| Banteng | ||||||||||||
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| Bos javanicus.jpg | ||||||||||||
| : | Paarhufer (Artiodactyla) |
| : | Wiederkäuer (Ruminantia) |
| : | Hornträger (Bovidae) |
| : | Rinder (Bovinae) |
| : | Bos |
| : | Banteng |
Bantengs sehen den Hausrindern entfernt ähnlich. Das Männchen hat ein schwarz- bis dunkelrotbraunes, das Weibchen ein rotbraunes Fell. Beide haben weiße Unterseiten, Gesäßflecken und Beine. Die Tiere sind 400 bis 900 Kilogramm schwer, haben eine Länge von rund zwei Metern und eine Schulterhöhe von 160 cm. Die Bullen haben kräftige, gebogene Hörner, die 70 cm lang werden können; die Hörner der Kühe sind bedeutend kürzer.
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasste das Festland Südostasiens sowie die Inseln Java und Borneo. Domestizierte Bantengs wurden durch Menschen auf zahlreiche weitere Inseln Indonesiens sowie in weit geringerer Zahl in andere Regionen der Welt gebracht (siehe Domestikation). Das Habitat wilder Bantengs sind tropische Regenwälder, obwohl sie zum Fressen gelegentlich auch auf offene Weiden kommen.
Bantengs leben in Gruppen von 2 bis 40 Kühen mit ihren Kälbern und einem Bullen. Daneben gibt es Herden männlicher Junggesellen und einzelgängerische Bullen, die zum Führen einer Herde zu alt oder zu schwach sind. Die Kühe haben je ein Jungtier, das neun Monate gesäugt wird und nach zwei Jahren geschlechtsreif wird. Die Lebensdauer eines Bantengs beträgt zwanzig, im Höchstfall über 25 Jahre.
Der wilde Banteng wird von der IUCN als bedroht eingestuft. Als Gründe für seinen Bestandsrückgang werden die Zerstörung der Regenwälder, die Einkreuzung von Haus- und Balirindern sowie die Ansteckung mit Viehkrankheiten durch Hausrinder gesehen. Auf dem südostasiatischen Festland sind die Zahlen in den letzten Jahrzehnten dramatisch zurückgegangen. In Thailand wird ein Rückgang um 85 % zwischen den Jahren 1980 und 2000 vermutet. Auf der malaiischen Halbinsel sind Bantengs schon in den 1950ern ausgestorben. Dagegen sind die Zahlen auf Java stabil, während es aus Borneo keine verlässlichen Zahlen gibt. Die Gesamtpopulation wilder Bantengs wird auf 5000 geschätzt.
Bantengs gehören zu den fünf Rinderarten, die von Menschen domestiziert wurden. Der Zeitpunkt der Domestikation ist unbekannt, muss aber einige Jahrhunderte vor Christi Geburt gelegen haben. Als wahrscheinlichster Ort, an dem Menschen erstmals Bantengs zähmten, wird Java angesehen; auf dem Festland bestand wegen der bevorzugten Wasserbüffel kein Bedarf an einer weiteren domestizierten Rinderart. Von hier gelangten die domestizierten Tiere auf zahlreiche Inseln, auf denen wilde Bantengs ursprünglich nicht heimisch waren, zum Beispiel Bali, Sumatra, Sulawesi, Timor, Lombok und Sumbawa. Da Bali über Jahrhunderte das Zentrum der Bantengzucht war, sind domestizierte Bantengs unter dem Namen "Balirind" bekannt. Etwa 1,5 Millionen Balirinder existieren heute.
Durch die Einführung von Hausrindern in Indonesien gibt es immer weniger reine Balirinder. Schon früh kam es zu Kreuzungen zwischen Zebus und Balirindern, wodurch neue Rinderrassen entstanden.
Balirinder wurden 1849 auch in Australien eingeführt, wo sie verwilderten und heute eine Population von 1000 Tieren stellen, die im Garig Gunak Barlu National Park im Northern Territory beheimatet ist.
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