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Ein Barett ist eine flache, runde (früher teils auch eckige) Kopfbedeckung aus Stoff, Samt oder gefütterter Seide ohne Schirm oder Krempe.

Es ist seit dem 15. Jahrhundert bekannt und wurde ursprünglich als Zeichen der gebildeten Stände getragen. Als Schmuck dienten häufig Stickereien, Agraffen, Perlenschnüre (nur beim Adel) oder Federn (z. B. bei den Landsknechten).

Heutzutage ist das Barett noch im Militär und zum Teil bei der Polizei und Feuerwehr verbreitet. Auch die Baskenmütze ist als eine Abwandlung des Baretts noch bis heute erhalten.

Deutschland


Bundeswehr

In der deutschen Bundeswehr ist das Barett seit 1971, heute vornehmlich im Heer, in der Streitkräftebasis und dem Zentralen Sanitätsdienst eingeführt. Ursprünglich wurde 1971 das Barett nur für die Panzer-, Jäger- und Fallschirmjägertruppe eingeführt. Die übrigen Truppengattungen, außer der 1. Gebirgsdivision, wurden ab 1982 mit dem Barett ausgerüstet. Darüber hinaus wird auch in den Marine- und Luftwaffensicherungskräften das Barett getragen. Im Heer und von Heeresuniformträgern in der Streitkräftebasis wird das Barett zum Dienstanzug (Ausgehanzug) und zum Feldanzug getragen. Kombiniert mit dem Feldanzug wird das Barett allerdings in der Regel zum Dienst in der Kaserne und in der Öffentlichkeit (z.B. Familienheimfahrten) getragen, da zum Feldanzug in der Grundform die Feldmütze als vorschriftsmäßige Kopfbedeckung vorgesehen ist.

Die einzige Großeinheit des Heeres ohne Barett, war die 1. Gebirgsdivision. Ihre Soldaten trugen anstatt des Baretts die Bergmütze. Auch nach der zwischenzeitlichen Auflösung der 1. Gebirgsdivision tragen die Soldaten der ehemals zu ihr gehörenden Einheiten die Bergmütze.

In der Grundausbildung tragen die Rekruten meist nur die Feldmütze. Nur zum Gelöbnis und bei offiziellen Anlässen wie z.B. Bataillonsantreten o.ä. wird Barett getragen. Der Rekrut soll sich sein Barett "verdienen" (ähnlich wird die Trageweise der Litzen reglementiert). Diese gängige Praxis ist in der Bundeswehr üblich, obwohl dem Soldaten mit der Einkleidung das Barett bereits ausgehändigt wird. Ausnahmen werden manchmal für einzelne Verbände oder Kasernen durch den jeweiligen Kommandeur befohlen, der beispielsweise das Barett als einzige erlaubte Kopfbedeckung im Kasernenbereich vorschreiben kann.

Eine weitere Ausnahme bilden die Panzertruppen, wo statt der Feldmütze häufig auch zum Gefechtsdienst das schwarze Barett getragen wird, um einen besonderen Korpsgeist zu fördern.

Die Barettfarbe dient in Kombination mit dem zugehörigen truppengattungsspezifischen Barettabzeichen zur Unterscheidung der jeweiligen Verwendung eines Soldaten. In der Bundeswehr finden sich folgende Barettfarben:

Polizei

Barett_BePo_BY.jpg Vor allem bei der Bereitschaftspolizei wird zum Einsatzanzug auch ein Barett getragen. Teilweise tragen auch Hundeführer der Landespolizei den Einsatzanzug mit Barett.

  • schwarz oder grün (abhängig vom Bundesland): Geschlossene Einheiten der Bereitschaftspolizei
  • bordeauxrot: brandenburgische Bereitschaftspolizei
  • dunkelblau: Bayerisches USK
  • weiß: Motorradstaffel


Österreich


Bundesheer

Greenberet-austria.jpg Im österreichischen Bundesheer finden sich folgende Barettfarben:

  • grasgrün (Infanterie): Jäger, Aufklärer; allgemein alle Truppen, die kein schwarzes, weinrotes, scharlachrotes oder hellblaues Barett bzw. das Jagdkommando-Barett tragen (Die Flieger- und die Fliegerabwehrtruppe tragen bevorzugt das Schiffchen anstatt des Baretts.)
  • schwarz (gepanzerte, mechanisierte Kräfte): Panzertruppe, Panzerabwehrtruppe, Artillerie
  • weinrot : Jägerbataillon 25, Heeressportzentrum
  • scharlachrot: Garde
  • hellblau (UN): Friedenstruppen der Vereinten Nationen
  • dunkelblau: bis vor kurzem das Barett der Sanitäter und der Betriebsversorgungsstaffel (BVS) in jeder Kaserne

Soldaten des Jagdkommandos tragen das dunkel-olivgrüne Jagdkommando-Barett. Soldaten mit abgeschlossenem Jagdkommando-Grundkurs tragen statt des Bundesadlers die Jagdkommando-Abzeichen.

Polizei

Als ziviler, wenngleich auch militärisch organisierter Wachkörper, hat auch die österreichische Bundespolizei verschiedene Barettfarben:

Schweiz


In der Schweizer Armee finden sich folgende Béretfarben. Im Gegensatz zu Deutschland und Österreich sind nur die Farben Ausdruck für die jeweilige Truppengattung. Das Emblem am Béret steht für die Haupteinheit, zu der der Träger gehört. Die Embleme der höheren Unteroffiziere (ab Stufe Feldweibel) und Offiziere (siehe Dienstgrade in der Schweizer Armee) sind mit einem goldenen Eichenkranz versehen. In der Schweizer Armee wird im Gegensatz zu den meisten anderen Organisationen und Armeen das Béretemblem rechts getragen.

Siehe auch


Weblinks


Militärische Kopfbedeckung | Militärische Ausrüstung (Bundeswehr)

Baret | Beret | Boina | Baretti | Béret | כומתה | ベレー帽 | Beret | Beret | Baretka | Baskermössa

 

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