Sinzig_Barbarossa.jpg Barbarossa in Sinzig]]
Barbarossastadt ist der Beiname von fünf deutschen Städten aufgrund kürzerer oder längerer Aufenthalte des Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa in oder bei diesen Städten.
Sinzig
Sinzig ist eine Stadt am Mittelrhein im
Landkreis Ahrweiler. In der Frühgeschichte keltisch und römisch besiedelt, fand sie ihre erste Erwähnung
762 als fränkischer Königshof "sentiacum". Ihre Blütezeit erlebte die Stadt im 12. bis 14. Jahrhundert als
Kaiserpfalz, die oft von deutschen Königen und Kaisern besucht wurde, viermal von Barbarossa. Deswegen nennt sich auch diese Stadt "Barbarossastadt".
Kaiserslautern
Die Siedlungsgeschichte
Kaiserslauterns, der Industrie- und Universitätsstadt am nördlichen Rand des
Pfälzerwaldes, beginnt mit dem frühen 5. Jahrtausend v. Chr. Um
1100 lassen salische Herrscher auf dem Gelände des heutigen Rathauses eine Burg errichten. Zwischen
1152 und
1158 lässt der staufische Kaiser Friedrich I. Barbarossa diese Burg zu einer später nach ihm benannten
Pfalz "mit nicht geringer Pracht" erweitern und macht Lautern zum Mittelpunkt des staufischen Machtgebiets. Damit beginnt eine Blütezeit der Siedlung. Der Kaiserpalast wird
1172 erstmals als "castrum domini imperatoris" erwähnt.
1176 stiftet Barbarossa ein
Hospital; zu dessen Leitung
Prämonstratenser nach Lautern gerufen werden. "Des Kaisers Lautern" nennt sich im Beinamen stolz "Barbarossastadt".
Gelnhausen (Hessen)
Kaiserpfalz_gelnhausen_1912.png |
Gelnhausen Kaiserpfalz.jpg
Die "Barbarossastadt"
Gelnhausen, eine Stadt im
Main-Kinzig-Kreis im Osten von
Hessen, wurde im Jahr
1170 von Kaiser Friedrich I. gegründet. Als Ort für diese Gründung diente eine verkehrsgünstig gelegene Stelle, an der sich die
Via Regia, die Handelsstraße von
Frankfurt am Main nach
Leipzig mit einigen anderen kreuzte. Friedrich gründete die Stadt, indem er drei Dörfer an dieser Stelle zur
Reichsstadt Gelnhausen zusammenfasste. Kaiserliche Handelsprivilegien, wie zum Beispiel eine Zollbefreiung, führten rasch zu einer Ansiedlung von Kaufleuten. Das in diesem Zusammenhang verliehene Stapelrecht trug sein übriges dazu bei, dass der Handel in Gelnhausen recht schnell florierte. Die Kaiserpfalz (auch "Barbarossaburg" genannt), war bereits 10 Jahre nach Stadtgründung Schauplatz eines wichtigen Reichstages:
Heinrich dem Löwen wurde
1180 in Abwesenheit der Prozess gemacht und seine Länder wurden neu aufgeteilt. Die Kaiserpfalz in Gelnhausen ist die besterhaltene Pfalz der Stauferzeit.
Altenburg (Thüringen)
Auch
Altenburg im Osten des Freistaates Thüringen darf sich zu recht "Barbarossastadt" nennen. Im Jahre
976 wurde Altenburg erstmals durch
Kaiser Otto II erwähnt. In der Kaiserpfalz Altenburg (Castrum Plysn), die das erste Mal
1132 erwähnt wurde, hielt sich Kaiser Friedrich I. zwischen
1165 und
1188 sechsmal auf.
1172 weihte er das Augustiner-Chorherren-Stift "Unserer lieben Frauen St. Marien" auf dem Berge ein.
Bad Frankenhausen
Kyffhäuser Barbarossa.jpg
Erste Besiedlungen von
Bad Frankenhausen vor etwa 10.000 Jahren am südlichen Rand des
Kyffhäusers wurden durch Ausgrabungen nachgewiesen. Der Ort Frankenhausen wird erstmals im 9. Jahrhundert in Urkunden des Klosters in Fulda als fränkische Siedlung genannt. Ganz in der Nähe befinden sich die
Barbarossahöhle mit dem "Kaiserthron" und natürlich das Kyffhäuser-Denkmal (auch "Barbarossa-Denkmal" genannt) mit dem überlebensgroßen Kaiser "Rotbart", das auf den Ruinen der
Reichsburg Kyffhausen zwischen
1890 und
1896 errichtet wurde. Deshalb zählt man die Stadt auch zu den "Barbarossastädten", auch wenn es nicht nachzuweisen ist, dass Barbarossa Frankenhausen jemals besucht hat.
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Barbarossatown