Als Bankraub bezeichnet man den Überfall auf ein Kreditinstitut mit dem Ziel, Geld und andere Wertgegenstände durch Gewalt oder Gewaltandrohung zu erbeuten.
Allein mit einem Bild aus einer Überwachungskamera - das gibt auch die Linzer Polizei zu - wurde noch kein einziger Banküberfall geklärt, weil die Täter in der Regel ohnehin maskiert sind. Kameras wirken lediglich abschreckend, erzeugen ein Sicherheitsgefühl und bewirken laut Moechel immerhin, "dass sich die Leute besser benehmen als früher". (Quelle: OÖNachrichten-Online vom 16.1.2003)
Häufig werden Fluchtfahrzeuge benutzt, um den Tatort möglichst schnell verlassen zu können, meist sind das gestohlene Autos oder Motorräder, aber auch Fahrräder.
Die speziellen Sicherungen von Banken, wie Tresore, Überwachungskameras und ggfs. Wachpersonal schrecken dabei nur wenige ab.
Den ersten Bankraub der Geschichte datiert die englischsprachige Wikipedia-Seite auf den 19. März 1831. Begangen wurde der Überfall von Edward Smith, der $245,000 aus der City Bank auf der Wall Street in New York City raubte. Er wurde gefasst, verurteilt und für fünf Jahre nach Sing Sing geschickt.
Zu den bekanntesten Bankräubern gehören die Dalton-Brüder, die Ende des 19. Jahrhunderts nach Jahren mäßigen Erfolgs als Farmarbeiter ihr Talent für Eisenbahnüberfälle entdeckten und am 5. Oktober 1892 im Ort Coffeyville Kriminalgeschichte schrieben, indem sie versuchten, zwei Banken zur gleichen Zeit auszurauben. Dabei kamen zwei der drei Brüder ums Leben.
Auch das Paar Bonnie und Clyde (Bonnie Parker und Clyde Barrow) waren bekannte Bankräuber und reisten während der Weltwirtschaftskrise durch den Südwesten der USA. Sie raubten Banken aus und verursachten üblicherweise ein Chaos bei den Überfällen.
Am 4. August 1971 wird in München der erster Banküberfall mit Geiselnahme begangen. Bei dem Schußwechsel mit der Polizei wurden 2 Personen getötet (1 Geisel, 1 Täter).
Als die ältesten Bankräuber Deutschlands gilt die sogenannte "Opa-Bande", drei ältere Herren von 64, 73 und 74 Jahren, die von 1989 bis 2005 bei 14 Banküberfällen mehr als eine Million Euro erbeutet haben. Sie waren jeweils schwer bewaffnet. Sie sind inzwischen vom Landgericht Hagen (Westfalen) verurteilt.
Aktuellen Meldungen zufolge geht der Trend beim Bankraub hin zur Sprengung von Geldautomaten. Am 9. Juni 2005 drangen erstmals Täter in die Bank in Breitenfelde (Kreis Herzogtum Lauenburg) ein, besprühten die Kameras um ungestört arbeiten zu können, leiteten Gas in den Geldautomaten und sprengten ihn in die Luft. (Quelle: Aktenzeichen XY ZDF-Sendung). Diese Art Überfälle wiederholten sich seither mehrmals.
Während man in den deutschsprachigen Ländern seitens der Geldinstitute noch weitgehend von ständig anwesendem Wachpersonal absieht, gehören Sicherheitskräfte in den USA und auch in südlichen europäischen Ländern, zum Teil VOR den Banken platziert, zum alltäglichen Erscheinungsbild. Nicht zuletzt auf Druck der Versicherungen haben viele Banken allerdings die Sicherheitsvorkehrungen um Banküberfälle zu vermindern oder zu verhindern, verschärft. So sind inzwischen bei vielen Banken üblich:
Siehe auch: John Dillinger, Dimitri Todorov, Täter-Opfer-Ausgleich
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