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Beeskow
 

Wappen Karte
Wappen_Beeskow.PNG Karte Beeskow in Deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Oder-Spree
Geografische Lage:
Höhe: 54 m ü. NN
Fläche: 77,15 km²
Einwohner: 8.542 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 15848
Vorwahl: 03366
Kfz-Kennzeichen: LOS
Gemeindeschlüssel: 12 0 67 036
Stadtgliederung: Kernstadt und
7 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Berliner Straße 30
15848 Beeskow
Website: www.beeskow.de
Bürgermeister: Fritz Taschenberger (SPD)

Beeskow ist die Kreisstadt des Landkreises Oder-Spree im Bundesland Brandenburg (Deutschland).

Geografie


Geografische Lage

Beeskow liegt im Osten des Landes Brandenburg, ca. 80 km süd-östlich von Berlin und etwa 30 km südwestlich von Frankfurt (Oder). Beeskow liegt an der Spree, die Oder ist rund 30 km östlich entfernt. Die Stadt liegt inmitten einer Gegend mit großen Wald- und Wiesengebieten, mit vielen kleineren und größeren Seen.

Stadtgliederung

Beeskow teilt sich in eine Kernstadt und in sieben Ortsteile Bornow, Kohlsdorf, Krügersdorf, Neuendorf, Oegeln, Radinkendorf und Schneeberg.

Geschichte


Stadtgründer und erste Stadtherren waren im 13. Jahrhundert die Ritter von Strele. Beeskow war Zentrum eines Herrschaftsgebiets, das im Mittelalter zur Niederlausitz gehörte. Auch kirchlich war die Stadt nach Süden orientiert. Sie gehörte zum Bistum Meißen und die Stadtpfarrei stand unter dem Patronat des Klosters Neuzelle. Im späten Mittelalter wechselten Stadt und Herrschaft mehrfach den Besitzer. Sie gehörten unter anderem Angehörigen der Familie Biberstein (zuletzt 1512-1551) und den Lebuser Bischöfen (an der Wende vom 15. auf das 16. Jahrhundert), die auf der Beeskower Burg auch ihre Residenz einrichteten.

Nachdem die Bibersteins 1551 ausgestorben waren, belehnte der böhmische König Ferdinand I. fünf Jahre später die Markgrafen von Brandenburg mit den Herrschaften Beeskow und Storkow. Offiziell blieb Beeskow zwar böhmisches Lehen und Bestandteil der Niederlausitz, es gelang den Hohenzollern aber in den folgenden Jahrzehnten, ihre neu gewonnene Herrschaft mehr und mehr von der Niederlausitz zu lösen. Um 1600 war Beeskow schließlich zur Gänze ein Teil Brandenburgs geworden, auch wenn die Niederlausitzer Stände dieses Faktum noch lange nicht anerkennen wollten.

Jean Pierre Barthelemy Rouanet, der 1747 bei Toulouse geboren wurde, wird 1781 Senator und später Stadtkämmerer von Beeskow. Am 8. Oktober 1837 starb er in Beeskow. Therese Rouanet (1790-1867), die eine Tochter von Jean war, war weiter die Mutter von Emilie Rouanet-Kummer, der Gattin von Theodor Fontane.

Politik


Stadtverordnetenversammlung

Beeskow Marktplatz.jpg

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt besteht aus 18 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister.

(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)

Wappen

BeeskowStadtwappenEingangKreissparkasse.jpg Das Beeskower Stadtwappen zeigt in einem roten Schild eine silberne Torfassade mit vier Fialen. Die Torfassade ist mit zwei schräg gegeneinandergestellten Schildern belegt. Der vordere (linke) trägt in Rot drei übereinanderliegende silberne Sensenklingen, die gestürzt sind (d.h. die Schneiden weisen nach oben) und nach links zeigen. Der hintere (rechte) Schild trägt in Gold eine rote fünfwendige Hirschstange, die nach rechts gebogen ist. Der Schild mit drei Sensen ist das Wappen der ersten Stadtherren, der Ritter von Strele. Die rote Hirschstange im goldenen Grund ist das Wappen der Herren von Biberstein. Die vier Türmchen sind im Laufe der Zeit aus vier Stäben hervorgegangen, die das Schildhaupt des ältesten bekannten Beeskower Stadtwappens überragten. Die Stäbe sollten Bischofstäbe darstellen, da die Herrschaft Beeskow im 16. Jahrhundert dem Bistum Lebus gehörte. Die Torfassade ist ein allgemeines Stadtsymbol und hat keine Beziehung zu einem historischen Bauwerk der Stadt. Belegt wird dieses Wappen im Brandenburgischen Landeshauptarchiv an besiegelten Urkunden aus den Jahren 1534 und 1540.

Städtepartnerschaften

Kamen, Deutschland (Nordrhein-Westfalen)
Sulęcin, Polen

Kultur und Sehenswürdigkeiten


Dehio_449_Beeskow.png
  • Kunstarchiv Beeskow in der Burg Beeskow
  • Das älteste Haus von Beeskow, erbaut um 1482
  • Die noch zu weiten Teilen erhaltene Stadtmauer mit ihren sehr gut erhaltenen Türmen, darunter auch der Luckauer Torturm, der von den Beeskowern auch liebevoll “Dicker Turm” genannt wird und ein Wahrzeichen der Stadt ist
  • Die St.-Marien-Kirche, eine der größten Kirchen in der Mark Brandenburg
  • Die ehemalige Mönchsherberge, welche unmittelbar an der Stadtmauer liegt, einst Unterkunft für wanderne Mönche; auch für Theodor Fontane
  • Der Fischerkiez

  • Kultur:
    • Konzertreihe St. Marien (ganzjährig)
    • Osterspektaculum (Ostern)
    • Altstadtfest (1. Juniwochenende)
    • Anglerfest (August)
    • Oper Oder/Spree (August)
    • Räuberspektakel (September)
    • Bauernmarkt mit Erntekronenwettbewerb (September)
    • Weihnachtsmarkt (November / Dezember)

Wirtschaft und Infrastruktur


Verkehr

Beeskow liegt an der Spree und verfügt über einen Regionalbahnanschluss. Durch die Stadt führen die Bundesstraßen B 87, B 168 und B 246.

Söhne und Töchter der Stadt


Weblinks


Ort in Brandenburg

Beeskow

 

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