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Balduinstein-001.jpg Balduinstein ist ein Ort an der unteren Lahn im Rhein-Lahn-Kreis in Rheinland-Pfalz (Deutschland) mit 613 Einwohnern (2004) und Teil der Verbandsgemeinde Diez.

Geschichte


Der Ortsname geht auf den Erzbischof Balduin von Trier zurück, der im Jahre 1319 mit dem Bau einer Burg unterhalb der Schaumburg begann. Das Stadtrecht wurde 1321 von Kaiser Ludwig dem Bayern verliehen. Balduin erhebt die Siedlung zum Amt und übergibt es 1335 dem Ritter Dietrich von Staffel.

Nach mehreren Ausbauphasen der Burg im 14. und 15. Jahrhundert unter den Stafflern beginnt in der Mitte des 17. Jahrhunderts der Verfall. Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 erteilt der Kürfurst 1665 die Abbruchgenehmigung, 1680 stehen dann nur noch die Mauern. Hunger und Pest lassen die Einwohnerzahl Balduinsteins von 40 auf 8 Familien schwinden.

Um 1660 beginnt in Balduinstein der Abbau von Brauneisensteinvorkommen, später die Gewinnung von Lahnmarmor. Der Eisenerzabbau wurde 1875, der Marmorabbau 1927 beendet.

Die Burg wird heute als Jugendburg genutzt.

Fremdenverkehr


Das weiter oberhalb gelegene Schloss Schaumburg geht vermutlich auf das Jahr 915 zurück. Die erste Urkunde stammt aus dem Jahre 1197. Das Eigentum der Burg ging von der Familie Einicho von Leiningen an die Grafen zu Westerburg-Leiningen über und 1656 an die Witwe des Reichsgrafen Peter Melander von Holzappel. Durch Heirat ging sie 1812 an das Haus Habsburg-Lothringen. Erzherzog Stefan von Österreich machte sie 1848 zu seinem Wohnsitz und baute die Schlossanlage 1850 im Stile englischer Neugotik aus.

1862 wurde Balduinstein durch die Lahntalbahn an den Fernverkehr und später den Tourismus angeschlossen.

Weblinks


Ort in Rheinland-Pfalz

 

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