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Eine elektrische Batterie ist eine Galvanische Zelle oder eine Kombination (Zusammenschaltung) mehrerer gleicher Zellen in gemeinsamem Gehäuse. Ursprünglich bezeichnete Batterie nur die Zusammenschaltung mehrerer Zellen, jedoch hat sich die Wortbedeutung im Sprachgebrauch entsprechend erweitert. Eine einzeln verwendete Zelle heißt zur Verdeutlichung auch Monozelle. Wiederaufladbare Batterien werden als Akkumulator bezeichnet.

Grundlagen


Die Elektrodenmaterialien legen die Nennspannung der Zelle fest. Höhere Spannungen erhält man durch ein Hintereinanderschalten (Reihenschaltung) mehrerer Zellen.

Die Kapazität einer Batterie wird als theoretisch entnehmbare Ladungsmenge in Amperestunden (Einheit: Ah) angegeben (im Gegensatz zu einem Kondensator, wo sie in Ladung pro Spannung gemessen wird).

Vorwiegend aus Marketinggründen ist die Kapazität bei nicht wiederaufladbaren Batterien nicht angegeben und findet sich nur in den Datenblättern der Hersteller.

Die Batteriekapazität lässt sich bei einem Entladevorgang nach einer vorgegebenen Norm messen.

Schaltzeichen_batterie.png
Schaltzeichen
für Batterie
Die entnehmbare Kapazität hängt vom Entladestrom und der Entladespannung der Batterie ab. Es sind verschiedene Entladeverfahren üblich, u.a.: Entladung mit konstantem Strom, Entladung über konstanten Widerstand oder Entladung mit konstanter Leistung. Je nach Entladeverfahren weist die Batterie eine andere Kapazität auf. In einer sinnvollen Angabe der Nennkapazität müssen daher Entladestrom und Entladeschlussspannung mit aufgeführt werden.

Generell nimmt die entnehmbare Kapazität einer Batterie mit zunehmendem Entladestrom ab. Grund hierfür sind sowohl die zunehmenden Verluste am Innenwiderstand der Batterie als auch die Tatsache, dass die chemischen Prozesse in der Batterie mit begrenzter Geschwindigkeit ablaufen. Die Verringerung der entnehmbaren Kapazität mit zunehmendem Entladestrom ist stark vom Typ der Batterie abhängig.

Die im praktischen Gebrauch entnehmbare Ladungsmenge hängt ab vom Batterietyp, der Höhe des Entladestroms, der Restspannung bei Entladungsende, des Batteriealters und der Temperatur (Siehe auch Energiedichte).

Die Batteriekapazität oder der Maximalstrom bei gegebener Spannung lassen sich durch größer gebaute Zellen erhöhen. Ein Parallelschalten von Zellen zur Kapazitätserhöhung könnte demgegenüber zur gegenseitigen Entladung führen, da sich einzelne Zellen in ihrer Leerlaufspannung etwas unterscheiden, so dass Ausgleichsströme zwischen den Zellen fließen würden.

Alle Batterien unterliegen bei Lagerung einer gewissen Selbstentladung, abhängig vom Batterietyp und der Lagerungstemperatur: Je niedriger die Temperatur, desto weniger Selbstentladung findet statt. Akkus verlieren ihre Ladung relativ schnell. Zink-Luft-Batterien für Hörgeräte sind hingegen am haltbarsten, weil sie nur unter Luftzufuhr Strom liefern - und die Öffnungen an der Batterie sind während der Lagerung mit einem Kunststoffkleber verschlossen.

AA battery adapter.jpg In Deutschland regelt die Batterieverordnung die Rücknahme und Entsorgung von Batterien. Sie legt unter anderem fest, dass in Deutschland keine Batterien oder Zellen mit einem Quecksilbergehalt von mehr als 0,0005 Gewichtsprozent in den Verkehr gebracht werden dürfen. Bei Knopfzellen darf der Quecksilbergehalt nicht über 2,0 Gewichtsprozent liegen. Auch Alkali-Mangan-Batterien enthalten heutzutage kein Quecksilber mehr, während es in den ersten Baureihen noch zum Amalgieren des Elektrodenmaterials erforderlich war. Siehe auch Batterierecycling.

Nicht jeder Batterietyp ist in jedem Land erhältlich. Deshalb gibt es insbesondere Flachbatterie-Adapter, welche drei AA-Batterien zu je 1,5 V aufnehmen. Der Adapter lässt sich dann überall dort verwenden, wo auch eine Flachbatterie hineinpasst. Nützlich sind Adapter auch, weil es bis jetzt keine wiederaufladbaren Flachbatterien gibt.

Typen-Variationen


Handelsübliche Batterien gibt es in zahlreichen Varianten sowohl nach dem zugrunde liegenden chemischen Redoxsystem als auch nach den elektrischen Werten oder der geometrischen bzw. konstruktiven Bauform. Von den nachfolgend aufgeführten Bezeichnungen können mehrere zusammen einen Batterietyp beschreiben, z. B. "Alkali-Mangan-Batterie – LR 6/AM-3 – AA – Mignon". Oft wird aber nur ein bestimmtes Merkmal gefordert, z. B. die Größe "AA" für eine speziell darauf abgestimmte Taschenlampe. Von einer Trockenbatterie spricht man, wenn der Elektrolyt, z.B. durch Eindickung, nicht flüssig vorliegt. Dadurch wird die Batterie in beliebiger räumlicher Orientierung, also insbesondere für transportable Anwendungen, einsetzbar.

Einsatzbereiche

Nach dem Einsatzgebiet gibt es folgende Begriffe und Zuordnungen:

Primärzellen

Primärzellen sind galvanische Zellen, die nach der Entladung nicht wieder neu aufgeladen werden können. Die verschiedenen Typen werden nach den eingesetzten Materialien bezeichnet:

Sekundärzellen

Sekundärzellen oder Akkumulatoren sind galvanische Zellen, die nach der Entladung wieder aufgeladen werden können. Verbreitete Typen werden ebenfalls nach den verwendeten Materialien bezeichnet:

Baugrößen

Batterien.JPG | Neunvalkalirp.jpg im Querschnitt]] Als Gerätebatterien werden häufig die elektrischen Batterien bezeichnet, die sehr verbreitet im Alltag für die Energieversorgung von Elektrokleingeräten wie Uhren, Radios, Spielzeug, Taschenlampen u.ä. und auch in fest installierten Geräten wie Brandmeldern verwendet werden.

Gerätebatterien müssen kompakt, lageunabhängig einsetzbar, leicht und trotzdem mechanisch widerstandsfähig sein. Sie dürfen bei normaler Lagerung und Verwendung im Gerät weder auslaufen noch gasen. Sie sind in einer Vielzahl von Ausführungen auf der Basis von Zink-Kohle- oder Alkali-Mangan-Batterie im Handel erhältlich. Ihre Bezeichnung folgt den von der IEC festgelegten Leistungsklassen und den von der ANSI genormten Baugrößen:

IEC, geringe Leistung (C) IEC, höhere Leistung (KOH) ANSI Bezeichnung Größe Spannung (V) Kapazität (Ah) Zink-Kohle ca. Kapazität (Ah) Alkali-Mangan ca.
E96 LR 61 AAAA Mini Ø 8,3 mm, h 42,5 mm 1,5 V ? ?
R03/UM-4 LR 03/AM-4 AAA Micro Ø 10,3 mm, h 45 mm 1,5 V ? 0,9 - 1,25
R6/UM-3 LR 6/AM-3 AA Mignon Ø 14,3 mm, h 51 mm 1,5 V 0,75 - 0,92 2,2 - 2,85
R14/UM-2 LR 14/AM-2 C Baby Ø 27 mm, h 50 mm 1,5 V 1,3 ca 5,6
R20/UM-1 LR 20/AM-1 D Mono Ø 35 mm, h 62 mm 1,5 V 1,43 ca 9
UM-5 AM 5/LR-1 N Lady Ø 12 mm, h 30 mm 1,5 V ? ?
2R10   DuplexStabbatterie Ø 21,8 mm, h 74,6 mm 3,0 V ? ?
1203 LR 12/Flach J Flat Pack oder Flachbatterie l 67 mm, b 62 mm, h 22 mm 4,5 V (3 Zellen á 1,5 V) ? 2,1
F22/E-BlockE-Block/AM-61604D E-Block oder 9-V-Block l 48,5 mm, b 26,2 mm, h 17 mm9 V (6 Zellen á 1,5 V) 0,187 0,5 - 0,6

Neben diesen "Standardtypen" gibt es noch eine große Formenvielfalt bei produktspezifischen Batterien für z.B. Fotoapparate und bei Knopfzellen.

Siehe auch


Batterieseparator

Literatur


  • Lucien F. Trueb, Paul Rüetschi: Batterien und Akkumulatoren - Mobile Energiequellen für heute und morgen. Springer, Berlin 1998 ISBN 3-540-62997-1
  • David Linden, Thomas B. Reddy (Hrsg.): Handbook of Batteries. 3. Auflage. McGraw-Hill, New York 2002 ISBN 0-071-35978-8
  • DIN 40 729 Akkumulatoren - Galvanische Sekundärelemente - Grundbegriffe

Weblinks


Gerätebatterien

Batterie

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Versuch zur Herstellung einer (schwachen) Elektrizitätsquelle

Materiaien: Natriumhydrogensulfat, Kochsalz, Reagenzglas oder Becherglas, Lämpchen oder Elektromotor mit niedriger Spannung, Kupferdraht, Magnesiumdraht Durchführung: Fülle das Reagenzglas zu 3/4 mit Wasser. Gib nun 1 Spatel Natriumhydrogensulfat dazu und 4 Spatel Kochsalz. Stelle den Kupferdraht und das Magnesiumband in die Lösung. Schließe das Lämpchen oder den Elektromotor korrekt an. Das Lämpchen sollte zu leuchten beginnen oder der E-Motor sich zu drehen.

 

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