Balthasar_Neumann.jpg Johann Balthasar Neumann (üblich: Balthasar Neumann) (* vermutlich 30. Januar 1687 in Eger; † 19. August 1753 in Würzburg) war ein Baumeister des Barock und des Rokoko.
Neumann kam 1711 in würzburgische Artilleriedienste und konnte sich mit Unterstützung des Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn in Italien, Frankreich und den Niederlanden zu einem der ersten Architekten seiner Zeit ausbilden.
Neumann gilt als einer der bedeutendsten Baumeister des Barock und des Rokoko. In ihm gipfelt das baukünstlerische Schaffen des süddeutschen bzw. deutsch-katholischen Barocks. Seine Qualitäten lagen in großartigen Innenraumschöpfungen, die vor allem bei Treppenhäusern und Kirchen zu bewundern sind.
Anders als etwa Joseph Effner in München oder Andreas Schlüter in Berlin war Neumann nicht gleichzeitig als Dekorateur tätig. Vielmehr hatte er stets ein gutes Gespür bei der Auswahl der mitwirkenden Künstler und stand insbesondere bei der Würzburger Residenz einer Gruppe internationaler Künstler vor, die mit dem Würzburger Rokoko eine eigene Handschrift höchster Qualität entwickelten.
Neumann starb 1753 in Würzburg als Oberst der Artillerie.
Der in seiner Zeit ungemein vielbeschäftigte Künstler hat zahlreiche Baudenkmäler hoher Qualität hinterlassen. Zu seinen Werken zählen u.a.:
Sein Schaffen wurde dadurch gewürdigt, dass er auf dem letzten 50 DM-Schein abgebildet wurde.
Architekt des Barock | Architekt des Rokoko | Deutscher | Mann | Geboren 1687 | Gestorben 1753 | Würzburger Geschichte
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