| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen fehlt.jpg | Bargischow-OVP.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Mecklenburg-Vorpommern |
| Landkreis: | Ostvorpommern |
| Fläche: | 21,03 km² |
| Einwohner: | 402 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 19 Einwohner/km² |
| Höhe: | 4 m ü. NN |
| Vorwahl: | 03971 |
| Postleitzahl: | 17398 |
| Kfz-Kennzeichen: | OVP |
| Geografische Lage: | |
| Gemeindeschlüssel: | 13 0 59 005 |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Rebelower Damm 2 17392 Spantekow |
| Website: | amt-anklam-land.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Karl-Heinz Thurow |
| Lage von Bargischow im Landkreis Ostvorpommern | |
| Bargischow_in_OVP.PNG | |
Bargischow hatte über Zeiten noch andere Herren als die Stadt Anklam. Das Kloster Stolpe an der Peene nahm den „Zehnten“ von zwei Hufen aus dem Ort ein. Vermutlich übte das Kloster auch das Patronat über die alte frühgotische Dorfkirche aus. Nach der Säkularisierung zu Mitte des 16. Jahrhunderts gelangte folglich auch der Klosterbesitz an Bargischow zum herzoglichen Amt Stolpe. Ebenso das Patronat über die Kirche. Herzog Philipp Julius (1584-1625) zu Wolgast übertrug dann 1615 das Kirchenpatronat wieder ganz und gar der Stadt Anklam.
Die Stadtkämmerei errichtete nach dem Dreißigjährigen Krieg in Bargischow ein Vorwerk, einen größeren Wirtschaftshof, den sie bis etwa 1777 von vier Halbbauern bewirtschaften ließ. Dann wurde das Vorwerk aufgesiedelt und die landwirtschaftlichen Flächen in Erbpacht an 6 Vollbauern vergeben. Im Dorf gab es weiterhin eine Schäferei, 2 Hirtenhäuser und neben dem Pfarrhaus ein Predigerwitwenhaus. Hundert Jahre später kaufte Anklam einen frei gewordener Bauernhof auf, um ihn dann an Bargischower Interessenten zu verpachten.
Um 1860 existierten im Ort ein größerer Schulzenhof, 8 Vollbauernstellen, mehrere kleinere Erbpachthöfe und zwei Mühlengrundstücke mit Windmühlen. Insgesamt lebten hier 402 Einwohner in 32 Bauernhäusern und 68 Haushaltungen. Hinzu kam die Familie des Predigers, die des Schullehrers und eine Hebamme. Für die Hilfsbedürftigen baute die Gemeinde einen Armenkaten. An Vieh hielten sich die Bargischower 227 Haupt Rindvieh, 340 Schafe, 15 Ziegen und 84 Schweine. Die Größe der gesamten Feldmark, mit allen Äckern, einschließlich der Wiesen, Hofgrundstücke und Gärten, betrug etwa 4000 Morgen.
Diese sagenumwogene, große Franzosenlinde, welche zur Gattung der Sommerlinde gehört, ist ein Naturdenkmal und beschäftigt schon seit Generationen die Gemüter der Menschen. So entstanden teils widersprüchliche Aussagen über Maße, Alter, Entwicklung und Begebenheiten. Die Linde ist völlig hohl und hat einen Umfang von 10 m und eine Höhe von 15 m. Der "Innendurchmesser" beträgt etwa 2m, also kann ein normaler Mensch bequem im Baum stehen. Der Baum soll 1124 von Otto von Bamberg gepflanzt worden sein. Mindestens ist sie aber über 500 Jahre alt. Der Legende nach sollen auch Napoleons Soldaten zwischen 1806 und 1815 in ihrem hohlem Stamm Bier ausgeschenkt und Wache bezogen haben.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Halbinsel Anklamer Fähre und die Eisenbahnhubbrücke Karnin, welche bis 1945 die Insel Usedom mit dem Festland verbunden hat.
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