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Tekov (deutsch Barsch, ungarisch Bars, lateinisch comitatus Barsiensis) ist der Name einer Landschaft in der Slowakei und gleichzeitig einer historischen Verwaltungseinheit (Gespanschaft/Komitat) im Königreich Ungarn.
Das Gebiet liegt in der heutigen Mittel- und Südslowakei, der slowakische Name "Tekov" wird jetzt als inoffizielle Bezeichnung für dieses Gebiet verwendet.
Lage
Das Komitat Barsch grenzte im östlichen Norden an das Komitat
Turz, im Nordosten an das
Komitat Sohl, im Osten an das Komitat
Hont, im östlichen Süden an das Komitat
Gran, im Süden an das Komitat
Komorn und im Westen und Norden an das Komitat
Neutra.
Es erstreckt sich entlang des Flusses
Hron (deutsch
Gran) und wird im Osten durch das ehemalige Komitat
Hont, im Norden durch die Orte
Kremnica und
Hronská Dúbrava (beide zum Gebiet gehörend), im Westen durch den Fluss
Žitava und im Süden durch die Orte
Bešeňov (zum Gebiet gehörend) und
Biňa (nicht zum Gebiet gehörend) begrenzt. Die Flüsse
Hron und
Žitava durchfließen das Gebiet und
1910 gab es im Komitat 165.122 Einwohner auf einer Fläche von 2723,98 km².
Verwaltungssitze
Anfänglich befand sich der Verwaltungssitz auf der
Barscher Burg (nordwestlich von
Levice), danach auf der Burg Lewenz
Levice, ab dem späten
16. Jahrhundert in
Topoľčianky und seit dem späten
18. Jahrhundert in
Zlaté Moravce.
Geschichte
Das Komitat entstand im
11. Jahrhundert. Zu Beginn des
14. Jahrhunderts wurde das Gebiet im Norden auf Kosten des
Komitats Sohl erweitert.
1918 wurde das Gebiet ein Teil der neu entstandenen
Tschechoslowakei, was durch den
Vertrag von Trianon 1920 völkerrechtlich bestätigt wurde.
1938 bis 1945 war die südliche Hälfte des ehemaligen Komitats aufgrund des 1. Wiener Schiedsspruchs von Ungarn besetzt. Der besetzte Teil wurde mit dem südlichen ebenfalls besetzten Teil des ehemaligen Komitats Hont zum Komitat Bars-Hont vereint, dessen Hauptstadt Levice (ungarisch Léva) wurde.
Nach dem Ende des 2. Weltkriegs kam das Gebiet wieder vollständig zur Tschechoslowakei und nach deren Zerfall in die Staaten Tschechien und Slowakei 1993 wurde die Landschaft ein Teil der Slowakischen Republik.
Bezirksunterteilung
Das Komitat bestand im frühen
20. Jahrhundert aus folgenden Stuhlbezirken (nach dem Namen des Verwaltungssitzes benannt):
- Zlaté Moravce (deutsch Goldmorawitz, ungarisch Aranyosmarót)
- Vráble (ungarisch Verebély)
- Levice (deutsch Lewenz, ungarisch Léva)
- Oslany (ungarisch Oszlány)
- Žiar nad Hronom (deutsch Heiligenkreuz an der Gran, ungarisch Garamszentkereszt)
Stadtbezirke:
- Levice (deutsch Lewenz, ungarisch Léva)
- Kremnica (deutsch Kremnitz, ungarisch Körmöcbánya)
- Nová Baňa (deutsch Königsberg, ungarisch Újbánya)
siehe auch
Slowakische Geschichte | Geographie (Slowakei)
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