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Die Bayerische Akademie der Wissenschaften mit Sitz in München ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, in die Wissenschaftler und Gelehrte berufen werden, die durch ihre Forschungen zu einer wesentlichen Erweiterung des Wissensbestandes ihres Fachs beigetragen haben. Allgemeines Ziel der Akademie ist es interdisziplinäre Begegnungen, Kontakte und Zusammenarbeit von Vertretern der verschiedenen Forschungsgebiete zu fördern. Die Akadamie betreibt darüber hinaus das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in München, an dem über 100 Mitarbeiter beschäftigt sind. Das LRZ ist das zentrale Rechenzentrum der beiden Münchner Landesuniversitäten, der Akademie und der Fachhochschulen München und Rosenheim. Es betreibt Hoch- und Höchstleistungsrechner und das Münchner Wissenschaftsnetz.

Geschichte


Die Akademie wurde 1759 von Kurfürst Maximilian III. Joseph gegründet. Die Gründung ist insbesondere dem Hofrat Johann Georg Lori (1723-1787) zu verdanken, dem Gründer der Bayerischen Gelehrten Gesellschaft. Ursprünglich teilte sich die Akademie in zwei Klassen, eine Historische und eine Philosophische, wobei Philosophie im damaligen Wissenschaftsverständnis auch Mathematik und Physik umfasste.

Untergebracht war die Akademie seit 1783 im Wilhelminum, dem ehemaligen Kollegiengebäude des Jesuitenordens an der Neuhauser Straße in München. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Akademie, da das Wilhelminum im April 1944 den Bomben zum Opfer gefallen war, im Nordostflügel der Münchner Residenz untergebracht. Das Domizil konnte im Jubiläumsjahr 1959 bezogen werden.

Mitglieder


Die Zahl der ordentlichen Mitglieder ist auf 45, die der korrespondierenden Mitglieder auf 80 in jeder Klasse beschränkt. Bei der Beschränkung werden ordentliche Mitglieder, die das 70. Lebensjahr überschritten haben, allerdings nicht eingerechnet, so dass in der Regel um die 120 ordentliche Mitglieder vorhanden sind.

Die Akademie hatte im Laufe ihrer Geschichte zahllose bedeutende Mitglieder, darunter Johann Wolfgang von Goethe, die Gebrüder Grimm, Theodor Mommsen, Alexander und Wilhelm von Humboldt, Kurt Sethe, Max Planck, Otto Hahn, Albert Einstein, Max Weber, Werner Heisenberg und Adolf Butenandt.

Präsidenten


Erster Präsident war der Vorsitzende des Münz- und Bergwerkskollegiums Graf Sigmund von und zu Haimhausen.

Das Amt des Präsidenten bekleideten unter anderen Friedrich Heinrich Jacobi, Friedrich Wilhelm von Schelling, Justus von Liebig, Ignaz von Döllinger, Max von Pettenkofer und Walther Meißner.

Aktueller Präsident ist Prof. Dr. Dietmar Willoweit, sein Vorgänger war Prof. Dr. Heinrich Nöth.

Kommissionen der Akademie


Zur Durchführung langfristiger Vorhaben bildet die Akademie Kommissionen. In den im Moment 39 Akademiekommissionen sind über 300 Mitarbeiter beschäftigt.

Kommissionen der Mathematisch-naturwissenschaftlichen Klasse

Kommissionen der Philosophisch-historischen Klasse

Auswahl:
  • Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • Kommission für bayerische Landesgeschichte mit Institut für Volkskunde
  • Kommission für die Herausgabe des Thesaurus linguae Latinae
  • Kommission für die Herausgabe eines mittellateinischen Wörterbuchs
  • Kommission für Mundartforschung
  • Kommission für zentral- und ostasiatische Studien
  • Musikhistorische Kommission

Klassenübergreifende wissenschaftliche Arbeitsgruppen

  • Wissenschaftliches Komitee für Gebirgsforschung
  • BAdW Forum Technologie - Ständiger Ausschuss für Ingenieur- und Angewandte Naturwissenschaften

Preise

  • Max-Weber-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften. Der Preis wird jährlich vergeben.

  • Arnold-Sommerfeld-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. Der Preis wird jährlich vergeben.

Anschrift


Bayerische Akademie der Wissenschaften
Marstallplatz 8
80539 München
Tel. 089-23031-1141

Siehe auch


Weblink


  • http://www.badw.de/

Akademische Bildung | München (Landkreis) | Bildung und Forschung in München | Körperschaft des öffentlichen Rechts

Bavarian Academy of Sciences and Humanities

 

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