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Batman Begins ist eine US-amerikanische Comicverfilmung des Regisseurs Christopher Nolan aus dem Jahre 2005. Der Film versucht den Batman-Mythos auf realistische Weise neu aufzurollen und orientiert sich an keiner der anderen Verfilmungen. Erstmals ist Christian Bale in der Rolle des Titelhelden zu sehen. Das Publikum blieb nicht fern und verhalf dem Film zu einem zufriedenstellenden Einspielergebnis.

Handlung


Bruce Wayne muss als kleiner Junge die Ermordung seiner Eltern mit ansehen. Von Schuldgefühlen geplagt wächst er zu einem unglücklichen jungen Mann heran. Er zieht sich zurück und verbringt eine längere Zeit in Ostasien, wo er sich diverse asiatische Kampftechniken aneignet. Sein Rachedurst treibt ihn jedoch eines Tages wieder zurück nach Gotham City, wo er – gemeinsam mit seinem treuen Butler Alfred – sein Alter Ego Batman entwickelt.

Er nimmt den Kampf gegen den Mafia-Boss Carmine Falcone und den dubiosen Arzt Dr. Jonathan Crane auf und findet heraus, dass Dr. Crane eine Droge entwickelt hat, die die größten Ängste eines Menschen verstärkt. Hinter dem Plan steckt Waynes früherer Mentor Ra's Al Ghul, der auf diese Weise Gotham zerstören will.

Als die Gangster diese Droge in die Kanalisation einleiten und das Wasser mittels eines militärischen Gerätes zum Verdampfen bringen und damit eine Massenpanik auslösen, kommt es zum Kampf zwischen Batman und Ra's Gruppe, aus dem Batman als Sieger hervorgeht und die Ausbreitung des entstehenden Gases verhindern kann.

Am Ende erfährt Batman von dem befreundeten Polizisten Jim Gordon, dass kürzlich ein Mörder aufgetaucht sei, der bei seinen Opfern eine Joker-Spielkarte zurück lässt.

Entstehung


Nach Tim Burtons erfolgreichen Adaptionen blieb die Batman-Reihe unter der Regie von Joel Schumacher hinter den Erwartungen zurück. Warner Bros., die im Besitz der Rechte sind, sahen ihr Franchise in eine Sackgasse manövriert und zögerten, weitere Leinwandausflüge des Helden zu genehmigen. Erst nach dem ungeheuren Erfolg der X-Men und der Spider-Man-Reihe wollte Warner Bros. eines seiner stärksten Zugpferde wieder ins Rennen schicken.

Lange war man auf der Suche nach einem geeigneten Regisseur, der den Batman-Mythos neu von vorne aufrollen sollte. Man entschloss sich für Christopher Nolan, der nach Memento und Insomnia einen Ruf als Regisseur mit Tiefe erlangt hatte. Er sollte die Anfänge des "Schwarzen Ritters" erzählen, auf möglichst realistische Weise, ganz im Gegensatz zur vorherigen Reihe. Zusammen mit David S. Goyer entwickelte dieser ein Drehbuch. Warner Bros. war zufrieden und gab dem Independent-Regisseur größtmögliche künstlerische Freiheit.

Die Suche nach einem Batman-Darsteller gestaltete sich ziemlich schwierig und es kamen immer wieder neue Namen ins Gespräch. Letztendlich entschied man sich für Christian Bale, der in erster Linie als Charakterdarsteller gilt und dem Titelhelden die nötige Tiefe geben sollte. Neben ihm wurde ein Ensemble mit gutem Ruf engagiert, darunter unter anderem Morgan Freeman, Liam Neeson, Michael Caine und Gary Oldman.

Die neu entstehende Batman-Reihe basiert im wesentlichen auf der düsteren Comic-Reihe des Kult-Zeichners Frank Miller veröffentlicht unter dem Titel Batman: Year One. Der Zeichner Miller hatte damit auch maßgeblich Einfluss auf die Darstellung der düsteren Seite des Rächers aus Gotham City. Nicht zuletzt durch sein Werk Sin City ist Frank Miller auch weit über die Grenzen des Comic-Genres bekannt geworden und hatte auf eine Vielzahl von zeitgenössischer Comics Einfluss.

Einen kuriosen Zwischenfall gab es bei den Dreharbeiten zum Film. Während die Crew in Chigaco drehte raste ein Betrunkener in das Batmobil. Er geriet in Panik als er beim Anblick des Batmobils die Landung von Außerirdischen befürchtete.

Kritiken


Das Medienecho war insgesamt eher positiv. Viele Kritiker fanden Gefallen an der realistischeren Herangehensweise. Vor allem der Schwerpunkt auf Batmans Trauma und die Motive, die ihn dazu führen, als Fledermaus verkleidet gegen das Verbrechen zu kämpfen, wurden gut aufgenommen, wobei aber auch die Schwerfälligkeit kritisiert wurde, mit der diese Motive dargestellt werden. Letztlich sei aus dem Film ein "tumbes Action-Spektakel" geworden, das am Ende in einem "abstrusen Finale aus Bombast, Lärm und Getöse" ende (Der Spiegel). USA Today bewertete den Film als Enttäuschung für Fans von Christopher Nolan und einen Rückschritt für ihn nach dem Erfolg von Memento.

Auszeichnungen


Der Film wurde für viele Auszeichnungen nominiert, die bekannteste dürfte der BAFTA Award sein. Der hat Film hat dort gleich drei Gewinnchancen auf den BAFTA-Award 2006:
  • Best Achievement in Special Visual Effects
  • Best Production Design
  • Best Sound

MTV Movie Award 2006

  • ''Best Hero

Fortsetzung


Schon nach dem ersten Wochenende nach der Veröffentlichung entstanden Spekulationen über mehrere Fortsetzungen. Nach einhelliger Meinung soll Hauptdarsteller Christian Bale erneut in die Rolle des Batman schlüpfen, auch für Morgan Freeman und Michael Caine sieht man gute Chancen auf weitere Filme. Einzig Katie Holmes soll Gerüchten zufolge nicht wieder mit dabei sein. In einem Interview der Zeitschrift Cinema hat Christian Bale erklärt, dass er einen Vertrag über insgesamt drei Batman-Teile abgeschlossen habe und in den nächsten beiden Filmen der Joker und Harvey Dent (Two-Face) mitwirken werden. Des Weiteren wird über ein Wiederauftreten von Scarecrow und das Erscheinen des Serienkillers Zsasz, der in Batman Begins zwei kurze Cameo-Auftritte hat, in einer größeren Rolle spekuliert. Zur Zeit werden schon Gerüchte über die Rollenverteilung des nächsten Films laut. So heißt es z.B., das Sean Penn (Oscar für Mystic River), Jude Law oder Lachy Hulme den Joker und Jake Gyllenhaal Two-Face verkörpern sollen. Mittlerweile wurde bestätigt, dass Batman Begins 2 2008 in die Kinos kommen soll.

Literatur


  • Dennis O'Neil, Ralf Schmitz: Batman Begins (Buch zum Film), Heyne 2005, ISBN 3453500156
  • John J. Hill: Batman Begins: The Official Movie Guide, Time Inc Home Entertainment Juni 2005, ISBN 1932273441 (engl.)
  • Mark Cotta Vaz: Art of Batman Begins, Chronicle Books Juni 2005, ISBN 0811849481 (engl.)
  • Scott Beatty: Batman Begins: The Visual Guide, DK Publishing Juni 2005, ISBN 0756612330 (engl.)

Weblinks


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