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Batu Khan oder auch Batu der Prächtige (12051255) war als Sohn Jochis und Enkel Dschingis Khans ein mongolischer Teilherrscher, Khan der Goldenen Horde.

Batus Brüder waren u.a. Orda, Berke Khan und Shibani. Er war der Onkel des Noqai und mit Borakchin Khatun verheiratet. Seine Kinder waren Sartaq Khan, Ulaqchi und Toqoqan.

Namensherkunft


Wie Batu mit „bürgerlichen Namen“ hieß, wissen wir nicht. Der Name Batu dürfte sich jedoch vom turko-mongolischen Titel Batur oder Bataar (Held) ableiten.

Geschichte


Batu Khan besiegte 1238 den russischen Großfürsten Jurij II. von Wladimir-Susdal (den Onkel von Alexander Newski) am Sit, einem Nebenfluss der Mologa, eroberte sämtliche russische Städte mit Ausnahme von Nowgorod, 1240 auch das nominelle Staatszentrum Kiew. Analog dazu drang eine weitere Armee gegen die Kiptschaken der Khane Batschman († 1238) und Kotjan († 1241) vor.

Im Jahre 1241 fielen die Tartaren unter Batu, seinem General Subotai, Batus Bruder Shibani und anderen in Ostmitteleuropa ein. Sie eroberten Krakau und Sandomir und schlugen am 9. April in der Schlacht bei Wahlstatt unter Baidar (Peta) ein vereinigtes deutsch-polnisches Ritterheer unter Führung von Herzog Heinrich dem Frommen von Schlesien. Das Hauptheer unter Batu, Subotai und Shibani zog über die Karpaten in die ungarische Tiefebene und schlug ebenfalls im Jahre 1241 die Ungarn unter König Bela IV. am Sajó nahe dem Zusammenfluss mit dem Hernád bei Muhi, einem Ort ca. 15 Kilometer südlich von Miskolc. Sie erreichten die Adria und Wiener Neustadt, bevor sie aufgrund des Todes des Großkhans Ugedai und der nachfolgenden Thronstreitigkeiten umkehren mussten.

Bei seiner Rückkehr in die Steppe begründete Batu im Wolgagebiet die Blaue Horde.

Batu Khan setzte 1252 auch Alexander Newski als russischen Großfürsten ein. Er war neben dem Khan in der Mongolei die einflussreichste Person im Mongolenreich, bestimmte so 1251 die Wahl Möngke Khans auf den Thron des Mongolenreiches. Die Mongolen hätten gerne ihren erfolgreichsten Feldherrn zum Khan gehabt und boten Batu die Khaganwürde an, aber der lehnte zugunsten seines Vetters Möngke ab.

Batu verstarb 1255 und als Nachfolger wurden seine Söhne Sartaq und Ulaqchi eingesetzt. Doch kurze Zeit später konnte deren Onkel, Berke Khan der Moslem, die Macht an sich reißen.

Siehe auch: Geschichte der Mongolen

Khan | Militärperson (Mongolisches Reich) | Mann | Geboren 1205 | Gestorben 1255

Бату хан | Batu Khan | Batu-khaan | Batu-kaani | Batu | באטו חאן | Batu | バトゥ | Batijus | Batu-chan | Batu Khan | Batu Khan | Батый | Batí xan | Батий | 拔都

 

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