Die Bahnstrecke Coburg–Sonneberg ist eine eingleisige 20 Kilometer lange Hauptbahn von Coburg über Neustadt nach Sonneberg mit der Streckenummer 5121.
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Geschichte
1841 schlossen das Großherzogtum
Sachsen-Weimar-Eisenach und die Herzogtümer
Sachsen-Coburg und Gotha sowie
Sachsen-Meiningen einen Staatsvertrag zur Errichtung der
Werrabahn. Dieser umfasste auch den Bau der Strecke von Coburg nach Sonneberg, wodurch Sonneberg eine Eisenbahnverbindung mit der Landeshauptstadt Meiningen und Richtung Süden nach Bayern bekam.
1855 erhielt die neu gegründete
Werra-Eisenbahn-Gesellschaft die
Konzession zum Bau und Betrieb der Strecke, die schon am 1. November
1858 zusammen mit der Werrabahn feierlich eingeweiht wurde. 28 Jahre später, am 1. Oktober
1886, erfolgte eine Verlängerung mit einem 19,2 km langen Streckenteil von Sonneberg nach
Lauscha (siehe auch
Sonneberg-Probstzella-Bahn).
Am 1. Oktober
1895 ging mit den Strecken der Werra-Eisenbahn-Gesellschaft auch dieser Abschnitt in
preußisches Staatseigentum über und gehörte bis
1945 zur Reichsbahndirektion
Erfurt. Im
Kursbuch der
Deutschen Reichsbahngesellschaft hatte die Strecke mit der Nummer 164k im Jahr 1939 täglich 14 Personenzüge und einen Eilzug in jeder Richtung bei einer Fahrzeit von 20 Minuten mit dem Eilzug. Nach der Besetzung Thüringens durch sowjetische Truppen im Juli 1945 wurde der Betrieb zwischen Neustadt und Sonneberg unterbrochen. Ab 1947, mit einer Unterbrechung während der
Berlin-Blockade, verkehrten wieder täglich zwei Güterzugpaare über die innerdeutsche Grenze, ehe am 30. September 1951 der Verkehr eingestellt wurde.
Die Strecke hatte im Kursbuch der Deutschen Bundesbahn bis 1970 die Streckenummer 419b, danach bis heute die 830. Für den Streckenabschnitt Coburg–Neustadt erfolgte 1975 nach einem finanziellen Zuschuss durch den Freistaat Bayern die Elektrifizierung. Dadurch konnte der Lokomotivwechsel auf die Dampflokomotivenbaureihe 86 und Diesellokomotive Baureihe 280 in Coburg entfallen und die Baureihe 144 bis Neustadt durchfahren. 1979 wurde der Bahnhof Oeslau in Rödental umbenannt und ein neues Bahnhofsgebäude eingeweiht, ein Jahr später am Wochenende der Zugbetrieb eingestellt. Nach dem Fall der innerdeutschen Grenze wurde sofort der Lückenschluss zwischen Neustadt–Sonneberg in Angriff genommen. Dazu musste allerdings erst der ein paar Jahre zuvor verkaufte Trassenteil von der bayerischen Forstverwaltung zurückerworben werden. Am 28. September 1991 wurde schließlich der 3,5 Kilometer Abschnitt nach Sonneberg elektrifiziert wieder in Betrieb genommen.
Betrieb
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Auf der Strecke verkehren alle zwei Stunden Regionalbahnen abwechselnd mit
Regionalexpresszügen der Deutschen Bahn AG (
Kursbuchstrecke 830). Letztere fahren in der Regel über
Bamberg nach
Nürnberg, während die Regionalbahnen meist in Lichtenfels enden. Insgesamt verkehren in der Woche zwischen 4:30 Uhr und 22 Uhr zwanzig Zugpaare, welche im Regelfall 21 Minuten für die Strecke benötigen und an allen Stationen halten. Ein einheitlicher Takt ist nicht vorhanden, weil ausreichende Begegnungsstellen auf der eingleisigen Strecke fehlen. Die Regionalexpresszüge bestehen aus
Doppelstockwagen und der
Baureihe 111 oder
Baureihe 146 als Lokomotive. Die Regionalbahnen sind in der Woche mit der
Baureihe 143 bespannt und verkehren am Wochenende mit Dieseltriebwagen der
Baureihe 644. Planmäßiger Güterzugverkehr findet nicht mehr statt.
Literatur
- Wolfgang Bleiweis, Stefan Goldschmidt und Bernd Schmitt: Eisenbahn im Coburger Land. Resch Druck, Coburg 1996, ISBN 3-9802748-4-5
Weblinks
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