Basra ( al-Basra) ist eine Stadt im Süden des Irak. Sie liegt am Schatt el Arab circa 100 Kilometer entfernt von dessen Mündung in den Persischen Golf und ist die wichtigste Hafenstadt des Landes.
Basra war ein florierendes Handelszentrum bis zur Besetzung durch das Osmanische Reich, wonach es an Bedeutung einbüßte.
Im Ersten Weltkrieg wurde der Hafen durch die britischen Besatzer modernisiert, worauf Basra zur wichtigsten Hafenstadt des Iraks wurde. Im Zweiten Weltkrieg war Basra wichtiger Umschlagplatz für Unterstützungsgüter der Westalliierten an Russland. Am Ende des Zweiten Weltkrieges hatte Basra 93.000 Einwohner.
1964 wurde die Universität von Basra gegründet.
1977 erreichte die Bevölkerungszahl circa 1,5 Millionen Einwohner, fiel dann aber wieder während des Ersten Golfkrieges zwischen dem Irak und dem Iran, möglicherweise auf bis zu 400.000 Einwohner. Im Ersten Golkrieg war Basra hart umkämpft, wurde mehrfach vom Iran beschossen, fiel aber nie in die Hände des Irans. Boat on Euphrates.jpg Im Zweiten Golfkrieg 1991 wurde Basra durch Luftangriffe der Alliierten erneut stark zerstört. Nach dem Krieg war Basra Zentrum der Revolte der südirakischen Schiiten gegen die sunnitischen Herrscher aus Bagdad. Der Aufstand brach am 02. März 1991 los und basierte auf dem Versprechen der Bush-Regierung Saddam zu stürzen. Nachdem die Aufständischen aber keine Unterstützung von den Alliierten erhielten, starben in Basra mindestens 3000 Menschen.
Im Dritten Golfkrieg 2003 war Basra erneut einer der wichtigsten Schlachtplätze. Britische Verbände halten seitdem die Stadt besetzt. Bei einem Angriff von Untergrundkämpfern in der südirakischen Stadt Basra am 23. August 2003 werden drei Angehörige der britischen Militärpolizei getötet. Damit wurden seit dem 1. Mai elf britische Soldaten im Kampf getötet.
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