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Der Basisindikatoransatz ist das einfachste Verfahren zur Ermittlung der notwendigen Gesamtkapitalanforderungen für operationelle Risiken von Kreditinstituten im Rahmen von Basel II. Alternative Verfahren sind der Standardansatz und die AMA.

Berechnung des Eigenkapitalbedarfs bei Nutzung des Basisindikatoransatz


Die Bank ist bei Nutzung des Basisindikatoransatz verpflichtet, zur Abdeckung des operationellen Risikos 15 % ihres durchschnittlichen jährlichen Bruttoertrags der vergangenen drei Jahre als Eigenkapital vorzuhalten.

Der Vorteil des Basisindikatoransatz liegt in der einfachen Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen. Jedoch ist der Eigankapitalbedarf bei Nutzung des Standardansatzes oder der AMA typischerweise niedriger. Diese Regel spiegelt die Tatsache wieder, dass der Verzicht auf fortgeschrittene Methoden des Risikomanagements zu erhöhten Risiken führt.

Theoretische Basis


Die Idee des Basisindikatoransatzes ist es, einen gewissen Prozentsatz Alpha eines Indikators mit Eigenkapital zu unterlegen. Dabei soll das Produkt aus Alpha und dem Indikator das operationelle Risiko widerspiegeln.

K= \alpha \cdot EI

  • K: Menge an vorzuhaltenden Eigenkapital
  • \alpha : Prozentsatz des Indikators, der das Exposure an operationellen Risiko messen soll
  • EI: Indikator

Als Indikator wird der Bruttoertrag verwendet, der jedoch nicht kausal mit dem Risikoexposure zusammenhängt. Außerdem muss das bilanzielle Zinsergebnis berücksichtigt werden.

Bankwesen | Risikomanagement (Bank)

 

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