Das Glogau-Baruther Urstromtal oder in Deutschland kurz Baruther Urstromtal genannt, entstand vor etwa 21.000 Jahren als Abflussbahn von Schmelzwässern während der maximalen Ausdehnung des weichselzeitlichen Inlandeises. Es ist damit das südlichste und älteste der drei großen weichselzeitlichen Urstromtäler in Brandenburg.
Das Glogau-Baruther Urstromtal zieht sich von der polnischen Stadt Głogów (dt. Glogau), von der Einmündung des Flusses Barycz in die Oder in westnordwestlicher Richtung südlich von Krosno Odrzańskie (Krossen an der Oder) und Zielona Góra (Grünberg), nördlich von Forst und Cottbus, den Oberspreewald, über Baruth/Mark und Luckenwalde, südlich von Brandenburg an der Havel über Genthin bis Tangermünde an die Elbe. Ab der Einmündung der Elbe in das Baruther Urstromtal westlich von Genthin bis zur Elbmündung bei Cuxhaven spricht man vom Elbe-Urstromtal. Während sich südlich des Tales das von der Saale-Eiszeit geprägte Altmoränenland befindet, schließt sich nach Norden das frische Jungmoränenland an, welches dem Eis bzw. den Schmelzwässern der Weichsel-Eiszeit seine Entstehung verdankt. An vielen Stellen bilden gemäß der Glazialen Serie Sander die Nordbegrenzung des Tales (Lieberoser Heide, Brandsander, Baruther Heide, Beelitzer Sander u.a.). Die Sander werden im Norden von den Endmoränen der Brandenburger Eisrandlage begrenzt.
Das Glogau-Baruther Urstromtal benutzen von Ost nach West folgende Flüsse:
Da die Landschaft nördlich des Baruther Urstromtales meist tiefer liegt als das Urstromtal selbst, verlassen die meisten Flüsse das Glogau-Baruther Urstromtal bereits nach kurzer Laufstrecke wieder nach Norden. Erst die Elbe folgt dem Urstromtal über einen längeren Weg.
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"Glogau-Baruther-Urstromtal".
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