Die Basilika San Francesco (Basilika des Heiligen Franziskus) liegt am westlichen Ende der Ortschaft Assisi, direkt am Hang des Gebirgszuges Monte Subasio. Dieser etwas abseits gelegene Bereich war einstmals der Ort, wo Hinrichtungen stattgefunden haben, im Volksmund auch Collo d'inferno (Höllenhügel) genannt.
Mit dem Bau der Basilika wurde im Juli 1228 begonnen, im Jahr der Heiligsprechung von Franziskus durch Papst Gregor IX., der den Bau der Grabeskirche des Heiligen angeregt hatte und am 17. Juli 1228 selbst den Grundstein legte. Der hl. Franziskus, der schon am 3. Oktober 1226 in Portiunkula verstorben war, wurde zunächst in der Kirche San Giorgio (an der Stelle der heutigen Grabeskirche Santa Chiara für die heilige Klara) beigesetzt.
Werke anderer Meister wie die von Pietro Cavallini und Jacopo Torriti reichen auch bis ins Jahr 1277 zurück. Leider wurden die Bilder durch das Erdbeben von 1997 schwer beschädigt.
Die Glasfenster der Oberkirche sind von deutschen und französischen Künstlern des 13. Jahrhunderts gefertigt.
Der Chor enthält Chorgestühl aus 102 Sitzen geschnitzt und dekoriert von Domenico Indovini (1501). Im Zentrum des Chors steht der erhöhte Papstsitz.
Neben der Oberkirche steht ein Glockenturm (Campanile), der 1239 fertiggestellt worden war.
Auf der linken Seite ist eine kleine Kapelle die dem heiligen Sebastian geweiht ist mit Gemälden, die Szenen aus dem Leben des Heiligen dartstellen von G. Martelli. Auf der echten Seite sind die Grabstätte von Giovanni de' Cerchi die von Johann von Brienne, dem König von Jerusalem und Kaiser von Konstantinopel zu sehen.
Die Unterkirche besteht aus einem Hauptschiff mit einigen Seitenkapellen. Das Hauptschiff ist mit den ältesten Fresken eines unbekannten Künstlers bemalt, den man Maestro di San Francesco nannte. Sie stellen rechts Szenen aus der Passionsgeschichte Christi und links fünf Szenen aus dem Leben des hl. Franziskus. Die niedrige Decke ist blau mit Sternen ausgemalt. Die Bilder an den unteren Wänden sind zerstört, nur Reste von Cimabues Jungfrau mit Kind und Engeln sind erkennbar.
Die erste Seitenkapelle links ist dem heiligen Martin von Tours geweiht. Sie wurde von Kardinal da Montefiore gebaut und wurde zwischen 1317 und 1319 mit zehn Fresken von Simone Martini bemalt, die Szenen aus dem Leben des Heiligen darstellen. Diese zählen unter die wichtigsten Arbeiten von Simone Martini und sind beste Beispiele für die Malerei des 14. Jahrhunderts.
Die zweite Seitenkapelle links ist dem hl. Petrus von Alcantara geweiht. Die Seitenkapellen rechts sind folgenden Heiligen geweiht:
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Die Fresken im rechten Querschiff zeigen die Kindheit Jesu zum Teil von Giotto di Bondone und seiner Werkstatt gemalt und die Weihnachtsszene vom anonymen Maestro di San Nicola. Unten werden auf drei Fresken Szenen dargestellt, in denen der hl. Franziskus nach seinem Tod zwei Kindern beisteht. Diese Fresken von Giotto waren zu seiner Zeit revolutionär, da sie Menschen mit Emotionen in realistisch dargestellter Landschaft zeigten. An die Wand des Querschiffs malte Cimabue sein sehr berühmtes Werk Die Jungfrau Maria mit Engeln und dem hl. Franziskus auf dem Thron von 1280. Das Bild von Franziskus gilt als die authentischste und ursprünglichste Darstellung des Heiligen.
Am rechten Querschiff ist auch die Kapelle des hl. Nikolaus von Myra zu finden, wahrscheinlich im Auftrag vom päpstlichen Legaten Kardinal Napoleone Orsini in Auftrag gegeben. Sie ist mit einem Freskenzyklus von zehn Fresken des anonymen Meisters des St. Nikolauskapelle ausgeschmückt (zwischen 1295 und 1305), die Szenen aus dem Leben des Heiligen zeigen. Diese Szenen haben den Freskenzyklus in der Oberkirche beeinflusst, die Szenen aus dem Leben des hl. Franziskus darstellen. Vasari schrieb die Fresken daher fälschlicherweise einem Künstler Giottino' zu. Derselbe Künstler malte auch die Verkündigung über dem Eingang der Kapelle. Das linke Querschiff wurde vom Sieneser Maler Pietro Lorenzetti und seiner Werkstatt zwischen 1315 und 1330 ausgemalt (von Vasari fälschlicherweise auch Giotto und Puccio Capanna zugeschrieben). Diese sechs Fresken die Szenen der Passionsgeschichte Christi zeigen sind seine Meisterwerke, insbesondere das Fresko der Kreuzabnahme ist sehr gefühlsstark. Zum ersten Mal seit der Antike wird hier Schatten dargestellt. Der Zyklus wurde in 330 Arbeitsschritten fertiggestellt, dafür brauchte man mehrere Jahre. Auch in der angrenzenden Kapelle, die dem hl. Johannes dem Täufer geweiht ist ein Fresko von Pietro Lorenzetti zu sehen, die Madonna dei Tramonti.
Um den Altar ranken sich Bögen in gotischem Stil mit Säulen in verschiedenen Stilen. Das hölzerne Chorgestühl wurde 1471 von Apollonio Petrocchi aus Ripatransone mit Hilfe von Tommaso di Antonio Fiorentino und Andrea da Montefalco gefertigt.
Die Wänder der Apsis sind heute mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts von Cesare Sermei di Orvieto (1609-1668) ausgeschmückt.
Die Gemälde an der Decke (1315-1320) zeigen den Triumph des hl. Franziskus und drei allegorische Figuren: den Gehorsam, die Armut und die Keuschheit vom sogenannten anonymen Maestro delle Vele, einem Schüler von Giotto (um 1330).
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