Die Baseball Hall of Fame ist die Ruhmeshalle der größten US-amerikanischen Baseballspieler. Dieses Museum ist der Geschichte des Baseballs und der Helden der Major Leagues gewidmet.
Sie liegt in Cooperstown, einer Kleinstadt im Bundesstaat New York. Der Legende nach war Baseball dort 1838 erfunden worden; heute gilt dies als nicht historisch wahr, zur Zeit der Gründung der Hall of Fame in den 1930er Jahren wurde es jedoch allgemein geglaubt und daher dieser Standort gewählt.
Jedes Jahr werden in einer Zeremonie die neu gewählten Mitglieder der Hall of Fame eingeführt und mit einer Messingtafel in der Ruhmeshalle verewigt. Die Entscheidung über diese Ehrung trifft die American Association of Baseball Writers, ein Verband von Sportjournalisten, weshalb es auch nicht ganz selten Fälle gibt, in denen an Entscheidungen zur Aufnahme von Spielern viel Kritik zu hören ist. Dabei geht es meist darum, dass der Betroffene einfach nicht die Zahlen (etwa Home Runs, Hits etc.) aufweisen könne, die ihn als „Hall of Famer“ qualifizieren.
Die Statuten sehen vor, dass Spieler erstmals nach Ablauf von vollen fünf Jahren seit Beendigung ihrer aktiven Zeit wählbar sind. Aufgenommen werden allerdings auch Manager (entspricht nach deutschen Begriffen dem Trainer), Umpires (Schiedsrichter) und andere Persönlichkeiten, die sich besondere Verdienste um den Sport erworben haben, so etwa auch Rundfunkansager.
Eine andere Art der Kontroverse geht seit Jahren um den Fall Pete Rose (Peter Edward Rose, geb. in Cincinnati, Ohio, 14. April 1941) der ohne jeden Zweifel ein perfekter Aufnahmekandidat wäre, hat er doch in nicht weniger als zehn Kategorien die besten Zahlen überhaupt in der Geschichte des Profibaseballs aufzuweisen, so zum Beispiel die meisten Hits und – absolut nicht zu verachten – die größte Zahl an absolvierten Spielen. So hat Rose (was allein schon enorm wäre) nicht weniger als je 500 Spiele an fünf verschiedenen Positionen zwischen First Baseman und Leftfielder gemacht. Rose sah sich jedoch 1990 gezwungen, eine Vereinbarung mit dem Commissioner of Baseball einzugehen, kraft deren er von jeder weiteren Teilnahme am Baseballsport ausgeschlossen wurde. Dafür verzichtete der Commissioner darauf, die Ergebnisse einer von ihm gegen Rose geführten Untersuchung zu veröffentlichen, in deren Verlauf sich, so der Commissioner, genügend Beweise gefunden hatten, dass Pete Rose in seiner Zeit als Teammanager auf Baseballspiele, auch solche des eigenen Teams, gewettet hatte. Hinzu kommt, dass diese Wetten teils bei Buchmachern plaziert wurden, deren Beziehungen zur Unterwelt als erwiesen galten.
Es wird nun in den USA schon lange heftig gestritten, ob über diese Entscheidung hinweggesehen und Rose in die Hall of Fame aufgenommen werden darf. Viele meinen, bei der enormen Karriereleistung von Pete Rose müsse man Gnade vor Recht ergehen lassen. Dem wird von anderen entgegengehalten, er habe sich – was zutrifft – nie freimütig zu seinem Verstoß bekannt. Er hat dies vielmehr jahrelang vehement bestritten. Auch in einem vor ein paar Jahren veröffentlichten Buch macht er zu dem Thema nur sehr schwammige Bemerkungen. Ein offenes Schuldbekenntnis, so diese Gegenmeinung, sei aber unbedingte Voraussetzung, ihm als reuigem Sünder doch noch die Ehre einer Aufnahme zuteil werden zu lassen.
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