BayernLB.jpg Die BayernLB (bis 2005 "Bayerische Landesbank") in München ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Den früheren Firmenzusatz "Girozentrale" hat sie abgelegt. Sie ist durch ein Landesgesetz vom 27. Juni 1972 gegründet worden, das den Zusammenschluss der Bayerischen Gemeindebank –Girozentrale – und der staatlichen Bayerischen Landesbodenkreditanstalt geregelt hat. Die Landesbank ist Hausbank des Freistaates Bayern und Zentralbank für die bayerischen Sparkassen. Mit Ausnahme der Führung von Spareinlagen betreibt das Institut als Universalbank alle Arten von Bankgeschäften.
Mit einer Konzernbilanzsumme von 333 Milliarden Euro (Ende 2004) ist Bayerns Landesbank das siebtgrößte deutsche Kreditinstitut. Ihr satzungsmäßiges Grundkapital von 1.738,5 Millionen Euro ist mit 1.585 Millionen Euro einbezahlt. Die Bank gehört zur Sparkassen-Finanzgruppe und ist Mitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes.
In ihrer Geschäftsbankenfunktion bietet sie ihren Kunden die gesamte Dienstleistungspalette im Privat-, Industrie-, Beteiligungs- und Auslandsgeschäft an. Dazu gehören auch Wertpapierhandel und Vermögensverwaltung. Das mittel- und langfristige Emissionsgeschäft wird besonders gepflegt. Die Bank refinanziert sich dabei durch die Ausgabe von Schuldverschreibungen und Anleihen aller Art und gehört deshalb im Bundesgebiet zu den bedeutenden Emissionsinstituten.
Als Staats- und Kommunalbank ist die BayernLB dem Freistaat Bayern und seinen Kommunen durch eine umfassende kredit- und finanzwirtschaftliche Beratung bei der Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben zu Diensten. Sie betreut Anleiheemissionen, andere Finanztransaktionen und Förderprogramme des Bundeslandes. Die Sparkassen werden durch ihre Clearingfunktion im Zahlungsverkehr sowie beim Wertpapierdienstleistungs- und dem Auslandsgeschäft von der Bank unterstützt. Bei Konsortial- und Körperschaftskrediten können sie auf die Erfahrung ihres Zentralinstituts zählen.
Da nunmehr Eigentümer der Bank nicht mehr die öffentliche Hand ist, sondern die BayernLB Holding AG, ist eine quasi unbegrenzte Sicherheit für Einleger im Insolvenzfalle weggefallen. Es ist davon auszugehen, dass die Bank ihre langjährig hervorragende Einstufung, teilweise mit "AAA" (also quasi "risikolos"), durch die internationalen Ratingagenturen einbüßt. Deshalb wird sie ihren Geldgebern einen gewissen Risikoaufschlag zu den Zinsen zahlen müssen, den sie von ihren Kreditkunden erwirtschaften muss.
Für den Wegfall der Gewährträgerhaftung gelten Übergangsfristen bis mindestens zum 18. Juli 2005. Spätestens zum 31. Dezember 2015 fällt die herkömmliche Regelung auch für langlaufende Verbindlichkeiten vollends weg.
Auch die zunehmende Schieflage des Geldinstituts bei Finanzierungen an die Gruppe des Medienzaren Leo Kirch wurde mit dem politischen Vorsatz, München zum bundesdeutsch bedeutsamsten Medienstandort zu machen, in Zusammenhang gebracht. 1997 beschloss die Bank die Einstellung des Geschäftes mit Aktienkrediten, nachdem ihre Filiale in Singapur dubiosen malaysischen Kreditnehmern aufgesessen war. Die Kreditgewährungen in Asien sollen zu einem Schaden von 800 Millionen Euro geführt haben während der möglicherweise nutzlose Ankauf einer kroatischen Bank lediglich 80 Millionen an Kosten verursachte.
Im Jahr 2002 wurde die Kirch-Gruppe endgültig insolvent. Deren größter Gläubiger war mit rund 2 Milliarden Euro die Landesbank. In der Folge musste die Risikovorsorge der Bank erheblich verstärkt werden.
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