| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Bahretal.png | Karte_Bahretal_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Sachsen |
| Regierungsbezirk: | Dresden |
| Landkreis: | Sächsische Schweiz |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | zwischen 240 und 370 m ü. NN |
| Fläche: | 36,48 km² |
| Einwohner: | 2.372 (30. April 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 65 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 01819 (alt: 8301) |
| Vorwahl: | 03 50 23 (Gersdorf) 03 50 25 (alle anderen Ortsteile) |
| Kfz-Kennzeichen: | PIR |
| Gemeindeschlüssel: | 14 2 87 040 |
| Gemeindegliederung: | 8 Ortsteile |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Gersdorf Nr. 31 01819 Bahretal |
| Website: | |
| E-Mail-Adresse: | bahretal@gmx.de |
| Politik | |
| Bürgermeisterin: (26. März 2000) | Brigitte Kolba (parteilos) |
| Gemeinderat: (13. Juni 2004) | Bürgervereinigung für Bahretal - 11 Sitze PDS - 3 Sitze |
Die sächsische Gemeinde Bahretal (nicht zu verwechseln mit Bahratal, einem Ortsteil von Bad Gottleuba-Berggießhübel) liegt südlich von Pirna. Sie erstreckt sich über die Nordabdachung des östlichen Erzgebirges, das Elbtalschiefergebiet zwischen Gottleuba und Dohna. Sie ist seit dem Jahr 2000 Teil der Verwaltungsgemeinschaft Bad Gottleuba-Berggießhübel.
Gersdorf_Oberdorf.jpg Die Gemeinde durchzieht das Flüsschen Bahre, welches als Bahrebach ca. 1,5 km nördlich des Ortes Breitenau (Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel) bei 505 m ü. NN entspringt und bei Gersdorf durch drei weiter Quellbäche (Gersdorfer Bach, Wingendorfer Bach und Bornaer Bach) gespeist wird. Zwischen den Ortsteilen Borna-Gersdorf und Friedrichswalde-Ottendorf wurde 1970 ein Rückhaltebecken fertig gestellt, welches im Ergebnis des Hochwassers der osterzgebirgischen Flüsse (Gottleuba, Bahre, Seidewitz, Müglitz) von 1957 geplant wurde. Web_Friedrichswalde.jpg Durch die Ortsteile Nentmannsdorf und Niederseidewitz fließt auch die Seidewitz, die kurz hinter Zuschendorf die Bahre in sich aufnimmt und in Pirna in Höhe des Senioren- und Pflegeheimes an der Einsteinstraße in die Gottleuba fließt, die wiederum kurz darauf in die Elbe mündet.
Bahretal besteht aus den Ortsteilen Borna, Friedrichswalde, Gersdorf, Göppersdorf, Nentmannsdorf, Niederseidewitz, Ottendorf und Wingendorf.
Der Name Bornas leitet sich vom wendischen „Borne“ ab, was „Lehmbach“ oder „Lehmfeld“ bedeutet. Seine erstmalige Erwähnung stammt aus dem Jahre 1388.
1311 wurde Friedrichswalde sowie seine Kirche erstmals urkundlich bezeugt. Seine Gründung geht aber wahrscheinlich schon auf Friedrich von Karaz zurück, der zwischen 1206 und 1220 mehrfach urkundlich erwähnt wurdu.
Wie alle Dörfer der Region wurden auch Göppersdorf und Wingendorf (auch Groß- und Kleingöppersdorf) durch fränkische und thüringische Bauern besiedelt. Das „große und cleyne“ Gotfridersdorf (wiederum der Name eines Lokators) wurde erstmals um 1437 urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert erhielt der Ortsname seine heutige Gestalt. Die Waldhufendörfer gehörten bis 1855 zur Herrschaft Liebstadt. 1486 heißt es erstmals „im dorffe zcu Wenigißdorff, kleyne Gopperßdorff genannt“. Über Namensformen wie „Weinigsdorff“, „Wiengendorff“, „Windtorff“ und „Wittichendorff“ erhielt der Ortsteil 1557 seinen heutigen Namen.
Der Name von Nentmannsdorf ist sächsisch und leitet sich vom Namen Nantwin (althochdeutsch so viel wie "nantha" = wagemutig oder kühn, "wini" = Freund ), der wahrscheinlich auch als Heiliger verehrt wurde, ab. Die erste Erwähnung geht auf 1338, die des Namens Nentmannsdorf auf 1417 zurück, die von Niederseidewitz auf das Jahr 1411. Zu Nentmannsdorf wird auch der Laurich (früher ein Gasthof) gerechnet. Niederseidewitz setzt sich aus den Teilen Ober- und Niederseidewitz, der Eulmühle und Zwirtzschkau zusammen.
Ottendorf wurde 1299 erstmals erwähnt. Wahrscheinlich fällt die erste urkundliche Erwähnung sogar auf 1294. Die Urkunde zeigt (irrtümlich) 1344 als Datum, die handelnden Personen verweisen aber auf das Jahr 1294. Die Gründung des Ortes geht wahrscheinlich schon auf Otto von Donin zurück und könnte somit zu Beginn des 13. Jahrhunderts liegen. Der Name variiert in der Folgezeit nur wenig: Othendorff und Ottindorff.
Die Kirche wird wie der Ort bereits 1388 in einer Urkunde der Dohnaer Burggrafen erwähnt. Vermutlich war sie zu dieser Zeit selbständig. Später (1495) gehört sie zu Pirna und zum Archidiakonat Nisan. Mit der Reformation, hier 1539 eingeführt, kommt die Bornaer Kirche zu Liebstadt. Als Pfarrhaus diente das Diakonat in Liebstadt. Allerdings bekam Borna 1894 ein eigenes Standesamt.
Die Kirche wurde wie der Ort 1311 erstmals urkundlich erwähnt. Wie Borna gehörte sie 1495 zu Pirna und zum Archidiakonat Nisan. Seit 1501 wurden Teile von Niederseidewitz nach Friedrichswalde gepfarrt. Von 1640 bis 1644 wurde die Friedrichswälder Kirche mangels eines Pfarrers von Ottendorf aus verwaltet.
Gersdorf hat nie über eine eigene Kirche verfügt und wurde seit alters nach Ottendorf gepfarrt.
Über die Gerichtsbarkeit gibt es bis auf die Erwähnung eines Richters im Jahre 1788 keine gesicherten Angaben.
Kirchlich gehörten die Dörfer ebenfalls zu Liebstadt. Bereits zur Reformationszeit wurden beide Orte dahin gepfarrt.
Das Richtergut (Kretschmar) wurde gelegentlich im Zusammenhang mit der Nennung eines Richters und seiner Besteuerung (erstmals 1661) erwähnt. Beide Dörfer gehören mit Ober- und Erbgerichten bis zur Aufhebung der Patrimonialgerichtsbarkeit durch die Reichsjustizgesetze 1877 zur Gerichtsbarkeit des Liebstädter Rittergutes.
Das Richtergut wurde 1472 als zu von Wurgwitz gehörig bezeichnet. 1484 wurd Hans von Bernstein „mit eynem halben gericht“ belehnt. Nentmannsdorf unterstand noch 1699 dem Pirnaer Bierzwang, hat sich aber nicht daran gehalten.
Nentmannsdorf wurde 1501 und 1548 nach Liebstadt gepfarrt, nach 1617 wahrscheinlich, ab 1634 sicher nach Burkhardswalde.
1501 wurden Niederseidewitz nach Friedrichswalde und Oberseidewitz nach Dohna gepfarrt. 1539 gehörten beide Orte zur Parochie Friedrichswalde.
Das Richteramt zu Ottendorf war walzend, d. h. der Erbherr konnte einen Einwohner des Ortes damit beauftragen oder es wieder von ihm nehmen.
Das Kirchlehen wurde erstmals 1447 erwähnt. Die Kirche wurde 1522 bis 1524 renoviert. 1698 wurde das Schiff gewölbt und 1900 fand ein weiterer größerer Umbau statt. Der noch heute genutzte Friedhof wurde 1885 mit einer Totenhalle angelegt. Zur Kirchgemeinde zählten Ottendorf, Gersdorf und Dohma.
Wie in Borna wurde auch in Nentmannsdorf seit 1586 Kalkstein abgebaut (heute wird im Hartsteinwerk Nentmannsdorf im Seidewitztal durch die Sächsische Baustoffunion SBU Dresden Amphibolit und durch ProStein in Friedrichswalde Diabas abgebaut). Der Bergbau verhalf auch den Nentmannsdorfern zu einigem Wohlstand. Der Untertageabbau erlebte um 1878 mit dem Bau der Talstraße von Pirna nach Liebstadt noch einmal einen kräftigen Aufschwung. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Brüche aber aus Rentabilitätsgründen stillgelegt.
Durch die Lage an der Alten Dresden Teplitzer Poststraße brachten die kriegerischen Auseinandersetzungen und die marodierenden Truppen im 30-jährigen und im 7-jährigen Krieg sowie besonders während des Napoleonischen Krieges[1813 (hier lieferten sich Russen und Franzosen auch in den Nentmannsdorfer Kalkbrüchen blutige Gefechte), von dem noch die sog. „Napoleonschanze“ bei Herbergen zeugt, Not und Elend über die Bewohner der Region.
1877 wurde die Freiwillige Feuerwehr Gersdorf gegründet. Ihre Feuertaufe musste sie bereits ein Jahr später bestehen. Sie löschte vier brennende Wohnhäuser in Berggießhübel und ging als „Retter von Berggießhübel“ in die dortige Stadtgeschichte ein.
Aber auch in Gersdorf selbst hatte sie große Bewährungsproben zu bestehen: So z. B. beim Brand des Rittergutes am 19. Juli 1888, zu dem sie vormittags um 10.45 Uhr alarmiert wurde. Durch den Sturm fielen weitere 13 Häuser den Flammen zum Opfer.
Das Hochwasser im Jahr 1927, man wollte gerade das 50-jährige Feuerwehrjubiläum begehen, war eine weitere Bewährungsprobe. Das Fest am 28. August 1927 musste ausfallen. Es wurde am 28. und 29. Februar 1928 nachgeholt. Die Schäden, die das Hochwasser hinterließ, waren immens. Der Pirnaer Anzeiger schrieb über „beträchtliche Wald- und Flurschäden“.
1970 und 1973 erfolgten erste Zusammenlegungen der Dörfer zu den Gemeinden Friedrichswalde-Ottendorf, Nentmannsdorf-Niederseidewitz und Borna-Gersdorf. Mit der Gemeindegebietsreform von 1994 wurden diese Gemeinden zusammen mit Göppersdorf und dem Ortsteil Wingendorf zur Gemeinde Bahretal zusammengelegt. 2000 haben sich die Städte Bad Gottleuba-Berggießhübel und Liebstadt mit der Gemeinde Bahretal zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammengeschlossen mit Bad Gottleuba-Berggießhübel als erfüllender Gemeinde.
Das Hochwasser vom Sommer 2002 hat auch vor der Gemeinde Bahretal nicht halt gemacht. Da die Gemeinde sich über die Täler der Bahre und Seidewitz erstreckt, war sie auch von den Schäden dieser beiden Flüsse betroffen. Besonderen Schaden nahm die Infrastruktur der Gemeinde, insbesondere Straßen und Brücken. Allein im Tal der Bahre mussten fünf Brücken neu gebaut bzw. saniert werden. Dazu kamen umfangreiche Arbeiten zur Sanierung der Flussläufe, ihrer Stützmauern und der Straßen. Mit der Sanierung der Dorfstraße in Borna wurden diese Arbeiten zum größten Teil Ende 2004 abgeschlossen. Insgesamt summierten sich die Schäden in der Gemeinde auf ca. 10 Millionen EUR.
Die Kirche in Ottendorf ist romanischen Ursprungs und damit die älteste in der Gemeinde. Im 14. Jahrhundert wurde sie gotisch erneuert. Besonders sehenswert sind Fresken im Chorraum mit Abbildungen der Apostel und Evangelisten, die um 1500 entstanden sind, aber erst in letzter Zeit wieder entdeckt wurden. Eng verbunden ist die Geschichte der Kirche mit den Besitzern des Ottendorfer Schlosses. Hans von Lindenau stiftete der Kirche 1591 eine komplette Innenausstattung. Besonders beeindruckend ist der geschnitzte, dreigeschossige Renaissancealtar von Franz Dittrich d. Ä. sowie das Portrait des Stifters, eine Arbeit von Lucas Cranach d. J. Später wurde die Kirche die Grablege der Familie von Carlowitz. Davon zeugen zahlreiche Epitaphien in Chorraum und Kirchenschiff.
Der heutige Kirchenbau in Friedrichswalde geht bis auf das Jahr 1647 zurück. Im Dreißigjährigen Krieg mussten der Ort Friedrichswalde und auch die Kirche schwere Verwüstungen hinnehmen. Aus den Trümmern erstand die heutige Kirche. Der Turm und der Westgiebel kamen Ende des 19. Jahrhunderts hinzu, und die Innenausstattung wurde dem Zeitgeschmack angepasst und neogotisch erneuert. Zu den Gottesdiensten erklingt eine Orgel der Gebrüder Jehmlich, gebaut 1905.
Die Kirche in Borna wurde erstmals im 14. Jahrhundert erwähnt. Damals war sie eine Kapelle für die Bergleute. 1752 war sie schließlich so baufällig, dass sie abgerissen werden musste. Bereits ein Jahr später stand an ihrer Stelle die heutige Kirche mit schlichtem Äußerem, dafür aber weithin sichtbar auf einem Hügel.
| Kirche_Ottendorf.jpg | Kirche_Borna.jpg | Kirche_Friedrichswalde.jpg |
Umso bemerkenswerter ist die Innenausstattung mit dem spätbarocken Ädikula-Kanzelaltar (1756), ein Werk des Dresdner Hofmarmorierers Andrea Salvatore Aglio. Der Marmor stammt aus den Bornaer Brüchen. Der Altar ist ein Geschenk an die Bornaer - als Gegenleistungen für Marmorlieferungen an den Dresdner Hof. Die Orgel stammt vom Dresdner Orgelbauer[Jahn und wurde 1858 geweiht. 1981 wurde sie vom Nentmannsdorfer Siegfried Creuz restauriert. 1880 erfuhr die Kirche eine weitere Renovierung im Innern. Ihre drei Bronzeglocken (eine ältere Glocke trug die Jahreszahl 1563) musste die Kirche in den letzten beiden Weltkriegen jeweils zur Waffenproduktion abgeben. Sie wurden durch Stahlgussglocken ersetzt. 1976 konnte mit den Spenden der 100 Gemeindemitglieder ein neues Bronzegeläut in der Apoldaer Glockengießerei in Auftrag gegeben werden. 2003 feierte die Kirche ihr 250. Jubiläum und wurde aus diesem Anlass außen renoviert.
In Nentmannsdorf (Nr. 35a) wurde 1995 von Norbert Creuz (einem gelernten Porzellanmaler) im Seitengebäude seines Bauernhofes ein Bauernmuseum mit der so genannten „Garagenorgel“ (seit 1978) seines Vaters Siegfried Creuz eröffnet. Nach vorheriger Anmeldung kann man auch eine „Hörprobe“ dieses Instruments erleben. Bis 1989 wurde sie auch zu Konzerten gespielt.
| Oberhalb von Gersdorf ist die Gersdorfer Ruine (388 m ü. NN - um das Jahr 1800) zu besichtigen. Diese wurde als künstliche Ruine errichtet und sollte als Jagdunterkunft dienen. Die Ruine gilt als Ausdruck romantischer Naturschwärmerei im beginnenden 19. Jahrhundert. | Ruine_Gersdorf_1820.jpg |
Seit 1997 veranstaltet der Motorsportclub Bahretal e.V. jährlich die Sachsenmeisterschaft im Auto-Rodeo-Cross auf dem Nentmannsdorfer Weinberg. Bei diesen drei Autorennen pro Jahr treten Teams aus ganz Deutschland gegeneinander an, um den begehrten Titel Sachsenmeister im Auto-Rodeo-Cross zu erringen, der seit 1996 vergeben wird. Zu einer Tradition soll „Borna singt und musiziert“ werden. Diese Veranstaltung fand 2003 erstmalig statt.
Weitere Veranstaltungen werden regelmäßig durch den Heimatverein Borna-Gersdorf e. V. und die Freiwillige Feuerwehr Bahretal (sie entstand aus den Ortswehren Borna-Gersdorf, Göppersdorf-Wingendorf, Friedrichswalde-Ottendorf und Nentmannsdorf-Niederseidewitz) organisiert. Auch die Sportvereine und die in der Gemeinde ansässigen Betriebe und Handwerker beteiligen sich regelmäßig an den kulturellen Aktivitäten in den Ortsteilen.
Gelegentlich bildet auch das Schloss Ottendorf die Kulisse für kleinere klassische Konzerte, Lesungen oder Rockkonzerte. Die Jugend, besonders aus Ottendorf und Friedrichswalde, trifft sich gern im Club am Rückhaltebecken, einer ehemaligen Baubaracke, zum Quatschen, Billard oder Tischtennis spielen oder zum Feiern. Weitere Jugendclubs befinden sich in Borna und Göppersdorf.
In Niederseidewitz bietet „Nr. 3 Management für Kultur, Fortbildung und Freizeit“ Urlaub, Reiten und Musik auf einem etwas anderen Bauernhof als spezielles Angebot nicht nur für Kinder und Jugendliche an.
Seit dem 1. Januar 2000 hat auch der Landesverband Sachsen der Jeunesses Musicales Deutschland die Nr. 3 in Niederseidewitz zu seinem Sitz gewählt. Die Jeunesses Musicales Deutschland, Landesverband Sachsen e. V. versteht sich ebenso wie der Bundesverband als Fachverband für junge Musiker, veranstaltet mehrere Kurse pro Jahr, fördert den internationalen Austausch von jugendlichen Künstlern und ist bei "Jugend musiziert" engagiert.
Reiten bieten neben dem o. g. „Nr. 3 Management für Kultur, Fortbildung und Freizeit“ auch der Pferdehof Löwe in Niederseidewitz und das Fjord-Gestüt Sächsische Schweiz in Gersdorf (Gabel) an.
Motorsportbegeisterte wird der MSC Bahretal e.V. interessieren. Er betreibt eine eigene Cross Strecke, wo regelmäßig Auto-Cross Rennen stattfinden.
Bereits in den 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es eine Konzentration auf die Schule in Gersdorf. Dazu wurde Mitte der 60er Jahre in Gersdorf ein neues Schulgebäude gebaut. Da dennoch die Raumkapazitäten nicht reichten und einzelne Unterrichtsstunden in den Nachbargemeinden abgehalten werden mussten sowie die Bausubstanz den Erfordernissen eines modernen Unterrichts nicht mehr stand hielt, wurde in den 80er Jahren eine gänzlich neue Schule gebaut. Dieser typische DDR-Plattenbau wurde 1989 eingeweiht. Mit dem Schulgesetz für den Freistaat Sachsen vom 3. Juli 1991 wurden zum Schuljahresbeginn am 1. August 1991 aus der Allgemeinbildenden Polytechnischen Oberschule (POS) Borna-Gersdorf die Grund- und die Mittelschule Gersdorf.
Aber auch die Gemeinde Bahretal ist nicht vom Rückgang der Geburtenrate und damit der Schülerzahlen verschont geblieben. Somit musste die Grundschule zum 1. August 2001 schließen. Die Beschulung der Grundschüler erfolgt seitdem in der Grundschule in Liebstadt. Ein ähnliches Schicksal wird auch die Mittelschule ereilen. Nachdem die Stadt Liebstadt seinen Einwohnern empfohlen hat, ihre Kinder in der Mittelschule in Bad Gottleuba anzumelden, wird auch die Mittelschule Bahretal schließen müssen. Bereits seit 2003 darf in Gersdorf keine neue 5. Klasse mehr eingerichtet werden.
Das Gemeindegebiet liegt an der historischen Alten Dresden Teplitzer Poststraße, die durch die historischen Postmeilensäulen (eine Ganzmeilensäule von 1729 am Ehrlichtteich in Göppersdorf, eine Halbmeilensäule von 1729 zwischen Niederseidewitz und Nentmannsdorf (nach einem Verkehrsunfall wurde diese bis zur Fertigstellung der A17 vom Straßenbauamt eingelagert) sowie ein Viertelmeilenstein von [1729 in Niederseidewitz) bekannt ist.
Mit dem Bau der Autobahn A17 erhält die Gemeinde Bahretal eine Abfahrt in Höhe der Ortsteile Nentmannsdorf und Friedrichswalde. Nach Fertigstellung (voraussichtlich Ende 2006) wird die A17 auf insgesamt 11 km beginnend mit der Autobahnbrücke über das Seidewitztal bis nach Börnersdorf (Stadt Bad Gottleuba-Berggießhübel) das Gemeindegebiet durchschneiden. Im Zuge des Autobahnbaus ist auch eine Umfahrung (S170) der Ortsteile Friedrichswalde und Ottendorf in Richtung der S173 geplant.
Die Gemeinde wird durch den öffentlichen Nahverkehr seitens der Verkehrsgesellschaft Sächsische Schweiz mbH mit den Linien von Pirna nach Wingendorf, Berggießhübel und Bad Gottleuba bzw. nach Liebstadt (zum Teil auch im Zuge des Schülertransportes) erschlossen. Ende 2004 mussten wegen mangelnder Nachfrage die Verbindungen am Wochenende eingestellt werden. Der nächste Bahnhof befindet sich in Pirna.
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