Three point shoot.JPG Basketball ist eine Ballsportart für zwei Mannschaften mit je zwölf Spielern. Auf dem Spielfeld sind je Team fünf Spieler aktiv (Starting Five). Das Spiel wird von mindestens zwei Schiedsrichtern geleitet. Basketball ist eine der beliebtesten und verbreitetsten Sportarten der Welt. Basketball wird auf allen Kontinenten von Frauen und Männern aller Altersstufen, auch im Rollstuhl, gespielt.
Um zu verhindern, dass Zuschauer von der Galerie aus Korbwürfe beeinflussen können, wurde hinter dem Korb ein Brett montiert. Auf diese Idee kam er, als er Arbeiter einer Fabrik sah, die in ihrer Mittagspause mit einem Ball spielten, den sie durch eine an der Wand aufgehängte Obstkiste zu werfen versuchten. Die Schulsekretärin Lyons half Naismith bei der Erstellung der 13 Regeln. Das erste offizielle Basketballspiel fand am 20. Januar 1892 in Springfield statt. Innerhalb der beiden Spielhälften, mit einer Halbzeitpause von fünf Minuten, konnte ein Treffer erzielt werden. Trotz dieser niedrigen Trefferquote setzte sich das von James Naismith entwickelte Ballspiel in den USA durch.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bildeten sich zwei berühmte Mannschaften, die in den darauffolgenden Jahren in der Basketball Hall of Fame aufgenommen wurden. Die Buffalo Germans zählten zu den stärksten Mannschaften am YMCA. Im Jahr 1904 konnten die Germans bei den III. Olympischen Spielen in St. Louis die Goldmedaille gewinnen. Neben den Germans waren die Original Celtics einer der einflussreichsten Mannschaften. In den 1920er Jahren wurden die Germans und die Celtics durch andere Mannschaften wie die New York Renaissance oder die Cleveland Rosenblums abgelöst. Im Jahr 1925 wurde die American Basketball League (kurz. ABL) eingeführt, die in manchen Bereichen das Basketballspiel veränderte. Der Hühner bzw. Metalldraht wurde abgeschafft und durch Seile ersetzt. Desweiteren wurde das Backboard hinter den Körben offiziell eingeführt.
In den Anfangsjahren der ABL haben die Cleveland Rosenblums das Spiel dominiert. Sie konnten bis zu ihrer Auflösung im Jahr 1931 drei ABL-Titel gewinnen. John "Honey" Russell war der Playmaker der Mannschaft und bestritt in den nachfolgenden Jahren über 3200 Spiele. Neben den Cleveland Rosenblums war das afroamerikanische Team "New York Renaissance" eines der eindrucksvollsten Mannschaften der späten 1920er Jahre. Die Mannschaft wurde von Robert J. Douglas gegründet und spielte von 1923 bis 1949.
Im Jahr 1927 übernahm der amerikanische Unternehmer Abe Saperstein die "Savoy Big Five" und änderte den Namen in "Harlem Globetrotters" um. Am 27. Januar 1927 spielte dieses afroamerikanische Team in Hinkley, Chicago. Zu dieser Zeit war es afroamerikanischen Teams nicht gestattet in Professionellen-Ligen wie der ABL oder der NBL mitzuspielen. Deshalb spielten sie gegen College-Mannschaften und erzielten bei den Zuschauern positive Reaktionen. Dies liegt an der Spielweise, die sich damals sehr von den anderen Mannschaften unterschied. Die Zuschauer wurden durch die verschiedenen Tricks und Showeinlagen unterhalten. Am 27. September 2002 wurden die Globetrotters als eine von bisher fünf Mannschaften (Buffalo Germans, Original Celtics, The First Team, New York Renaissance) in die Basketball Hall of Fame aufgenommen.
Basketball wurde im Jahr 1936 bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin offiziell gespielt. Das Spiel wurde in zwei Spielhälften mit je 20 Minuten aufgeteilt und auf Tennisplätzen des Reichssportfeldes praktiziert. Im Finale konnte sich die amerikanische Nationalmannschaft mit einem Sieg von 19:8 gegen Kanada durchsetzen. Im darauffolgenden Jahr wurde die National Basketball League von drei Konzernen (Goodyear, Firestone, General Electric) gegründet. Zu den erfolgreichsten Mannschaften der NBL zählten die Firestone Non-Skids, Oshkosh All-Stars und Fort Wayne Pistons. Im Jahr 1949 wurde diese amerikanische Profi-Liga aufgrund finanzieller Probleme aufgelöst.
Am 6. Mai 1946 wurde die Basketball Association of America (kurz. BAA) gegründet. Walter Brown, der damalige Präsident der Boston Bruins, und Edward Gottlieb zählen zu den Gründungvätern dieser Liga. Die Philadelphia Warriors (später Golden State Warriors) gewannen die ersten Finals der Liga mit 4:1 Siegen gegen die Chicago Stats. Im Jahr 1949 wurde diese amerikanische Liga in "National Basketball Association" (kurz. NBA) umbenannt. Die bekanntesten Spieler der 1940er Jahre waren der Guard Bob Davies und George Mikan.
George Mikan (auch "The Franchise" genannt) hat die Entwicklung und Beliebtheit des Basketballs entscheidend geprägt. Er konnte die DePaul University in Chicago zum National Invitation Tournament-Titel führen und wurde an der Universität zweimal zum "Spieler des Jahres" ernannt. Der 2,08m große Center gewann mit den Minneapolis Lakers (später Los Angeles Lakers) bis 1954 fünf NBA-Titel und wurde zum besten Spieler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewählt. Grundsätzlich wird George Mikan oft als erster "Basketball-Superstar" bezeichnet.
Der amerikanische Unternehmer Fred Zollner hat als Eigentümer der Fort Wayne Pistons (später Detroit Pistons) viele Änderungen im Basketball-Bereich eingeführt. Seit dem Jahr 1952 wird seine Mannschaft mit einem Team-Flugzeug zu den Basketball-Spielen transportiert. Er half der BAA und NBA finanziell und war an wichtigen Regeländerungen (Wurfuhr) beteiligt. Am 1. Oktober 1999 wurde er als Förderer in die Basketball Hall of Fame aufgenommen.
In der Saison 1954/55 wurde die Siegesserie der Minneapolis Lakers durch die Syracuse Nationals (später Philadelphia 76ers) unterbrochen. Der Power Forward Dolph Schayes war für den Titelgewinn im Jahr 1955 und die NBA-Finals in der Saison 1949/50 sowie 1953/54 verantwortlich. Er konnte in 16 Saisons insgesamt 19247 Punkte erzielen und war seiner Zeit einer der besten Spieler. Neben Dolph Schayes waren Paul Arizin und Bob Cousy die stärksten Basketballspieler der ersten Hälfte der 1950er Jahre.
Paul Arizin spielte auf der Position des Small Forward für die Philadelphia Warriors. Er galt in den 1950er Jahren als einer der besten Scorer der Welt. In den Jahren 1952, 1956 und 1957 spielte er in dem All-NBA First-Team mit. Seit dem Jahr 1996 ist er unter den "50 besten Spielern der NBA" (NBA's 50th Anniversary) gelistet.
Am 23. April 1954 wurde in der NBA die 24-Sekunden-Regel (siehe 24-Sekunden-Uhr/Shot Clock) eingeführt, die das Spiel entscheidenend veränderte. Zuvor konnten die Angriffe einer Mannschaft beliebig lange dauern, wodurch der Punktestand immmer niedrig blieb. Danny Biasone, früherer Besitzer der Syracuse Nationals, gilt als Erfinder dieser Regel. Die 24-Sekunden-Uhr hat die Geschwindigkeit der Angriffe, den Punktestand und die Attraktivität des Spieles erhöht. Der ehemalige Coach und Schiedsrichter Charlie Eckman äußert sich folgendermaßen zur 24-Sekunden-Uhr: "Danny Biasone hat die NBA mit seiner Erfindung gerettet, daran besteht kein Zweifel" Zitat von Charlie Eckman: 100 Jahre Basketball; nachzulesen auf Seite 29 unter dem Punkt Dany Biasone: Revolution für das Spiel (2005)
In der Saison 1956/57 gewannen die Boston Celtics im siebten und letzten Spiel gegen die St. Louis Hawks (seit 1968 die Atlanta Hawks). Dies war der Grundstein für die darauffolgende Celtics-Dynastie, die nur in der Saison 1957/58 von den St. Louis Hawks unterbrochen wird. Die Boston Celtics zählten aufgrund ihrer herausragenden Spieler und dem Trainer Red Auerbach zu den dominantesten Mannschaften der 1960er Jahre. Das Spiel wurde von drei zukünftigen Hall of Famern angeführt: K. C. Jones, Tom Heinsohn und Bill Russell. K. C. Jones konnte mit Bill Russell in der Saison 1954/55 und 1955/56 die College-Meisterschaften gewinnen. Daraufhin nahmen sie an den Olympischen Sommerspielen 1956 in Melbourne teil und gewannen die Goldmedaille.
Bill Russell konnte in seiner Rookie-Saison (Anfangssaison) im Jahr 1958 mit den Celtics den zweiten NBA-Titel holen. Daraufhin wurde der 2,07m große Center zum Playmaker seiner Mannschaft und zu einem der besten Spieler seiner Zeit. Bis zu seinem Rücktritt nach der Saison 1968/69 konnte er zusammen mit den Celtics insgesamt elf NBA-Titel gewinnen. Außerdem ist er einer der wenigen Spieler, die mehr als 20'000 Rebounds in ihrer Karriere erzielten.
Red Auerbach wurde im Jahr 1950 zum Trainer der Boston Celtics ernannt. Er konnte mit dieser Mannschaft in den nächsten Jahren mehrmals die Playoffs und Finals erreichen. Erst mit den Rookies Bill Russell, K. C. Jones und Tom Heinsohn gewann er den ersten von insgesamt elf NBA-Titeln. Im Jahr 1980 wird er von der NBA zum besten Basketballtrainer der NBA-Geschichte ernannt.
Frauen-Basketball wurde 1976 Teil der Olympischen Sommerspiele. Einen sprunghaften Fortschritt in der weltweiten Wahrnehmung machte der Basketball 1992, als bei den Olympischen Spielen in Barcelona erstmals Profis zugelassen wurden und das amerikanische „Dream Team“ seinen legendären Siegeszug antrat.
Das so genannte Streetball ist eine Abwandlung des Basketballs. Es erfreut sich als Freizeitsportart immer größerer Beliebtheit. Im Unterschied zum klassischen Basketball wird hier meistens drei gegen drei auf nur einen Korb gespielt und es findet im Freien statt, wobei sich die Regeln zusätzlich noch vom "normalen" Basketball unterscheiden.
Zwei Jahre zuvor wurde die Sportart "Basketball" offiziell von dem Internationalen Olympischen Komitee anerkannt. Seit dem Jahr 1950 findet in eine zeitlichen Abstand von vier Jahren ein FIBA-Turnier für Männer statt. Im Jahr 1953 wurde dieses Event auch für Frauen eingeführt.
Im Jahr 1989 hat der Weltbasketballverband die Freigabe für professionelle Spieler erteillt. Seither vertreten internationale Basketballspieler wie Dwyane Wade oder Tim Duncan ihre Nationalmannschaft bei den Olympischen Sommerspielen.
Die NBA ist zur Zeit die populärste Basketball-Profiliga der Welt. Dreißig Mannschaften aus insgesamt sechs Divivisons (Atlantic, Central, Southeast, Northwest, Pacific, Southwest) spielen in der regulären Saison (Regular Season) um den Einzug in die Playoffs. In den Playoffs treten die sechszehn besten Mannschaften in einem K.-o.-System gegeneinander an (siehe NBA).
Aufgrund der wachsenden Popularität des Frauen-Basketballs wurde am 24. April 1996 die Women's National Basketball Association (kurz. WNBA) gegründet.
Die einzelnen Bundesländer sind jeweils in einem eigenen Landesverband organisiert:
Rollstuhlbasketball wird in mehr als fünfzig Ländern gespielt. Die International Wheelchair Basketball Federation ist der internationale Dachverband. Rollstuhlbasketball ist seit den Paralympics 1960 in Rom paralympische Sportart. Die deutschen Rollstuhlbasketballer sind im Deutschen Rollstuhl Sportverband (DRS) organisiert.
Der aktuelle Basketball ist etwa 600 - 650 g (Größe 7) schwer und besteht aus Gummi sowie Nylon-Fäden. Die Original-Bälle der NBA sind an der Vorderseite mit der Unterschrift des Commisionaren David Stern versehen. Die meisten Basketbälle werden von dem Sportartikel-Hersteller Spalding produziert. Spalding hat vor einigen Jahren den "Infusion-Ball" patentieren lassen, der eine eingebaute Mikro-Pumpe besitzt. Der Ball lässt sich nun durch das drehen der Mikro-Pumpe aufpumpen und verschließen.
Auch die Basketballschuhe haben sich seither verändert. Zunächst trugen die Spieler unpraktische Lederschuhe. In den 1980er Jahren wurden die ersten Stars durch Veträge mit Sportartikel-Herstellern wie Nike, Adidas, Puma oder Converse verpflichtet. In den letzten Jahren hat sich die beliebte Basketball-Marke And1 zum einem der Marktführer von Basketball-Bekleidung entwickelt. Aber auch die deutsche Firma k1x sichert sich mehr und mehr Marktanteile. Gerade auch durch die Kooperation mit NBA-Star Ron Artest, für den sie exklusiv Schuhe herstellt.
Basketball backboard and basket bitmap.png
Technische Fouls gibt es für technische Fehler und administrative Vergehen, wie z. B. zu viele Spieler auf dem Feld, Hängen am Ring, Stören des Gegners durch Gestik und Mimik (z.B. Klatschen während des Wurfversuchs) und Disziplinlosigkeit von Spielern und Trainern (z. B. Meckern).
Unsportliche Fouls gibt es, wenn der Foulende eine Verletzung des Gegners in Kauf nimmt oder eine offensichtliche Korbsituation ohne Aussicht, den Ball zu spielen, verhindert.
Disqualifizierende Fouls werden wegen grober Unsportlichkeit (Tätlichkeit, Beleidigung, etc.) ausgesprochen.
Hat der verteidigte Angreifer gerade keinen Ball, ist durchaus ein gewisses Schieben und Zerren erlaubt. Bei zwei Meter großen Spielern kann es auch schon mal recht heftig zur Sache gehen.
Hat der verteidigte Angreifer den Ball, sind die Möglichkeiten des Verteidigers eingeschränkter. Er darf den Angreifer nicht abdrängen. Er darf diesen nicht in seiner Bewegungsrichtung beeinflussen. Die einzige Möglichkeit, ihn am Vorbeidribbeln zu hindern, ist, "vor ihm im Weg zu stehen". Das Rückwärtslaufen steht dabei dem Stehen gleich.
Ein Angreifer ohne Ball begeht ein Foul, wenn er einen "bewegten Block"(moving pick) setzt. Stehende Blocks hingegen sind im Basketball erlaubt (im Gegensatz zum Fußball, wo das sogenannte "Auflaufenlassen" als Foul gewertet wird).
Ein weiterer Unterschied zum Verteidiger-Foul ist, dass Offensiv-Fouls keine Mannschaftsfouls, d.h. sie werden nicht zur Berechnung der Mannschaftsfoulgrenze herangezogen und nur dem Spieler persönlich angelastet. Daher kann der Verteidiger auch keine Freiwürfe bekommen, wenn er gefoult wird.
Zu beachten ist, dass es sich um eine persönliche Strafe handelt. Es wird also in voller Besetzung weitergespielt (5 gegen 5), nur, dass der "Ausgefoulte" nicht mehr spielen darf.
Grundsätzlich führt ein Foul beim Korbversuch zu Freiwürfen (2 oder 3, je nach Position des Gefoulten. Ausnahme: Der Gefoulte trifft trotzdem. Dann zählen die Punkte, und es gibt einen Bonusfreiwurf).
Ein Foul ohne Korbversuch führt grundsätzlich nicht zu Freiwürfen. Ausnahme: Ab dem 5. Mannschaftsfoul (defensive Fouls aller Spieler eines Teams pro Viertel, Foulgrenze) gibt es pro Foul grundsätzlich 2 Freiwürfe (früher gab es in dieser Situation 1 + 1 Freiwürfe, d. h., nur wenn der erste drin war, gab es einen zweiten).
Bekommt eine Mannschaft den Ball oder gab es einen Einwurf, so muss sie innerhalb von acht (bei 24 Sekunden) oder zehn Sekunden (bei 30 Sekunden Angriffszeit) den Ball in die gegnerische Hälfte bringen. Befindet sich ein Spieler, wenn er den Ball hat, einmal in der gegnerischen Hälfte (Vorfeld), darf der Ball danach die Mittellinie nicht wieder überschreiten und in die eigene Spielfeldhälfte (Rückfeld) gepasst oder gedribbelt werden. Ein Verstoß dagegen wird mit einem Einwurf der gegnerischen Mannschaft von der Seitenlinie her bestraft; dies nächst der Stelle, an der der Spieler den Ball im Rückfeld berührt. Ausnahme: Es ist kein Rückspiel, wenn ein Verteidiger den Ball ins Rückfeld der angreifenden Mannschaft zurücktippt (beim "Tippen" des Balles wechselt nicht der Ballbesitz) oder der Ball von einem angreifenden Spieler ins Rückfeld gepasst und von einem gegnerischen Spieler abgefangen wird (der Einwurf entfällt hier logischerweise, da der Ballbesitz sowieso wechselt).
Während eines Angriffs dürfen sich die Spieler der angreifenden Mannschaft nicht länger als drei Sekunden am Stück in der gegnerischen Zone (im Freiwurfraum) aufhalten; egal, ob der jeweilige Spieler im Ballbesitz ist oder nicht; wichtig ist nur, dass die eigene Mannschaft im Vorfeld im Ballbesitz ist. Hier ist aber anzumerken, dass kein Schiedsrichter mit der Uhr die drei Sekunden stoppt. Es wird nach Gefühl entschieden. Beispielsweise lässt kein Schiedsrichter vier Pässe in der Zone durchgehen. Insgesamt wird auf hochklassigem Niveau eher selten von dieser Regel Gebrauch gemacht.
Mittlerweile sind die Schiedsrichter angewiesen, den 3-Sekunden-Verstoß nicht zu ahnden, wenn ein Angreifer zwar mehr als drei Sekunden in der Zone steht, aber während dieser nicht aktiv ins Spiel eingreift (d.h. den Ball nicht zugepasst bekommt u.s.w.)
Ein Spieler darf beim Einwurf den Ball nur max. fünf Sekunden festhalten, bis er den Einwurf ausführt. Im Spiel muss er nach fünf Sekunden einen Korbwurf machen, anfangen zu dribbeln oder den Ball abgeben, wenn er nah bewacht wird.
Sollte eine dieser Regeln verletzt werden, so erhält die gegnerische Mannschaft den Ball durch Einwurf an der nächstgelegenen Auslinie.
Wenn zwei gegnerische Spieler den Ball gleichzeitig festhalten und keiner ihn unter die alleinige Kontrolle bekommen kann, wird abgepfiffen, und es kommt zu einer Sprungballsituation. In der NBA findet ein Sprungball in dem Kreis statt, der der Stelle, an der sich die beiden Spieler befinden, am nächsten liegt. In der BBL und allen anderen Ligen kommt es zum wechselnden Ballbesitz nach FIBA-Regeln, der mit einem Richtungspfeil am Kampfgericht angezeigt wird.
Nachdem er aufhört zu dribbeln, darf er noch zwei Schritte machen, bevor er passt oder auf den Korb wirft. Nachdem er den Ball aufnimmt, darf er nicht erneut mit den Dribbeln beginnen.
Es ist nur erlaubt, einen vom Gegner gezielt auf den Korb geworfenen Ball aus der Luft zu fangen oder zu Blocken, solange er sich im Moment der Aufwärtsbewegung befindet. Hat er bereits den Scheitelpunkt seines Fluges überschritten und befindet sich im Sinkflug, muss der Ball den Korb berühren, bevor er wieder frei spielbar ist. Etwas anderes gilt nur, wenn der Ball offensichtlich danebengeht. Anfangs gab es diese Regel nicht, und so gingen sehr groß gewachsene Spieler dazu über, sich unter den eigenen Korb zu stellen und alle Würfe abzufangen.
Eine weitere Form des Goal tending liegt darin, den Ball zu blocken, nachdem er das Brett berührt hat. Berührt ein Ball bei einem Korbwurf das Brett, ist er nicht frei, außer es ist offensichtlich, dass er danebengeht. Dabei ist es im Gegensatz zum Wurf ohne Brett egal, ob er sich noch in der Aufwärts- oder schon in der Abwärtsbewegung befindet.
Auch das Greifen ins Netz oder Schlagen ans Brett durch einen Verteidiger, der dadurch einen Korb verhindert, kann man im weiteren Sinne als Goal tending bezeichnen.
Folge von Goal tending ist, dass der angreifenden Mannschaft der Korbversuch als Korberfolg gewertet wird.
Bei der Mannverteidigung ist jedem Angreifer ein Verteidiger zugeordnet. Demgemäß wird ein freier Wurf von draußen schwieriger. Allerdings ist das Zentrum nicht voller Verteidiger, was den Zug zum Korb einfacher macht.
Schließlich gibt es noch Mischformen, die allerdings eher selten praktiziert werden. So könnte man bspw. mit vier Mann eine Zone spielen, während einer den gegnerischen Aufbauspieler Mann zu Mann verteidigt. Das bietet sich an, wenn der Gegner einen überragenden Spieler besitzt.
In Deutschland ist bei Juniorenspielen die Zonenverteidigung nicht gestattet. Bei Verstößen wird der Trainer vom Schiedsrichter ermahnt, jeder weitere Verstoß hat ein technisches Foul gegen den Trainer zur Folge.
Im Angriff gibt es zahlreiche Varianten. Oft werden sogenannte Systeme gespielt. Dabei handelt es sich um einen eingespielten Spielzug, in dem jeder Angreifer einen bestimmten Laufweg hat. Ziel ist es durch das Stellen von Blocks usw. einem Spieler einen freien Wurf zu ermöglichen.
Gegen eine Zonenverteidigung wird die angreifende Mannschaft versuchen eine Überzahlsituation auf einer Seite zu schaffen. Oder sie versucht viele Verteidiger auf eine Seite zu locken, um einen freien Spieler auf der anderen Seite zu erhalten.
Gegen eine Mannverteidigung kann der Angreifer versuchen, sich möglichst von dem ballführenden Spieler fernzuhalten. So bindet er seinen eigenen Verteidiger und ermöglicht dem Ballführenden eine 1 gegen 1 Situation.
Spielfeldbretter, auf welchen der Trainer in den Pausen Laufwege für Spielzüge aufzeichnet, sind sehr beliebt.
Eine Basketballmannschaft besteht aus fünf Feldspielern und bis zu sieben Auswechselspielern. Im Laufe der Entwicklung des Sports haben sich für die fünf Spieler spezielle Aufgabenbereiche herauskristallisiert. Neben dem körperlich größten Akteur, dem Center, agieren im Prinzip zwei Forwards (Flügelspieler) und zwei Guards (Aufbauspieler). Die Positionen sind durchnumeriert, vom kleinsten zum größten, als #1 (Point Guard) bis #5 (Center).
In der Regel spielen Basketballmannschaften mit jeweils 2 Guards und Forwards sowie einem Center. Es sind aber auch verschiedene andere Variationen möglich, z. B. der Einsatz von drei Guards (das sog. "Small Ball", da Guards überlicherweise die kleinsten Spieler sind), wie er häufig von den Detroit Pistons unter Chuck Daly praktiziert wurde oder aber das Spielen mit zwei Centern, wie es die Houston Rockets Mitte der 1980er taten und die San Antonio Spurs noch immer tun.
Siehe auch: Beachbasketball, Einradbasketball, Korbball, Korfball, Mini-Basketball, Netball, Rollstuhlbasketball, Show Basketball, Streetball, Wasser-Basketball, Streetbasketball
Grundsätzlich wird weltweit nach den jeweils gültigen FIBA-Regeln gespielt. In der NBA sind eigene Regeln gültig, die sich ebenfalls historisch entwickelt haben und die auf die besonderen us-amerikanischen Anforderungen des Profi-Sports (z. B. Unterbrechungen des Spiels für TV-Werbeeinblendungen) ausgerichtet sind. Bei internationalen Turnieren (z. B. Olympische Spiele), die unter der Kontrolle der FIBA ausgerichtet werden, müssen alle NBA-Profis sich dann ggf. auf die FIBA-Regeln umstellen.
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