auch intensional unterscheiden. (Diese Behauptung impliziert weder Unerheblichkeit noch Unerkennbarkeit der jeweiligen Intension.)
Der Schluss vom Vorhandensein einer Intension auf das Vorhandensein einer Extension ist unzulässig: Aus der Fassbarkeit einer Intension folgt nicht die Existenz eines entsprechenden Gegenstandes. Daran scheitert u.a. der ontologische Gottesbeweis von Anselm von Canterbury. (Die Existenz Gottes folgt aus dem Begriff Gottes als des vollkommensten Wesens, über das hinaus nichts Größeres gedacht werden kann.) Dieser Gottesbeweis wurde daher nicht erst von Kant, sondern schon von Thomas von Aquin abgelehnt.
Dagegen spricht aber unter anderem die Möglichkeit extensionaler Gleichheit und intensionale Verschiedenheit wie im Beispiel Abendstern/Morgensternausführlich: Herberger/Simon: Wissenschaftstheorie *, S. 237 - 242 m.w.N..
Darüberhinaus kann die Extensionalitätsthese auch einen anderen Fall intensionaler Verschiedenheit bei extensionaler Gleichheit nicht erklären: die Extension des Begriffs ist mit der Extension des Begriffs [eierlegende Wollmilchsau identisch: eine leere Menge.
Siehe auch ausführlich und in abweichender Perspektive: Extensionalitätsprinzip.
Es trifft nicht zu bei einer disjunktiven Hinzufügung von Merkmalen (Herberger/Simon: Wissenschaftstheorie S. 250) und hängt ansonsten davon ab, was man unter Begriffsinhalt und -umfang verstehtA. Menne, Methodologie, 2. Aufl. *," target="_blank" >S. 27), d.h. nur im Verhältnis von Gattungs- und Unterbegriff (Tatievskaya, Aussagenlogik [2003, S. 60.
Geht es um die Unterscheidung von Wort, Begriff, Intension und Extension wird hier vorgeschlagen, für einen Begriff runde Klammern („(“, „)“), für die Intension eckige Klammern („„“) und für die Extension spitze Klammern („<“, „>“) zu verwenden. Dann heißt der obige Satz auch: Ein „Wort“ steht für einen (Begriff), der eine * und eine
Beispiel: Die Ausdrücke „Abendstern“ und „Morgenstern“ bezeichnen die Begriffe (Abendstern) und (Morgenstern), wobei sich die Intensionen = *" target="_blank" >= [hellster aufgehender Stern unterscheiden, jedoch die Extensionen identisch sind:
Entsprechend wurden auch die Anführungszeichen/Klammern im obigen Schaubild für das semiotische Dreieck gesetzt.
In Herberger/Simon, a.a.O., S. 236 wird hingegen die Schreibweise bevorzugt: „Ausdruck“, „/Extension/“ „Intension (mit einem Kasten umrahmt)“.
Ferner weist die DIN-Norm explizit daraufhin zu beachten, dass den Allgemeinbegriffen unterschiedliche Gegenstandsarten, insbesondere materielle und immaterielle Gegenstände, Beziehungen zwischen Gegenständen und andere Begriffe (allgemeine Gegenstände), zugrunde liegen können.
Als konkreter Begriff im Gegensatz zum abstrakten Begriff wird ein bestimmter, gegebener Gegenstand oder eine bestimmte Klasse von Gegenständen bezeichnet: z.B. Hotel, Berlin, Umgebung, Apfel. Als abstrakten Begriff dagegen bezeichnet man nichtgegenständliche Entitäten wie "Freiheit", "Begriff", "Sein".
In der Logikliteratur findet man mitunter Einwände gegen diese Einteilung, da alle Begriffe durch Abstrahieren und Verallgemeinern gebildet werden. Insofern ist auch der konkrete Begriff ein Resultat der Abstraktion.
Um die Unterteilung beizubehalten und strenger zu fassen, ist versucht worden, sie auf unterschiedliche methodische Arten der Abstraktion zurückzuführen. So müsse auf irgendeine Weise das Abbild eines Gegenstandes und das Abbild von Eigenschaften eines Gegenstandes unterschieden werden. Diese Unterscheidung führe dann zur Einteilung der Begriffe in konkrete und abstrakte.
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