| Wappen | Karte |
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| Stadtwappen der Stadt Balve.png Wappen | Lage der Stadt Balve in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Arnsberg |
| Landkreis: | Märkischer Kreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 240-546 m ü. NN |
| Fläche: | 74,76 km² |
| Einwohner: | 12.544 (30. Sep. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 163 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 58802 |
| Vorwahl: | 02375 |
| Kfz-Kennzeichen: | MK |
| Gemeindeschlüssel: | 05 9 62 008 |
| Stadtgliederung: | 7 Ortsteile bzw. Stadtbezirke |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Widukindplatz 1 58802 Balve |
| Website: | www.balve.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Hubertus Mühling (CDU) |
Auch in der Jüngeren Altsteinzeit wurde die Balver Höhle und auch die Volkringhauser Höhle vor dem Hochglazial der Weichsel-Eiszeit, vor rund 35.000 bis 30.000 Jahren, von Jägergruppen des Aurignacien und Gravettien aufgesucht. Auch diese Balver jagten Mammute, Wildpferde, Wollnashörner und Rentiere.
In der späten Weichsel-Eiszeit vor rund 12.000 Jahren waren es spezialisierte Rentierjäger, die in Balve ihre Lager aufschlugen. Im Holozän bewohnten Jäger und Sammler der Mittelsteinzeit die Höhlen um Balve. Sie errichteten auch auf den Flussterrassen der Hönne ihre Lager.
In der Umgebung von Balve fanden sich in Höhlen und auf den Flussterrassen der Hönne Hinweise auf eine Besiedlung in der Jungsteinzeit. In der Bronze- und Eisenzeit war die Gegend um Balve ebenfalls besiedelt. Vor allem in den Höhlen des Hönnetales wurden zahlreiche Funde entdeckt.
In historischer Zeit tritt die Ortschaft seit dem Hochmittelalter in Schriftquellen in Erscheinung. Ursprünglich gehörte die Gemeinde zum Herzogtum Sachsen, das aber 1180 von Friedrich Barbarossa nach einem Streit mit Herzog Heinrich dem Löwen aufgeteilt wurde.
Nun Teil des neuen Herzogtums Westfalen kam Balve 1368 mit der gesamten Grafschaft Arnsberg unter die Herrschaft des Kurfürstentums Köln, eine Bindung, die bis zur Säkularisation im Jahre 1803 Bestand haben sollte. In Grenzlage zur Grafschaft Mark blühte die Siedlung auf, nachdem ihr 1430 die Stadtrechte, das Marktrecht und die Gerichtsbarkeit verliehen wurden.
Von 1803 bis 1806 war Balve Teil der Landgrafschaft (später Großherzogtum) Hessen-Darmstadt, anschließend des französischen Königreichs Westfalen. 1815 gelangte Balve an Preußen. Bis 1832 gehörte Balve zum Kreis Iserlohn, danach zum Kreis Arnsberg, seit 1975 zum Märkischen Kreis.
Ein Attentat auf den berüchtigten Hexenjäger Kaspar Reinhards in Balve schlug fehl. Die Täter wurden grausam hingerichtet.
Soweit nicht anders angegeben enthält die Tabelle die Einwohnerzahlen inklusive der Gemeinden. Die Zahlen von 1650 bis 1750 sind geschätzt. Es finden sich in offiziellen Quellen unterschiedliche Zahlen, so dass Publikationen geringe Abweichungen aufweisen können.
| Jahr | Einwohner | - | 1650www.balve-online.de: Zur Geschichte der Stadt und des Amtes Balve ¹ | 2600 | - | 1700 ¹ | 2800 | - | 1750 ¹ | 3100 | - | 1818 | 3427 | - | 1867 | 5464 | - | 1871 ² | 1147 | - | 1895 ² | 1216 | - | 1905 ² | 1124 | - | 1914 | 5754 | - | 1925 ² | 1166 | - |
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| Jahr | Einwohner | - | 1933 ² | 1535 | - | 1939 | 7573 | - | 1946 | 10.669 | - | 1950 | 10.590 | - | 1964 | 11.266 | - | 1970 | 10.543 | - | 1988 | 11.196 | - | 1990 | 11.416 | - | 1995Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik: Gemeinden NRW, Ausgabe 2005 | 11.967 | - | 2000 | 12.119 | - |
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¹ geschätzt
² vermutlich nur Stadt
Das Wappen wurde erstmals offiziell am 24. Juni 1911 verliehen, allerdings zeigen Siegel der Stadt die Symbole bereits seit Jahrhunderten: das älteste bekannte Siegel ist von 1462. Nach der kommunalen Neuordnung 1975 musste das Ortsrecht neu gefasst und damit auch das Wappen neu genehmigt werden. Dies geschah am 6. Februar 1976 anhand eines Entwurfes des Vorsitzenden des Kulturausschusses der Stadt Balve, des Grafikers Werner Ahrens, heute Vorsitzender der Balver Heimwacht. Der Wappenschild ist seit 1976 ein anderer als der abgebildete.
Die Pfarrkirche St. Blasius ist eine romanische Hallenkirche (12./13. Jahrhundert) mit Oktogonkuppel (1910).
Bei Schloss Wocklum, einem Wasserschloss, liegt eine internationale Reitanlage. Ebenfalls im Ortsteil Wocklum befindet sich die Luisenhütte, die älteste Holzkohlenhochofenanlage Deutschlands, die 1758 den Betrieb aufnahm.
Im öffentlichen Personennahverkehr ist Balve über die Hönnetal-Bahn (RB 54) an Unna, Fröndenberg, Menden und Neuenrade angebunden.