Die Bayerische Polizei ist die Länderpolizei des Freistaates Bayern mit ca. 36.000 Dienstkräften.
Die Aufgaben und Befugnisse sind im ''Gesetz über die Aufgaben und Befugnisse der Bayerischen Staatlichen Polizei (PAG) sowie in den Vollzugsbestimmungen zum PAG'' (VollzBekPAG) normiert.
Die Bayerische Polizei verfügt unter anderem über folgende Spezialeinheiten:
Die Aufklärungsquote betrug im Jahre 2005 65,9 %, was 5483 Straftaten pro 100.000 Einwohner entspricht.
Das Budget der bayerischen Polizei belief sich im Jahr 2004 auf 2,264 Mrd. €. 2005 waren es 2,280 Mrd. €, im Jahr 2006 sind 2,307 Mrd. € eingeplant.
Die Mitarbeiterzeitung heißt Bayerns Polizei, die vom Bayerischen Staatsministerium des Innern herausgegeben wird.
Die Zuständigkeitsbereiche der Flächenpräsidien orientieren sich jeweils an den bayerischen Regierungsbezirke. Ausnahmen sind hierbei das PP Niederbayern/Oberpfalz, das für zwei Regierungsbezirke zuständig ist, und das PP München.
Insgesamt besteht die Bayerische Polizei aus 33 Polizeidirektionen (PD), vier Kriminalpolizeidirektionen (KD), zwei PD Spezialeinheiten (PDSE) und einer Wasserschutzpolizeidirektion (WSP/D).
Diesen unterstehen wiederum insgesamt 245 Polizeiinspektionen (PI) mit fünf Fahndungsinspektionen (PIF), 33 Polizeistationen (PSt), 31 Kriminalpolizeiinspektionen (KPI) mit sieben Kriminalpolizeistationen (KPS), 32 Verkehrspolizeiinspektionen (VPI) mit 11 Autobahnpolizeistationen (APS), 6 Grenzpolizeiinspektionen (GPI) und 11 Wasserschutzpolizeidienststellen (WSP), wobei einige reguläre PIs saisonal auch Wasserschutzpolizeiaufgaben übernehmen.
Die Bayerische Bereitschaftspolizei ist in sieben Bereitschaftspolizeiabteilungen mit 28 Hundertschaften (BPH/AS) unterteilt. Für die Polizeiausbildung und die Lehrgangsprüfung wird einerseits die dreibändige Loseblattsammlung, 6200 Seiten umfassende Vorschriftensammlung für die Polizeiausbildung in Bayern (VSPA) als Quellenapparat verwendet. Dieser wird vom Bayerischen Staatsministerium des Innern herausgeben. Die Schriftführung besorgt das Prüfungsamt der Bayerischen Bereitschaftspolizei. Die VPSA ist zugelassenes Prüfungshilfsmittel bei Laufbahnprüfungen. Sie erscheint im Boorberg-Verlag *. Als Alternative dazu ist auch Polizeifachhandbuch (Ausgabe Bayern) mit fünf Bändern und einem Umfang von ca. 4500 Seiten in Benutzung. Das Handbuch erscheint im Verlag Deutsche Polizeiliteratur GmbH *.
Die Landespolizei, prinzipiell zuständig im gesamten Freistaat Bayern, sowie die Gemeindepolizeien. Gemeinden mit über 5.000 Einwohnern wurde gestattet, eigene Polizeien aufzustellen. Weiterhin entstanden die Bayerische Grenzpolizei, das Landeserkennungsamt (später Bayerisches Landeskriminalamt) sowie eine Landpolizeischule. So gliederte sich die Polizei in 1900 Polizeistationen der Landespolizei und 150 Gemeindepolizeien auf.
1951 stellte man fest, dass sich die Trennung der Landes- und Gemeindepolizei aufgrund von Problemen in der Zusammenarbeit nicht bewährte. So wurde den kreisangehörigen Gemeinden im Polizeiorganisationsgesetz von 1951 angeboten, auf Antrag die bestehenden Gemeindepolizeien in die Landespolizei einzugliedern. Ab 1968 erstreckte sich dieses Angebot auch auf kreisfreie Gemeinden, was zur Folge hatte, dass bald darauf nur noch 33 von ehemals 150 Gemeindepolizeien existierten. Am 16. August 1951 wurde die erste Einheit der Bayerischen Bereitschaftspolizei im Kloster Rebdorf bei Eichstätt aufgestellt.
1970 begann die Umstrukturierung der Polizei in regionale Schutzbereiche. Es wurden Polizeidirektionen für die einzelnen Bereiche gebildet, die den heute noch 7 bestehenden Präsidien (siehe oben) unterstehen. Ziel dieser Neuorganisation war es, Schutz- , Verkehrs- und Kriminalpolizei in einer Ebene zusammenzufassen und leistungsstärkere Organisationseinheiten einzurichten. Ec 135.jpg (D-HBYA)]] 1971 wurde die erste Polizeihubschrauberstaffel der Bayerischen Polizei aufgestellt. Am 1. Oktober 1975 erfolgte die endgültige Verstaatlichung der Bayerischen Polizei; an diesem Tag wurde als letzte Gemeindepolizei die Stadtpolizei München in die Bayerische Landespolizei (PP München) eingegliedert.
1996 wurde die Bayerische Grenzpolizei aufgelöst und in die Landespolizei eingegliedert. Vereinzelt blieben Grenzpolizeiinspektionen bestehen, die aber nicht mehr eigenständig organisiert sind. Im November 1996 tritt die Bayerische Polizei erstmals im Internet auf.
2005 erfolgte eine Umstrukturierung der regionalen Schutzbereiche. Es wurde auf die Ebene der Polizeidirektionen verzichtet, die Arbeit (vor allem die der Einsatzzentrale) der PD's übernimmt nun das Polizeipräsidium sowie die Polizeiinspektionen. Diese Reform wurde probeweise beim PP Unterfranken umgesetzt, Ende 2006 soll sie auf ganz Bayern ausgedehnt werden.
2006 wird unter anderem in München und Nürnberg die Fußball-Weltmeisterschaft ausgerichtet. Dies ist seit 1972 eine der größten Herausforderungen der Bayerischen Polizei; niemand möchte eine Wiederholung des Olympia-Attentats oder andere Terrorakte erleben. Dem Polizeipräsidium München wurden hierfür 40 Einsatzhundertschaften zugesichert.
Der Polizei arbeitet in München, Nürnberg, Ingolstadt und Deggendorf die Sicherheitswacht zu.
Die Einsatzfahrzeuge stammen vorwiegend von Audi und BMW, wobei einige zivile Fahrzeuge von Volkswagen, Opel und DaimlerChrysler stammen. In der Bereitschaftspolizei werden als (Halb-)Gruppenfahrzeuge VW-Busse und Ford-Transporter eingesetzt, Führungsfahrzeuge sind meist BMW oder Opel. Seit Jahresbeginn 2006 werden viele Streifenwagen über die BMW Leasing GmbH geleast. Alleine in der ersten Jahreshälfte 2006 waren dies über 800 Fahrzeuge (meist Modelle der 3er-Reihe).
Alle Polizeivollzugsbeamten wurden bis 2001 mit beschusshemmenden Westen ausgestattet, die nun aufgrund qualitativer Mängel wieder ausgetauscht werden müssen; gleichzeitig wurde der Hersteller gewechselt. Neu eingestellte Beamte werden von vorne herein mit anderen Westen der Firma Mehler ausgestattet.
Die Bayerische Polizei unterhält ein Intranet (mit Zugriff auf Extrapol) sowie das Informationssystem der Bayerischen Polizei (IBP).
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