Ein Schneidwerkzeug wird in der spanenden Fertigung auf Werkzeugmaschinen eingesetzt um ein Werkstück zum Beispiel aus Metall, Holz, Kunststoff oder auch Stein, Marmor und Beton zu bearbeiten.
Das Werkzeug hat je nach dem zu bearbeitenden Werkstoff eine ganz bestimmte Schneidengeometrie, die einen Schneidkeil darstellt. Dies gewährleistet zusammen mit der richtigen Schnittgeschwindigkeit einen optimalen Spanfluss und damit eine wirtschaftliche Fertigung des Werkstückes mit der optimalen bzw. geforderten Oberflächenqualität. Die wichtigsten Winkel am Schneidkeil nennt man Spanwinkel, Keilwinkel und Freiwinkel.
Schneidwerkzeuge werden aus verschiedensten Schneidstoffen hergestellt.
In der heutigen, modernen, hochleistungsorientierten Zerspanung kommen die traditionellen Werkzeuge aus Werkzeugstahl und Schnellarbeitsstahl (HSS / HSCO / HSS-E / PM HSS-E) immer weniger zum Einsatz.
Hartmetalle, häufig mit Beschichtungen (TiN / TiAIN / TiCN) versehen, sowie superharte Schneidstoffe (Polykristalliner Diamant / Polykristallines kubisches Bornitrid / Cermet / Keramik) sind die Schneidstoffe, mit denen aktuell zerspant wird.
Die Vielzahl neuer Zerspanungswerkstoffe, die zum Teil extrem abrasiv sind, kann durch die superharten Schneidstoffe wieder wirtschaftlich bearbeitet werden.
Dabei wird die Zeit zwischen dem Anschliffen oder Zeit zwischen dem Austausch der Schneidwerkzeuge als Standzeit bezeichnet.
Abstechmeißel, Trennscheiben und Ähnliches dienen der zerteilenden Fertigung.
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