| Bangalore | - bgcolor="#FFFFFF" | Staat | Indien | - bgcolor="#FFFFFF" | Bundesstaat | Karnataka | - bgcolor="#FFFFFF" | Bezirk | Bangalore | - bgcolor="#FFFFFF" | Sprache | Kannada | - bgcolor="#FFFFFF" | Zeitzone | GMT +5:30 Stunden | - bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner | - Gesamt | 2.908.018 (1991)- bgcolor="#FFFFFF" | Fläche | 366 km2 | - bgcolor="#FFFFFF" | Geogr. Lage | - Längengrad | 77,56 °O- bgcolor="#FFFFFF" | Höhe | 920 Meter über NN | - bgcolor="#FFFFFF" | Temperatur | - Sommer | zwischen 20 °C und 37 °C
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Bangalore ist ein wichtiges Zentrum der zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrtindustrie und –forschung Indiens. In jüngerer Zeit hat es sich zudem zu einem der wichtigsten IT-Zentren des Landes entwickelt. Wegen der zahlreichen Parkanlagen wird von Bangalore auch oft als der „Gartenstadt“ gesprochen.
Nach einer anderen Version hat eine alte Frau im zehnten Jahrhundert König Veeraballa gekochte Bohnen zu Essen gegeben, als er sich im Wald verirrt hatte. Aus Dankbarkeit nannte er den Ort danach Benda Kaluru, die „Stadt der gekochten Bohnen“.
Die Briten unter Lord Charles Cornwallis eroberten die Stadt 1799 in einer Schlacht mit Tipu Sultan und anglizierten den Namen zu „Bangalore“.
Im Jahr 1898 wurde Bangalore von einer Pestepidemie heimgesucht, die eine große Zahl von Opfern forderte. Als Konsequenz daraus wurden Abwasser- und Gesundheitswesen modernisiert, und Vorschriften für Sanitäranlagen beim Bau neuer Häuser erlassen. 1900 wurde das Victoria Hospital eröffnet.
Nach 1900 dehnte sich Bangalore schnell aus. Bis 1950 entstanden die Stadtteile Basavanagudi, Malleshwaram, Kalasipalyam, Gandhinagar und Jayanagar.
Bis 1949 war Bangalore eine wichtige Garnisonsstadt der Briten, wovon noch heute Strassennamen wie Brigade Road oder Residency Road zeugen.
Bangalore ist die Hauptstadt des Bundesstaates Karnataka. Über die Hälfte der Bevölkerung Bangalores sind Zuwanderer aus anderen Teilen Indiens und der Welt - zu einem guten Teil qualifizierte IT-Fachkräfte, was der Stadt eine kosmopolitische Prägung gegeben hat.
Die eingesessene Bevölkerung spricht Kannada, die Amtssprache von Karnataka. Viele Zuwanderer sprechen Tamil oder Telugu als ihre Muttersprache. Die Volksgruppen verständigen sich untereinander auf Hindi. Englisch wird allgemein gut verstanden und gesprochen, teilweise jedoch mit starkem Akzent.
In den letzten Jahren haben sich in Bangalore viele in- und ausländische Computer- und Hochtechnologiefirmen angesiedelt, die der Stadt den Beinamen „indisches Silicon Valley“ eingebracht haben. Insbesondere große internationale Software-Unternehmen wie beispielsweise Intel, IBM, Dell, Oracle, HP, SAP, Motorola, Infosys Technologies Ltd., Siemens, Novell oder Wipro sowie Call-Center haben sich hier in großen „Technikparks“ wie Electronics City oder International Technology Park (ITPL) niedergelassen. Dadurch hat sich in Bangalore eine breite Mittelschicht von hoch qualifizierten und überdurchschnittlich verdienenden indischen Informatikern gebildet. Allerdings leben nach einer Zählung aus dem Jahr 2001 trotzdem etwa 345.000 (etwa 8%) der Bevölkerung Bangalores in Slums.
Biotechnologie ist ein weiterer, stark wachsender Wirtschaftszweig in Bangalore. Knapp 100 der 240 indischen Biotechnologiefirmen haben ihren Sitz in Bangalore, unter anderem Biocon, in der Liste der weltweit umsatzstärksten Biotechnologiefirmen derzeit auf Rang 16.
Aufgrund der relativ breiten wohlhabenden Mittelschicht rund um die IT-Industrie hat sich ein großes, westlich geprägtes Konsumangebot mit Einkaufszentren, Multiplex-Kinos, Restaurants, Pubs und Bars und einem vergleichsweise aktiven – wenn auch nicht mit westlichen Verhältnissen vergleichbaren - Nachtleben entwickelt. Die Jugend der Stadt ist mode- und techniktrendbewusst.
Restaurants bieten überwiegend vegetarische Gerichte aus verschiedenen Regionen Indiens an, einige zudem chinesisches und westliches Essen. Touristen sei hier empfohlen, Leitungswasser zu meiden und auf Mineralwasser auszuweichen. Westliches Fastfood ist kaum erhältlich - erst im Frühjahr 2005 wurde die erste McDonalds-Filiale eröffnet.
Bangalore ist weiterhin bekannt für seine Seidenprodukte und seine Sandelholz-Schnitzereien.
Selbst in der Innenstadt begegnet man hin und wieder freilaufenden Kühen.
Die Straßen sind in für westliche Verhältnisse sehr schlechtem Zustand und können die Masse an Fahrzeugen nicht bewältigen – Bangalore ist weltweit die Stadt mit den meisten Motorrädern und –rollern. Die Stadtverwaltung versucht, die schlimmsten Schwachstellen durch Straßenverbreiterungen, Einbahnregelungen und Bau von Brücken zu beseitigen, allerdings bisher mit geringem Erfolg.
Da auch der Güternahverkehr ausschließlich auf der Strasse abgewickelt wird, ist die Luftverschmutzung enorm hoch – man sieht bereits viele Einwohner sich mit Gesichtsmasken schützen.
Strom- und Wassernetz sind ebenso überlastet, Abschaltungen sind an der Tagesordnung. Der durch Stromabschaltungen gewünschte Energiespareffekt wird allerdings dadurch konterkariert, dass die meisten Läden und besseren Wohngegenden über Notstromaggregate verfügen, die wiederum zur Luftverschmutzung beitragen.
Der Flugplatz von Bangalore ist eigentlich der Werksflugplatz von HAL, und für eine Stadt dieser Größe völlig unterdimensioniert. Ein Neubau ist geplant und soll 2005 begonnen werden.
Luftverschmutzung und Verkehrsprobleme haben ein Ausmaß erreicht, die die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt ernsthaft bedrohen. Einige IT-Firmen erwägen aufgrund dessen bereits eine Abwanderung nach Hyderabad.
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