| Flag of the Balearic Islands.svg | Balearische InselnIlles Balears / Islas Baleares |
Die Balearischen Inseln (katalanisch Illes Balears, spanisch Islas Baleares) bzw. Balearen sind eine im westlichen Mittelmeer gelegene und zu Spanien gehörende Gruppe von 151 Inseln, die eine Autonome Gemeinschaft Spaniens bilden. Neben den vier großen bewohnten Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera (wobei Ibiza und Formentera geographisch zur Gruppe der Pityusen gehören) umfasst die politische Einordnung der Balearen 147 unbewohnte Inseln, zu denen auch die unter Naturschutz stehende Felseninsel Cabrera gehört. Größte Insel ist mit 3684 Quadratkilometern Mallorca.
Der Name der Inselgruppe leitet sich vom griechischen ballein- baliarides ab, womit in der Antike die gefürchteten Steinschleuderer Els Foners Balears der Inseln gemeint waren, die sich als Söldner auf den Kriegsschauplätzen der Antike verdingten.
Die Balearen umfassen die Inseln Mallorca mit Cabrera und Dragonera, Menorca, Ibiza und Formentera. Ibiza und Formentera bildeten ehemals im Mittelalter eine eigene Inselgruppe, welche unter dem Namen Pityusen bekannt war. Ibiza.Puig-Nuno.jpg]]
Neben der Nationalen Universität für Fernlehre (UNED) bietet vor allem die Universität der Balearen (UIB) ein breites Ausbildungsspektrum mit Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften. Im Studienjahr 2002/2003 waren 14.323 Studenten in 15 verschiedene Fächersparten an der UIB immatrikuliert. Seit 1995 ist auf dem Gelände der UIB in Palma auch die Hotelfachschule der Balearen angesiedelt.
Partit Popular (PP) ist die katalanische Bezeichnung für die auf castellano Partido Popular genannten Partei. Der PP ist eine wertkonservative, am Modell christlich-demokratischer Parteien orientierte Volkspartei, die in Spanien seit 1996 in der Regierungsverantwortung steht. Sie hat ihren Ursprung in der 1976 gegründeten Alianza Popular, die 1989 als Partido Popular neu gegründet wurde. In der autonomen Gemeinschaft der Balearen konnte der Partit Popular bei den Parlamentswahlen im Mai 2003 ihren Stimmenanteil von 1999 halten und mit 29 Abgeordneten in die 59 Mitglieder zählende Volksvertretung einziehen.
Partit Socialista Espanyol (PSOE) ist die auf castellano Partido Socialista Obrero Español genannte und während der Franco-Diktatur verbotene Partei. Sie wurde 1879 als sozialistische Arbeiterpartei gegründet und stellt heute, nach Umwandlung in eine Volkspartei mit sozialdemokratischem Profil, die zweitstärkste politische Kraft in Spanien dar. Bei den Wahlen zum Inselparlament 1999 und 2003 wurde sie ebenfalls mit 13 bzw 15 Abgeordneten zweitstärkste Kraft nach dem Partit Popular (PP).
| Gemeinde | Spanischer Name | Einwohner | Insel |
|---|---|---|---|
| Palma de Mallorca | Palma de Mallorca | 375.773 | Mallorca |
| Calvià | Calviá | 43.499 | Mallorca |
| Eivissa | Ibiza | 42.797 | Ibiza |
| Manacor | Manacor | 35.908 | Mallorca |
| Llucmajor | Lluchmayor | 29.891 | Mallorca |
| Marratxí | Marrachí | 28.237 | Mallorca |
| Maó | Mahón | 27.669 | Menorca |
| Ciutadella | Ciudadela | 26.972 | Menorca |
| Santa Eulària des Ríu | Santa Eulalia del Río | 26.724 | Ibiza |
| Inca | Inca | 26.504 | Mallorca |
| Sant Josep de sa Talaia | San José | 18.382 | Ibiza |
| Sant Antoni de Portmany | San Antonio Abad | 18.366 | Ibiza |
| Felanitx | Felanich | 16.566 | Mallorca |
| Pollença | Pollensa | 15.987 | Mallorca |
| Alcúdia | Alcudia | 15.897 | Mallorca |
| Sóller | Sóller | 12.521 | Mallorca |
| Sa Pobla | La Puebla | 11.767 | Mallorca |
| Son Servera | Son Cervera | 10.766 | Mallorca |
| Santanyí | Santañy | 10.673 | Mallorca |
| Capdepera | Capdepera | 10.245 | Mallorca |
| Andratx | Andrach | 9.906 | Mallorca |
Der mit weitem Abstand größte Anteil an der Wertschöpfung entfällt mit rund 80 Prozent auf den Dienstleistungssektor. Dies stellt die höchste Quote aller autonomen Gemeinschaften Spaniens dar. 73,4 Prozent der arbeitenden Bevölkerung ist im Dienstleistungsbereich beschäftigt. Den zentralen Beschäftigungsfaktor bildet der Fremdenverkehr mit einer Beherbergungskapazität von insgesamt über 410.000 Plätzen.
Von der Zunahme des Fremdenverkehrs hat vor allem auch die Bauwirtschaft profitiert. Einhergehend mit dem starken Bevölkerungswachstum durch Zuzug auch aus anderen Landesteilen Spaniens stieg der Bedarf an Wohngebäuden deutlich an. Inzwischen existieren auf den Balearen über eine halbe Million Wohneinheiten. Der Anteil der Baubranche an der Gesamtwertschöpfung lag auch im Jahr 2005 bei über acht Prozent.
Der Industriesektor ist überwiegend durch kleinere und mittlere Betriebe geprägt, die vor allem Bedarfsgegenstände wie Schuhe, Modeschmuck, Lederwaren und Textilien herstellen, nicht zuletzt für den Export. Ein beachtlicher Teil der Industrieexporte entfällt jedoch auch auf die Produktsparten Maschinen und Metallwaren. Auf den Industriebereich entfällt etwa neun Prozent der Gesamtwirtschaft der Balearen. Demgegenüber liegt der Anteil des Agrarsektors lediglich bei zwei Prozentpunkten.
Durch seeräuberische Unternehmungen erregten die Bewohner den Zorn der Römer; der Konsul Quintus Caecilius Metellus eroberte sie 123 v. Chr. und siedelte dort romanisierte Südspanier an, welche die Städte Palma und Polentia auf Mallorca gründeten, und erwarb sich so den Namen Balearicus.
Mallorca und Ibiza wurden zwischen 1229 und 1235 unter Jakob I. von Aragón (katalanisch Jaume I.) zurückerobert (katalanische Eroberung), Menorca fiel unter seinem Nachfahren Alfons III.. Die Balearen gehörten nun ebenso wie Katalonien zur Krone Aragonien. Zeitweise bildeten sie zusammen mit Teilen Kataloniens einen von einer Nebenlinie des aragonesischen Königshauses regierten selbständigen Staat, das Königreich Mallorca. 1344 eroberte Peter IV. von Aragón die Balearen. Nun wurden die Inseln mit den Stammländern der Dynastie vereinigt. Durch die Vereinigung der Kronen von Aragonien und Kastilien wurden sie schließlich Teil der spanischen Monarchie.
1833 wurde die spanische Provinz der Balearischen Inseln gegründet. Im ausgehenden 19. Jahrhundert gab es Ansätze einer regionalen Unabhängigkeitsbewegung, die sich jedoch nicht festigen konnte. Bereits 1931 wurde für die Provinz der Autonomie-Status vorgeschlagen, den sie allerdings erst 1983, nach dem Ende der Franco-Diktatur, erhielt. Am 1. März 1983 trat das Autonomiestatut für die Balearen in Kraft. Anlässlich diese Ereignisses wurde der 1. März als Dia de les Illes Balears zum Feiertag erklärt.
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