Der Badische Bahnhof Basel ist einer der fünf Bahnhöfe der Schweizer Stadt Basel. Alle aus Deutschland in die Schweiz verkehrenden Fernzüge halten vor Basel SBB zuerst an diesem Bahnhof. Dort vermitteln sie Anschluss an die deutschen Regionalbahnlinien nach Waldshut-Konstanz, der Hochrheinbahn, und ins Wiesental.
Im Januar 1851 erreichte die Rheintalbahn den Ort Haltingen nahe der Schweizer Grenze und weil sich die beiden Regierungen noch nicht über die Bahnhofanlage in Basel einigen konnten, wurden ab dort die Reisenden mit Pferdeomnibussen nach Basel gefahren.
Endlich, am 27. Juli 1852 konnte ein noch heute gültiger Staatsvertrag zwischen dem Großherzogtum Baden und der schweizerischen Eidgenossenschaft über die Weiterführung der badischen Eisenbahnen über schweizerisches Gebiet abgeschlossen werden. Der Baubeginn verzögerte sich aber noch weiter, weil die Basler Regierung auf einen Kopfbahnhof drängte, während Baden auf einem Durchgangsbahnhof beharrte, um die geplanten Fortsetzung der Bahn Richtung Waldshut nicht zu behindern. Im Jahre 1854 lagen der Basler Regierung verschiedene Hochbaupläne vor, aber man konnte sich immer noch nicht auf ein Projekt einigen und der Bau verzögerte sich weiter.
Die Badische Eisenbahn baute darauf sofort an der Verlängerung ihrer Bahnlinie Richtung Konstanz und konnte diese am 2. Februar 1856 bis Säckingen in Betrieb nehmen.
Am 10. April 1859 schließlich einigten sich Basel und die Bahn auf die Ausführung eines definitiven Aufnahmegebäudes, und im Mai desselben Jahres begannen die Bauarbeiten.
Mit den Jahren kamen die Gleise der badischen Bahn der Stadtentwicklung immer mehr in die Quere und man suchte nach einer Lösung. 1892 wollte die Badische Bahn die Bahnhofanlagen erweitern und es bestanden sogar Vorschläge, den Durchgangsbahnhof in einen Kopfbahnhof umzubauen. Die Stadt Basel aber wollte die alles zerschneidende Bahn aus den wachsenden Quartieren verbannen. Ab 1899 fanden mit dem Großherzogtum Baden Verhandlungen über eine Umgestaltung der Bahnanlagen statt und im März 1900 einigten sich die Parteien über eine Verlegung des Badischen Personenbahnhofes an die Schwarzwaldallee und über den Umbau der übrigen Bahnanlagen. Kurz danach begannen die Bauarbeiten an den neuen Gleisanlagen. Zuerst wurde der Ortsgüterbahnhof nahe der ursprünglichen Stelle wesentlich ausgebaut und als erste Stufe der Bahnerneuerung 1905 dem Betrieb übergeben.
Ab 1913, als die Bahnanlage zum neuen Standort verlegt wurde, wurde auf dem alten Bahnhofareal eine Herbstmesse und nach dem ersten Weltkrieg die Mustermesse Basel abgehalten. Zwischenzeitlich diente das alte Aufnahmegebäude als Fabrik- und Lagerhalle und wurde 1923 abgebrochen.
Bei der Ausgestaltung der Fassade des neuen Bahnhofes schieden sich jedoch die Geister und die weiteren Quereleien verzögerten den Bau des Aufnahmegebäudes. Doch schlussendlich obsiegte der von Karl Moser (1860-1936), der in Basel auch die Pauluskirche und die Antoniuskirche erbaute, entworfene Bahnhofbau und 1908 genehmigte das eidgenössische Eisenbahndepartement das von der Generaldirektion der Badischen Bahn vorgeschlagene Projekt. Im Frühjahr 1910 konnten mit den Bauarbeiten des Aufnahmegebäudes begonnen werden und 1911 waren die Fassaden des Mittelbaues in gelblichem Keupersandstein ausgeführt. Danach folgte der Bau des Turmes und der mit einer Eisenbetondecke überwölbten Schalterhalle.
Im Sommer 1911 war der neue Badische Bahnhof an der Schwarzwaldallee im Rohbau beendet und die imposante Kuppelhalle des Mittelbaus war bereits mit Holz ausgekleidet. Da brach am Abend des 12. August aus unbekannten Gründen im Gerüst Feuer aus und vernichtete im Nu das stolze Werk. Das Grossfeuer verzögerte darauf die Inbetriebnahme des Bahnhofes um einige Monate.
Die Firma MAN AG stellte 1912 die aus fünf 20 bzw. 24 Meter weiten Hallenschiffen bestehende Bahnhofshalle auf und auf den Perrons wurden Zollabfertigungsanlagen für die durchgehenden Züge gebaut.
Am 11. September 1913 konnte das Aufnahmegebäude des Badischen Bahnhofes bezogen und am 13. September eröffnet werden. Er wurde der teuerste Bahnhof der Badischen Staatsbahnen. Die gesamte Anlage hat 65 Millionen Franken gekostet.
Der Bahnhof blieb im weitesten Sinn bis heute im selben Zustand, nur die imposante Bahnsteighalle wurde 1981/82 wegen der anstehenden, kostspieligen Erneuerung abgebrochen und durch lange Perrondächer ersetzt. Im Moment werden die Innenräume sanft renoviert und zum Teil neuen Verwendungszwecken zugeführt.
Früher waren die überlangen Bahnsteige 1 und 2 (Gleise 2-5) zolltechnisch in einen südlichen, schweizerischen Teil und einen nördlichen, deutschen Teil unterteilt. Die Züge kamen stets im Teil des Herkunftlandes an und wurden nach der Zollkontrolle und dem Lokwechsel in den anderen Bahnsteigteil vorgezogen. Noch heute besitzt der Bahnhof auf Höhe des Turmes eine Südunterführung mit Ausgang zur Stadt Basel und auf den Bahnhofplatz, welche früher den innerstädtischen Reisenden von Basel diente. Normalerweise dient diese Unterführung heutzutage nur noch zum Wechsel der Bahnsteige im Bahnhof selbst, aber ab und zu wird er noch zur Stadt geöffnet, wenn ein schweizerischer Extrazug Reisende zu einer Messe in der nahen Basler Messe bringt.
Nördlich des Personenbahnhofes besteht ein früherer Rangierbahnhof der ehemaligen Deutschen Bundesbahn und heutigen Deutschen Bahn, dessen südlicher Teil bereits ebenso wie der Badische Güterbahnhof abgerissen wurde. Der Rest dient heute nur noch dem örtlichen Güterverkehr, dem mit einer kurzen Stichbahn angeschlossenen rein innerschweizerischen Hafenbahnhof Kleinhüningen Hafen der Schweizerischen Bundesbahnen und wird als Containerbahnhof benützt. Die Staatsgrenze zwischen Deutschland und der Schweiz verläuft durch diesen Bahnhofsteil.
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"Basel Badischer Bahnhof".
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