Die Bajuwaren oder Baiern (Bajoras, Baiwaren, Baioaren, lat. Bavarii, Baioarii) sind ein Volksstamm, der im 6. Jahrhundert (vermutlich) aus germanischen (den Baioarii, siehe unten), keltischen, slawischen und romanischen Volksgruppen entstand und bis heute die wichtigste Bevölkerungsgruppe im Gebiet der heutigen bayerischen Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz, der heutigen österreichischen Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich, Wien, Burgenland, Steiermark, Kärnten, Salzburg und Tirol sowie in dem heute zu Italien gehörigen Südtirol darstellt. Als der Gotenkönig Theoderich der Große um 500 große Teile des 476 untergegangenen Weströmischen Reiches übernahm, bildete sich in den ehemaligen Römerprovinzen Rätien und Noricum der neue Stamm der Bajuwaren, indem Siedlergemeinschaften der oben genannten Elb- und Ostgermanen mit der alteingesessenen Bevölkerung nach und nach verschmolzen sind. Die Bajuwaren waren/sind also kein genuiner Volksstamm, sondern vielmehr ein "Volkskonstrukt", das sich aufgrund einer bestehenden regionalen Herrschaftseinheit gefügt hat (Ethnogenese).
Die so genannte Stammesbildung der Bayern (gr.-nlat.= „Ethnogenese, Volkswerdung”) ist sowohl zeitlich als auch in ihrer ethnischen Voraussetzung und der Entstehung des Namens noch immer ungeklärt.
Allgemein wird in der Fachliteratur davon ausgegangen, dass eine Vielzahl unterschiedlichster Volksgruppen innerhalb der ehemals römischen Provinz Raetia sowie dem Ufer-Noricum (=Noricum ripense) auf Grund historischer Ereignisse gegen Ende der Völkerwanderungszeit zu einem ethnokulturell einheitlichen (Volks-) "Stamm" zusammen wuchsen. Als Zeitschicht, in welcher dieser Prozess der Stammesbildung seinen Abschluss gefunden habe, wird die Regierungszeit des Gotenkönigs Theoderich der Große (493-526) in Italien angenommen (W. Störmer).
Als erste schriftliche Erwähnungen der Bayern als Bajuwaren gelten zwei Benennungen: Zum einen jene Baioras (auch Baibaros), welche in der 551 veröffentlichten Getica (De origine actibusque Getarum), der Gotengeschichte eines Jordanes genannten Autors als östliche Nachbarn von "schwäbischem Land" (regio illa Svavorum) überliefert werden. Venantius Fortunatus, ein aus Italien stammender Poeta doctus, benannte um 576 ebenfalls Bayern: Die Baivaria (auch Bojoaria) als Land am Lech (Liccam Baivaria/Liccam Bojoaria) sowie einen Baiovarius (auch Bajoarius), der stellvertretend für "die Bayern" südlich von St. Afra bei Augsburg dem Reisenden auf der Straße nach Süden und über die Alpen (Via Claudia Augusta) hindernd in den Weg treten konnte. Die Wurzeln zur Ethnogenese der Bayern reichen bis in die vorrömische Zeit hinab, wenngleich die eigentliche Stammesbildung erst sehr viel später anzusetzen ist. Wohl erst nach den Stürmen der Völkerwanderungszeit, welche häufige und großräumige Bevölkerungsverschiebungen mit sich brachte, konnte sich im östlichen Rätien sowie in Teilen des Donau- oder Ufer-Norikums jener Prozess stabilisieren, der dann unter einer regional übergreifenden Herrschaft im Land zu jener ethnokulturellen Gemeinsamkeit führte, welche als Ethnogenese zu bewerten ist. Namensbildung und Werden des "Stammes" folgten dabei zwei unterschiedlichen Entwicklungslinien.
Die ethnogenetische Herausbildung des Stammes - welche sich mit den Begriffen der Staatsrechtslehre auch als Werden eines Personenverbandes mit nachfolgendem Personenverbandsstaat beschreiben lässt - wird von der historischen Wissenschaft übereinstimmend dahingehend interpretiert, dass aus einer Vielzahl unterschiedlicher im Land ansässiger Volksgruppen jener polyethnische Personenverband erwuchs, der dann zum Stamm der Bayern wurde. Sowohl der Zeitpunkt dieser Stammesbildung wie auch die Ursache seiner Namengebung waren und sind jedoch ungeklärt.
Im Jahr 15 vor Chr. eroberten die Legionen Roms das nördliche Alpenvorland bis zur Donau - vom Bodensee bis Passau und Wien. Die keltische Bevölkerung der Flachlandregionen war zu diesem Zeitpunkt bereits abgewandert, wie zum Beispiel das Oppidum Manching bei Ingolstadt zeigt, so genannte Germanen dort noch nicht heimisch geworden. Der archäologische Befund verweist in weiten Teilen des heutigen Bayern auf ein "fast menschenleeres Ödland" für jene Zeit (S. Rieckhof, Das Keltische Jahrtausend). Lediglich in den unzugänglichen Hügel- und Bergregionen war offenbar eine keltische oder illyrische Altbevölkerung ansässig geblieben. Strabon, ein griechischer Historiker und Geograph, benennt westlich des Bodensees die Helvetier, östlich desselben die Vindeliker als Bewohner von Berghalden, während Räter und Noriker die eigentliche Alpenregion bewohnten (Geographica, VII).
Während der mehrhundertjährigen Herrschaft der Römer ergab sich durch Zuzug und Ansiedelung ein starkes Bevölkerungswachstum, wobei durch die Constitutio Antoniniana des Kaisers Caracalla aus dem Jahr 212 allen freien Bewohnern der römischen Provinzen das römische Bürgerrecht zuerkannt wurde - auch in Rätien und dem Noricum. Diese romanisierten Provinzbürger werden als "Provinziale" bezeichnet.
Aus der römischen Besatzungszeit stammen auch jene beiden Relikte, welche auf Boier im Land verweisen: Ein römisches Militärdiplom, welches 107 an den Legionär einer spanischen Reitereinheit (einer sog. Ala) in Rätien verliehen wurde, und dessen Vater Comatullus ein Boio war; sowie eine Keramikscherbe, auf welche einst Boio eingeritzt wurde (Kat.: Der römische Limes in Bayern).
Literarische Beziehungen zu den keltischen Boiern wurden durch Strabon und Tacitus formuliert. Strabon erwähnt die verlassene Einöde der Bojer am Bodensee sowie Bujaemum im herkynischen Wald (Geographica, VII,1), woraus bei Tacitus dann Boii und Boihaemum werden. Bei der Wiederentdeckung des Tacitus am Hof Karls des Großen wurden diese Begriffe zum Vorbild für das Land Beheim und dessen slawische Bewohner als "Beheimi" = Böhmen (Einhard).
Die römischen Bewohner, jene Provinziale, verließen dann 488 auf Befehl des Odoaker die nördlich des Alpenkammes liegenden römischen Provinzen. Im östlichen Rätien wie auch dem Donau-Noricum kam dieser Abzug der Romanen einer weitgehenden Entvölkerung des Landes gleich, denn mit den römischen Herren zogen wohl auch deren Knechte, Mägde und Sklaven mit in die neue Heimat Italien um.
Einige Jahrzehnte vor dieser Abwanderung, um etwa 400 n. Chr., war entlang der Donau, zwischen Passau und Neuburg, noch eine elbgermanische Zuwanderergruppe heimisch geworden, die nach den spektakulärsten Fundorten ihrer Brandgräberfelder und Keramik als Gruppe "Friedenhain-Prestovice" bezeichnet wird.
Im Jahr 506 öffnete der gotische König Theoderich der Große die nördlichen Grenzen seiner goto-römischen Präfektur Italia den von Franken an Rhein und Neckar besiegten Alamannen. Diese sogenannten "Rest-Alamannen" übersiedelten nun Land nehmend die Provinzen Rätien und Noricum. Im Bündnis mit Theoderich und gemeinsam mit jenen nördlich der Donau heimischen Thüringern, hatten die nun unter gotischer Oberherrschaft stehenden Alamannen die „nasse Grenze” der Italia im Norden (=Hochrhein-Bodensee-Argen-Iller-Donau) gegen die Franken zu "schützen" (so Ennodius von Pavia).
Diese übersiedelnde Landnahme der "Rest-Alamannen" geschieht exakt in jenem Zeithorizont, in welchem auch die vermutete Zuwanderung der frühen Bajuwaren angenommen wird. Im archäologischen Fundgut dokumentiert sich für diesen entsprechenden Zeitabschnitt meist jedoch nur die Ausbreitung alamannischer Siedlungen im östlichen Rätien (Rainer Christlein u. a.). Auch jene ing-Orte, welche als idealtypische Hinterlassenschaft aus der Frühzeit der Bajuwaren in Bayern gelten, korrespondieren durch entsprechendes Fundgut oft in auffälliger Weise mit dieser alamannischen Zuwanderung. "Und letztlich unterscheiden wir überhaupt nur deshalb zwischen Baiern und Alamannen, weil wir wiederum auf das Geschichtsbild zurückgreifen" (M. Menke, Katalog Bajuwaren, S. 73).
Während ihres Verteidigungskampfes gegen Byzanz überließen die Goten Italiens im Jahr 536 alle von ihnen beherrschten Gebiete jenseits (=nördlich) der Alpen den Königen der Franken, um dadurch Militärhilfe von diesen, oder zumindest deren Neutralität zu erlangen. So wurden auch Rätien und das Norikum fränkisch. Ein nennenswerter Bevölkerungszustrom fand dabei jedoch nicht statt. Auch die Franken begnügten sich im Wesentlichen mit der militärischen Sicherung von Städten, Kastellen, Straßen, Flussübergängen und ähnlichen strategisch wichtigen Plätzen, so wie dies vor ihnen bereits Goten oder Hunnen ebenfalls getan hatten. Vom Genfer See bis hinüber nach Wien stand das gesamte nördliche Alpenvorland jetzt unter fränkischer Herrschaft.
Mit der nur drei Jahre später erfolgten Eroberung der "nördlichen Ebenen Italiens" sowie auch des Inneren Norikums (Noricum Mediterraneum) bis an die Grenzen der römischen Provinz Pannonien (=Ungarn), hatte das Reich der Merowinger Frankenkönige die größte räumliche Ausdehnung seiner Geschichte erreicht. Ein Briefwechsel jener Zeit, in welchem sich der "majestätische" Franke Theudebert I. gegenüber seinem kaiserlichen Rivalen von Ostrom, Justinian, der eigenen Machtfülle berühmt (sogenannter „Theudebertbrief” aus dem Jahr 539/40), ist auch für die Frühgeschichte der Bayern bedeutsam. Der fränkische König benennt darin Norsavorum gente ("norische Völker"), welche sich mit seiner Herrschaft "versöhnt" hätten, um so dem Schicksal der von ihm "ausgelöschten" Thüringerkönige zu entgehen (zitiert nach W. Menghin). Diese "norisch-schwäbischen Geschlechter" oder Stämme, stehen jedoch in einem unmittelbaren Zusammenhang mit jenen Baioras, die wenig später in der Gotengeschichte des Jordanes als östliche Nachbarn des "schwäbischen Landes" (regio Swavorum) genannt werden.
An Stämmen und Völkern, die sowohl in literarischen Quellen als auch im archäologischen Fundgut Bayerns sichtbar werden, sind von der spätrömischen Epoche bis zum Beginn der fränkischen Herrschaft in Rätien und Norikum folgende Namen von Relevanz für die Vor- und Frühgeschichte der Bayern: Alamannen, Alanen, Burgunden, Breonen, Goten, Heruler, Hunnen, Juthungen, Langobarden, Markomannen, Noriker, römische Provinziale (Romanen), suebische Quaden, Raetovarii, Rugier, Thüringer, Vandalen, Warnen, sowie jene so benannte Gruppe Friedenhain-Prestovice.
Während der merowingisch-fränkischen Königsherrschaft kamen zu diesen selbst noch hinzu: Die Awaren (aus fränk. Sicht stets Hunnen genannt), Gepiden, "norische" Schwaben, Sachsen, Schwaben, Sklavenier (Slawen, Sorben, slawische Wineder).
Aus diesem polyethnischen Personenverband erwuchs dann der Volksstamm der Bayern (Ethnogenese). Welche Rolle dabei einzelnen dieser Stämme oder Reste von diesen am Zustandekommen der Bayern jeweils zukam, lässt sich im einzelnen nicht darstellen. Doch von beinahe allen der genannten Völker oder Stämme finden sich archäologisch zuordnungsfähige Relikte in Bayerns Boden, jedoch nichts, was sich als ein spezifisch "bajuwarisches" Artefakt deuten ließe.
Ursprung und Voraussetzungen zur Bildung des Namens Bayern sind ungeklärt. Eine Herausbildung durch die im Land einst ansässige Bevölkerung (sog. Endonym) wird inzwischen jedoch allgemein vorausgesetzt. Galt zuerst die seit dem Mittelalter übliche Annahme, die Baiern seien Nachfahren antiker Boier, wurde diese Theorie dann abgelöst zugunsten germanischer Markomannen, die einst als "Männer aus Böhmen" zu Namengebern der Bayern geworden seien. Die aktuelle Diskussion verweist nun auf eine so genannte Gruppe „Friedenhain-Prestovice”, welche jetzt als Namen gebend für die Bajuwaren favorisiert wird. Böhmen wird dabei als mögliches Herkunftsland "Baia" interpretiert.
Als ältestes Zeugnis für den Namen Bayern wird eine Textstelle in Jordanes Getica, betrachtet. Sie benennt baioras oder Baibaros als östliche Nachbarn des "schwäbischen Landes" (regio Svavorum). Diese Quelle ist jedoch in mancherlei Hinsicht fragwürdig. Jener eine Satz, in welchem die Baioras lokalisiert werden, widerspricht allen anderen Angaben, welche Jordanes in seiner Getica ansonsten und mehrmals über die Heimat der benachbarten Schwaben macht. Zusätzlich ist die Authentizität dieser "Gotengeschichte" insgesamt sehr unsicher. Lediglich sehr späte Abschriften dieses Werks sind überliefert, und so "... müssen wir uns bescheiden, nicht mit Gewissheit sagen zu können, was Jordanis wirklich geschrieben hat." Dieses Fazit des Übersetzers W. Martens aus dem Jahr 1913 ist noch heute gültig.
Andere Autoren, die etwa gleichzeitig zu Jordanes schreiben, und deren überlieferte Texte unangezweifelt sind (Prokop, Agathias, Ennodius von Pavia), erwähnten nichts Bayerisches. Gregor von Tours kannte um 595 ebenfalls noch keine Bayern. Auch nicht Eugippius, der vier Jahrzehnte vor Jordanes seine Vita Sancti Severini verfasste, und als Gefährte dieses Heiligen ebenfalls an der "norischen Donau" gelebt hatte. Er benennt jedoch einen verfallenden Ort namens Poytro oder Boiotro vor den Toren der Stadt Passau (in loco nomine Poytro, Codex 1064 der Österreichischen Staatsbibliothek).
Allerdings wird von einigen Vertretern der Fachwissenschaft "vermutet", Jordanes habe die Baioras als ein Zitat aus einem mehrbändigen Werk über die Geschichte der Goten des Cassiodorus Senator benützt (Ludwig Schmidt, Die Westgermanen 1938, neu 1970, oder W. Störmer, Die Bajuwaren, 2000). Der Text dieses Autors ist jedoch verloren und der Gehalt dieser Vermutung nicht nachprüfbar.
Die zweite schriftliche Benennung mit Bayern findet sich bei Venantius Fortunatus, dessen diesbezüglicher Text unstrittig ist. Er berichtet um 576 von seiner Reise über die Alpen im Jahre 565, und beschreibt dabei, wie er vom Inn im Land der Breonen heraufkommend die "Baivaria" am Lech (Liccam Baivaria/Liccam Bojoaria) durchquerte. An anderer Stelle benennt er einen Bajoarius oder Baiovarius, der bei St. Afra nahe Augsburg die Straßen nach Süden und weiter über die Alpen kontrollierte und dabei dem Reisenden "hindernd" in den Weg treten konnte. Es ist somit Fortunatus, der mit seiner Beschreibung der Baivaria am Lech, sowie des wohl auf der dortigen Via Claudia Augusta stehenden Baiovarius, die erste konkrete Lokalisierung "Bayerns" - und zugleich den ersten "Bayern" stellvertretend für "die Bayern" - am Lechrain, zwischen Augsburg und dem Fernpass, in der Literatur verankerte. Die etymologische Bedeutung auch seiner Wortschöpfungen ist jedoch nicht geklärt.
Eine weitere schriftliche Erwähnung der Bayern als Baioarii findet sich dann bei Fredegar, einem fränkischen Chronisten, der für die Jahre um 633/35 "Bayern" (Baioarier) als Vollstrecker eines vom fränkischen König Dagobert I. befohlenen Massenmordes an 9000 Bulgaren samt deren "Weiber und Kindern" benennt.
Die vierte namentliche Benennung der Bayern erfolgte dann um 640 durch Abt Jonas von Bobbio, der in einer Biographie des Columban von Luxeuil notierte, dass die Boiae jetzt Baioarii genannt würden. Diese sprachliche Gleichsetzung von keltischen Boii mit den Baioarii des frühen Mittelalters, bildete die literarische Grundlage jener so lange gültigen Gleichung: Boier=Bayern.
Zum Ende des 7. Jahrhunderts hatte sich dann der Stamm der Bayern als ein frühmittelalterlicher Personenverband soweit stabilisiert, dass ein Princeps (= Erster Fürst) Theoto von Regensburg (680-725?) einen autonomen Personenverbandsstaat etablieren konnte. Dabei geriet Bayerisches erneut in die schriftlichen Texte. Papst Gregor II. schrieb seinem Legaten von der Baiwaria (in Baioaria), nannte Theoto als "Ersten" der Geschlechter/Stämme dort (Primus de gente eadem) und auch als "Herzog der bayerischen Stämme" (dux gentis Baioariorum). Als Herrn eines zu begründenden Erzbistums für Bayern bezeichnete er ihn als "dux Provincae" (Liber Pontificalis, zitiert nach Alois Schmid)
Wie im Detail die Ethnogenese der Bajuwaren einst auch abgelaufen sein mag, der "Stamm" der Bayern hatte nun zu territorialer und staatlicher Existenz gefunden.
Eine herausragende Bedeutung kommt dabei jenen Alamannen zu, welche nach ihrer Niederlage gegen die Franken ab 506 unter dem Patronat Theoderichs Rätien und das Norikum Land nehmend übersiedelten. Diese sogenannten "Rest"-Alamannen gründeten nun auch östlich der Iller und südlich der oberen Donau ihre spezifischen ing- Orte, beispielsweise Erding, Freising, Germering, Herrsching, Leonding oder Straubing, und wurden dabei zu einem wesentlichen Bestandteil der ethnischen Komponente der Bayern.
Der Lech wurde erst später zur Sprach- und Kulturgrenze zwischen Alamannen und Bajuwaren, wobei diese Dialekt- bzw. Sprachgrenze heute ausgeprägter ist, als sie dies in jener Epoche war.
Die Sprache der Baiern ist das Bairische (Süd-, Mittel- und Oberbairisch), ein im Laut verschobener oberdeutscher Dialekt des Hochdeutschen. Die vor allem in Alpentäler lange erhalten gebliebene romanische Sprache wurde während des Mittelalters immer weiter zurückgedrängt, bis sich schließlich im heutigen Südtirol eine (süd-)bairisch-romanische Sprachgrenze gebildet hatte.
Als Nachbarvölker der Bajuwaren gelten:
Regensburg galt lange Zeit als die Hauptstadt der Baiern und wurde in karolingischer Zeit zum Zentrum des ostfränkischen Reiches.
Die Baiern waren einer allmählichen Christianisierung unterworfen. Im Benediktinerkloster Niederaltaich (gegründet 731 oder 741 n. Chr.) wurde als Gesetzeswerk die so genannte Lex Baiuvariorum auf 150 Pergamentseiten in lateinischer Sprache niedergeschrieben.
Siehe auch: Geschichte Bayerns
Bayerische Geschichte | Deutsche Geschichte | Germanischer Stamm | Europäische Ethnie
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