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Als Kapsel, Schleimhülle oder Glycocalix wird eine aus Sacchariden bestehende Außenschicht eines Bakteriums bezeichnet.

Allgemeines


Ihre Dicke kann je nach Stamm variieren und sie kann bei allen Grampositiven wie Gramnegativen (Gramfärbung) vorkommen. Man kann daher bei dünneren Schichten von einer Schleimhülle und bei dickeren Schichten von einer Kapsel sprechen. Oft sind diese mächtiger als das Bakterium selbst. Jedoch bleiben unter der Kapselschicht alle anderen Zellwandschichten erhalten, im Gegensatz zu Mycobakterien. Sie werden durch Negativfärbung im Mikroskop dargestellt.

Bei Biomembranen hängt dieser verzweigte Zucker zu 90 % an Membranproteinen und zu 10 % an Glykolipiden (Cerebroside und Ganglioside) Glycocalix.jpg - Bildung der Schleimschicht - Ausschnitt : Negativfärbung der Kapsel.]]

Bedeutung


Diese Kapseln schützen Bakterien vor:

  • Austrocknung
  • Fraß
  • Ablösung von der Oberfläche

Zusammensetzung


Die Glycocalix setzt sich aus Zuckern zusammen die an UDP gebunden sind, je nach Bakterienart kann man

Laevan-Bildner : Hier setzt sich die Hülle aus einer Fructose-Einheit zusammen an diese Starteinheit wird Glucose angehängt. Beispiele: Bacillus, Pseudomonas
Dextran-Bildner : Hier setzt sich die Hülle aus einer Glucose-Einheit zusammen, an diese wird nun Fructose angehängt. Beispiele: Streptococcus, Leuconostoc

Biosynthese


Zuerst wird UDP an die benötigten Zucker angehängt (Saccharose). Mit Hilfe von Undecaprenylphosphat wird es dann durch die Membran transportiert. Ein Teil des Zuckers wird nun durch Veresterung an die Membran gebunden und ist somit dort fest verankert. Nun werden durch Enzyme außerhalb die Zucker zu Fructose und Glucose umgebaut, dabei entsteht Energie, die zum Verknüpfen der soeben erzeugten Zucker (Fructose, Glucose) in einer Kette benutzt wird. Dadurch läuft dieser Prozess ohne weitere Energiezufuhr ab. Daher kann ein Bakterium Kapseln sehr schnell und effizient herstellen.

Mikrobiologie

 

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