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Beaune
Die Stadt
Beaune in der Region
Burgund in
Frankreich, ist das Zentrum des Weinbaugebietes der
Côte-d’Or. Der Ort ist zu unterscheiden von
Beaune-la-Rolande, einem Konzentrations- und Durchgangslager der
Vichy-Regierung im Département
Loiret.
Bevor der Ort Beaune im Jahre 1203 von Odo III., Herzog von Burgund, die Stadtrechte erhielt, war es für lange Zeit keltisches, später römisches Heiligtum. Seit dem 14. Jahrhundert war Beaune neben Dijon Wohnsitz der Herzöge von Burgund. Im 15. Jahrhundert begann man, eine etwa zwei Kilometer umfassende Stadtmauer zu errichten, von der heute noch größere Teile erhalten sind. Sie dienen heute teilweise als Weinlager der großen Weinhandelshäuser. Als im Jahre 1477 Karl der Kühne, der letzte Herzog von Burgund, gestorben war, wurde die Stadt von Ludwig XI. von Frankreich annektiert - allerdings erst, nachdem die Stadt mehr als fünf Wochen belagert worden war. Viele prächtige Gebäude aus Spätmittelalter, Renaissance und Barock bezeugen eine große Vergangenheit.
Wirtschaft
Weinbau
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Der
Weinbau wurde bereits zur Zeit der
Römer begründet, verlor aber mit dem Ende des Römischen Reiches seine Bedeutung fast vollständig und gewann diese erst im
17. und
18. Jahrhundert zurück. Beaune gilt als Weinhauptstadt Burgunds. Bedeutende Anbaugebiete der Umgebung sind z.B.:
- Côte-de-Beaune
- Savigny-Les-Beaune
- Hautes-Côtes-de-Beaune
Die jährlichen Weinversteigerungen der "Hospices de Beaune" bestimmen die Preise für die ganze Region.
Senf
In der Stadt befindet sich seit 1840 auch die letzte, noch in Familienbesitz und Betrieb befindliche, historische Senfmanufaktur
Edmond Fallot.
Sehenswürdigkeiten
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- An erster Stelle muss hier das Hôtel-Dieu genannt werden, ein Hospital aus dem 15. Jahrhundert.
- Die romanische Kirche Notre-Dame, welche im Stil der dritten Kirche von Cluny erbaut wurde, beherbergt in ihrem Chor im gotischen Stile eine außergewöhnliche Ausschmückung: Die fünfteiligen Tapisserien, „Das Leben der Jungfrau Maria“ erzählend, wurden um 1500 in Tournai nach Vorlagen eines burgundischen Künstlers gewebt. Diese hochwertige Serie von 19 Szenen besticht besonders in ihrer Leuchtkraft und der Feinheit ihrer Ausführung.
- Unweit des Hospitals liegt das "Hôtel des Ducs de Bourgogne", der ehemalige Wohnsitz der Burgunderherzöge in Beaune, dessen um einen Innenhof gruppierten Fachwerkbauten ein malerisches Bild bieten. Mittlerweile beherbergen diese Gebäude das Burgundische Weinmuseum, in dem die Geschichte des Weinbaus dem Laien näher gebracht wird.
- Die kreisrunde Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert umgibt die Altstadt. Sie wurde seit dem Anschluss von Beaune an das Königreich Frankreich unter Ludwig XI. erneuert und verstärkt. Die Stadtmauer besitzt 8 Bastionen.
- Zahlreiche Häuser aus der Frühen Neuzeit sind in der Stadt zu bewundern. Vor allem in der Rue de Lorraine stehen noch Häuser aus dem 16. Jahrhundert.
Kultur
- Seit 1983 findet hier alljährlich das »Festival International d'Opera Baroque« statt. Es wurde von der Historikerin Anne Blanchard ins Leben gerufen. Neben dem Festival von Saintes ist es das führende Zentrum von Konzert-, Oper-, und Oratoriumsaufführungen für Alte Musik. Hauptmäzen ist France Télécom, einer der wichtigsten Musiksponsoren Frankreichs. Jährlich werden hier bis zu 14.000 Besucher gezählt. An illustren wie zeitgemäßen Aufführungsorten ist kein Mangel: Hôtel Dieu, die Basilika Notre Dame, das Hospice de Beaune, einem prachtvollen Krankenspital im frankoflämischen Frührenaissancestil und dem Weinkeller Paradis in der mittelalterlichen Rue d'Enfer (Höllengasse). Die Konzerte mit Werken aus dem 15. bis 17. Jahrhundert finden immer an vier bis fünf Wochenenden von Juli bis Anfang August statt.
- Der Sprössling einer alteingesessenen Winzerfamilie ging hier zur Schule und wurde später als Opern- und Theaterregisseur weltberühmt: Jean-Pierre Ponnelle.
Schulen
- College Monge *
- Lyceé Marey
Söhne und Töchter der Stadt
Partnerstädte
Weblinks
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