Als Bauchhöhle (englisch: abdominal cavity, lateinisch: cavitas abdominalis) wird jener unterhalb des Zwerchfells liegende Raum verstanden, in dem die Bauchorgane eng zusammen liegen. Nach vorne und seitlich wird er durch die Bauchwand, nach hinten durch das Retroperitoneum und nach unten durch das Becken bzw. den Beckenboden abgegrenzt.
Ausgekleidet wird die Bauchhöhle durch das Bauchfell (Peritoneum), das als parietales Peritoneum (Peritoneum parietale) deren Außenwände auskleidet und sich als viszerales Peritoneum (Peritoneum viscerale) auf die Bauchorgane bzw. Beckenorgane fortsetzt und diese zu einem großen Teil überzieht.
Als „abnormer Inhalt“ der Bauchhöhle werden vermehrter Flüssigkeitsgehalt (Aszites), Blut (Hämaskos) und Gas (Pneumoperitoneum) bezeichnet. Durch eine Perforation der Magenwand kann Mageninhalt, durch eine Perforation des Darms Darminhalt bzw. Kot in die Bauchhöhle gelangen.
Durch das Gekröse des Querdarms (das Mesocolon des Colon transversum) wird die Bauchhöhle in den Ober- und Unterbauch geteilt. Mesocolon, Mesenterium und andere Bauchfellduplikaturen unterteilen die Bauchhöhle in mehrere spaltförmige Räume, sog. Bauchfellnischen oder -taschen:
Da bei einer Abdominalschwangerschaft im Gegensatz zur Eileiterschwangerschaft die Raumbegrenzung keine wesentliche Rolle spielt, sind hier Warnsymptome sehr unterschiedlich ausgeprägt und damit uncharakteristisch. Wohl stirbt auch hier die Frucht in den allermeisten Fällen in unterschiedlichen Stadien der Entwicklung ab, allerdings gibt es auch Fallberichte über ausgetragene Bauchhöhlenschwangerschaften, die mittels Kaiserschnitt entbunden wurden.
Nachdem die Frühsymptome in aller Regel denen der Frühschwangerschaft entsprechen, wird durch die in den letzten Jahren verbesserten Diagnosemöglichkeiten heutzutage auch eine Bauchhöhlenschwangerschaft schneller erkannt. Da das Überlebensrisiko für die Schwangere größer ist als die Überlebenswahrscheinlichkeit der Frucht, wird eine Bauchhöhlenschwangrschaft ebenso wie die übrigen Formen der Extrauteringravidität entweder chirurgisch (laparoskopisch, seltener offen chirurgisch) oder medikamentös (Methotrexat) beendet.
Der ICD-10-Code für die Diagnose Bauchhöhlenschwangerschaft lautet "O00.0" (Oh-Null-Null-Punkt-Null).
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