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Stadtteil von Tübingen
Bebenhausen

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Basisdaten  Rang 
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Einwohner: 359 20/20
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Ausländeranteil: 4,7 % 19/20
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Stand: Dezember 2005
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Website: Website Stadtteil Bebenhausen
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E-Mail-Adresse: office@bebenhausen.tuebingen.de
Bebenhausen ist mit 359 Einwohnern ein Stadtteil der Universitätsstadt Tübingen. Er liegt nördlich des Stadtzentrums.

Lage


Er liegt am Rande eines weiten Talkessels als einziger Ort innerhalb des Naturparks Schönbuch an der Bundesstraße 464, drei Kilometer nördlich von Tübingen.

Geschichte


1183 gründete Pfalzgraf Rudolf von Tübingen das 1185 erstmals erwähnte Kloster Bebenhausen, das zunächst von Prämonstratensern und ab 1190 von Zisterziensermönchen aus Schönau bei Heidelberg bewirtschaftet wurde. Durch zahlreiche Schenkungen und Sonderrechte (Steuerfreiheit, Holz- und Fischereirechte) wuchsen der Grundbesitz und der Reichtum des Klosters schnell an. Spätestens 1204 war das Kloster reichsunmittelbar. BebenhausenOrtsansicht-2005-04-10.jpgBebenhausen.jpg | Bebenhausen-um-1900.jpg

Im Jahr 1301 kaufte das Kloster Stadt und Burg Tübingen. Bebenhausen war neben Maulbronn und Herrenalb das bedeutendste Kloster Württembergs.

1342 erwarb Graf Ulrich III. von Württemberg die Stadt Tübingen und nahm den Klosterbesitz in der Stadt und Umgebung unter seine "Schirmherrschaft". Um diese Zeit lebten im Kloster etwa 80 Mönche und 40 Laienbrüder.

Während der Reformation wurde das Kloster aufgehoben. Herzog Christoph von Württemberg ließ 1556 in den Gebäuden des Klosters eine evangelische Theologenschule einrichten.

1823 wurde Bebenhausen eine selbständige Kommune. Um 1850 war das ehemalige Kloster dem Zerfall nahe. Das Königreich Württemberg kaufte Teile des Klosterbezirks, ließ die Gebäude umfassend restaurieren und zum Jagdschloss umbauen. Danach diente Bebenhausen als Ausgangspunkt für das Jagdvergnügen der Könige von Württemberg und deren Gäste.

König Wilhelm II. von Württemberg verfasste 1918 in Bebenhausen seinen Thronverzicht und lebte dort bis zu seinem Tode 1921. Auch seine Gemahlin, Herzogin Charlotte blieb in Bebenhausen bis zu ihrem Tode 1946.

Ab 1947 war Bebenhausen Sitz des Landtags von Württemberg-Hohenzollern bis zur Gründung des Landes Baden-Württemberg im Jahre 1952.

Der Ort ist seit 1974 mit seinen rund 350 Einwohnern ein Stadtteil von Tübingen.

In Bebenhausen lebte und starb 1988 der 3. Bundeskanzler Deutschlands, Kurt Georg Kiesinger.

Weblinks


Stadtteil von Tübingen

Bebenhausen

 

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