Dresden-Neustadt-Bhf.JPG Der Bahnhof Dresden-Neustadt ist der kleinere der beiden Fernbahnhöfe der Stadt Dresden und liegt auf Neustädter Elbseite, daher nördlich der Elbe. Direkt nördlich vor dem Bahnhof trennen sich die Strecken nach Berlin, Leipzig bzw. Cottbus und die Richtung Breslau/Görlitz und Zittau.
Der Bahnhof ist ein Hallenbau und beherbergt 8 Bahnsteige. Neben dem Bahnhof Dresden-Neustadt ist nur noch der Dresdner Hauptbahnhof als einer der ursprünglich drei Hallenbahnhöfe der Stadt erhalten. Die mittleren 4 Gleise werden von einer Bogenhalle überspannt. Auf beiden Seiten befinden sich noch 2 Gleise unter einem an das Hauptschiff angebautem Pultdach. Die Bahnanlage besteht dabei aus Hochgleisen, die sich etwa zwei Etagen über der Empfangshalle befinden. Die Bahnsteige sind über zwei Tunnel zu erreichen und besitzen bereits am Westausgang und an der Bahnhofshalle Treppen.
Die Empfangshalle befindet sich östlich der Bahnsteighalle und wird über den Schlesischen Platz erreicht. Bei der letzten Restaurierung wurden vor allem die aufwendigen Wandmalereien erneuert aber auch ein modernes lichtdurchlässiges Dach eingebaut.
Der Bahnhof wurde 1901, im Zuge der Umgestaltung der gesamten Dresdner Bahnanlagen, auf dem Gelände des alten Schlesischen Bahnhofs eröffnet. Dabei ersetzte er den in unmittelbarer Nachbarschaft gelegenen Leipziger Bahnhof und den Berliner Bahnhof auf Altstädter Elbseite. Wesentlich dabei ist, dass der Bahnhof als Durchgangsbahnhof erbaut wurde und so eine direkte Verbindung zum ebenfalls in dieser Zeit konzipierten Dresdner Hauptbahnhof zulässt.
Vorm rechten Eingang in die Bahnhofshalle (vom Schlesischen Platz aus) erinnert eine Mahntafel an die Funktion des Neustädter Bahnhofs während des Dritten Reiches. Er war Ausgangsort für Deportationen von Juden und Minderheiten in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau.
Während des Zweiten Weltkrieges erlitt der Bahnhof im Zuge des letzten schweren Bombenangriffs auf Dresden, der am 17. April 1945 besonders den nach dem 13. Februar noch intakt gebliebenen Verkehrseinrichtungen galt, schwere Zerstörungen. Schon bald nach dem Krieg wurde mit dem Wiederaufbau begonnen.
Dresden-Neustadt liegt auf der ICE-Linie Dresden – Frankfurt am Main, sowie auf der EC/IC-Linie (Wien/Budapest) – Prag – Dresden – Berlin – (Hamburg). Die IR-Linie nach Breslau bzw. Warschau wurde eingestellt. Ab Dresden-Neustadt wird eine InterConnex-Verbindung nach Berlin – (Stralsund) angeboten.
Der Bahnhof Dresden-Neustadt ist ein wichtiger Bahnhof für den Öffentlichen Personennahverkehr in und um Dresden.
Aus Richtung Norden (Cottbus) und Osten (Oberlausitz) kommend enden einige RegionalExpress-Linien in Dresden-Neustadt. Am Bahnhof trennen sich die S-Bahn Linien S1 und S2. Außerdem wird das S-Bahnnetz durch zwei Regionalbahnlinien nach Kamenz und Königsbrück, die am Bahnhof beginnen, ergänzt.
Er stellt für den gesamten Nordteil der Stadt und für weitere Städte im Nordwestlichen Umland den Zugang zum ICE-Netz dar und ermöglicht daher ein verteiltes Um- und Aussteigen innerhalb der Stadt sowie des Ballungsraums und entlastet so spürbar den Hauptbahnhof. Als weitere Angebote der deutschen Connex-Gruppe bestehen Verbindungen der Lausitzbahn nach Görlitz und probeweise nach Leipzig.
Am Bahnhof enden und beginnen viele Buslinien ins nördliche Dresdner Umland; Stadtbuslinien verkehren am Bahnhof Dresden-Neustadt nicht. Als Umsteigeort zwischen Straßenbahnlinien ist das Umfeld des Bahnhofs weniger bedeutend. Erreicht wird der Bahnhof über drei Straßenbahnlinien.
Dresden-Neustadt railway station
Bahnhof (Sachsen) | S-Bahnhof | Dresdner Bauwerk | Verkehr (Dresden)
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