Touristenbazar in Luxor (1995, 880x625).jpg Als Basar (persisch: Markt oder Kaufhalle, von bas + ar = wieder + Holen > Handeln; arabisch Souk), bezeichnet man
Ein Kennzeichen orientalischer Basare ist die Aneinanderreihung von Geschäften, die Waren derselben Kategorie (z.B. Schuhe, Gewürze, Stoffe) verkaufen (Branchensortierung). Im Gegensatz dazu bemühen sich mitteleuropäische Händler eher um Gebietsschutz, versuchen also, sich räumlich möglichst deutlich von konkurrierenden Händlern zu distanzieren. Ein weiteres Kennzeichen des Basars ist die funktionale Verflechtung von Groß- und Einzelhandel. Der Basar liegt meistens in der Nähe der Hauptmoschee. "Basar" heißt so viel wie Markt in vielen Regionen des ehemaligen Ostblocks.
Mit dem Fall des Rabattgesetzes in Deutschland am 25. Juli 2001 wurde es möglich, dem Endverbraucher mehr als 3% Rabatt (Skonto) zu gewähren, welches zu Basar-ähnlichen Verhältnissen (Feilschen) führte. Dies wird nicht von allen Seiten positiv bewertet.
Als Basar wird häufig auch abschätzig die Notwendigkeit des Feilschens im heutigen Einzelhandel bezeichnet, der zunehmend nur noch Orientierungspreise bietet (z.B. "Innova"). Der orientalische Basar bildet dagegen einen beliebten Anziehungspunkt für Touristen, die sich vom Farbenreichtum und den exotischen Düften in Urlaubsstimmung versetzen lassen möchten.