article

Train station Berlin Papestrasse 2.jpg | Train station Berlin Papestrasse 3.jpg | Train station Berlin Papestrasse 1.jpg | Bahnhof_Südkreuz_von_SW.jpg.JPG | Bahnhof Südkreuz Bahnsteig oben von W.jpg

Der Bahnhof Berlin Südkreuz ist ein Fern-, Regional- und S-Bahnhof im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Der Bahnhof wurde 1898 als „Bahnhof Berlin Papestraße“ eröffnet. Ende der 1990er Jahre wurde begonnen, die Station vollständig neu zu errichten. Der Neubau wurde am 28. Mai 2006 endgültig in Betrieb genommen und dabei in „Bahnhof Berlin Südkreuz“ umbenannt.

Allgemeines


Der Bahnhof Südkreuz ist seit jeher ein Kreuzungsbahnhof (genauer: Turmbahnhof, wie Berlin Hauptbahnhof). Auf der oberen Ebene verläuft in Ost-West-Richtung die Ringbahn mit den Ringlinien der S-Bahn sowie den S-Bahn-Linien nach Königs Wusterhausen und Spindlersfeld. Auf der unteren Ebene verläuft in Nord-Süd-Richtung die Anhalter Bahn und die Dresdner Bahn, auf der die S-Bahn-Linien in Richtung Bernau bei Berlin, Blankenfelde, Hennigsdorf und Teltow verkehren. Auf der Anhalter Bahn verkehren außerdem die Fern- und Regionalzüge.

Die Ringbahnhalle ist 183 Meter lang und 47 Meter breit. Sie besteht aus 24.900 Kubikmetern Beton, 2.400 Tonnen Stahl und 3.700 Quadratmetern Glas. Östlich und westlich schließen sich je 2000 Quadratmeter große Eingangshallen an, die verschiedene Geschäfte beherbergen. Der Bahnhof wurde für 115 Millionen Euro errichtet. Im bahnamtlichen Betriebsstellenverzeichnis wird Berlin-Papestraße als BPAP mit den Varianten BPAPR (Ringbahn) und BPAPV (Vorortbahn) geführt Bahnamtliches Betriebsstellenverzeichnis. Im Trassenpreisinformationssystem (TPIS) der DB ist ebenfalls die Abkürzung BPAF (Berlin Papestraße Fernbf) zu finden.

Geschichte


Bahnhof Papestraße

Der Bahnhof hatte seinen ursprünglichen Namen von der anliegenden General-Pape-Straße, die dem preußischen General Alexander August Wilhelm von Pape (* 1813; † 1895) gewidmet ist. Der Vorortbahnsteig wurde am 1. Dezember 1901 als Mittelbahnsteig eröffnet, die Züge auf der Ringbahn hielten hier schon seit dem 1. Januar gleichen Jahres.

Neubau als Bahnhof Südkreuz

Im Pilzkonzept (reduziertes Achsenkreuz) der Deutschen Bahn nach dem Mauerfall wurde der Bahnhof Papestraße als Fernbahnhof vorgesehen. Im Zuge des Wiedereinrichtens des 'neuen' Bahnknotens Berlin werden auch die alten Nord-Süd-Verbindungen wieder aufgebaut, über die man in nahezu gerader Linie von Berlin nach Dresden (Dresdener Bahn) und Leipzig (Anhalter Bahn) fahren kann. Dafür wurde bei der Entscheidung für das Pilzkonzept auf den Wiederaufbau gleich mehrerer anderer Strecken verzichtet, z.B. auf die Elektrifizierung der Fernbahngleise auf der Berliner Ringbahn.

Der Bahnhof erhielt 1996 die damals größte Betonplatte, die in einem Stück gegossen wurde (die über der nahen Stadtautobahn liegt, unter einem Teil des alten Vorortbahnsteigs).

Verzögerungen im Bauplan ergaben sich u.a. durch Klagen der Anwohner an den alten, lange Zeit stillgelegten Nord-Süd-Trassen gegen ihre Wiederinbetriebnahme, Finanzierungsprobleme und neue Prioritäten beim Bauherren, Missmanagement beim Berliner Senat (zuvor für dieses Projekt bereitgestellte Gelder wurden nicht abgerufen). Die Fertigstellung war ursprünglich für das Jahr 2000 vorgesehen. Tatsächlich wurden die Bauarbeiten dann rechtzeitig zum Fahrplanwechsel am 28. Mai 2006 mit der Aufnahme des Fernverkehrs abgeschlossen.

Inzwischen wurden die neuen Bahnsteige für die Ringbahn in Betrieb genommen und erhielten, ebenso wie der Vorortbahnsteig der S2 und S25, dynamische Fahrzielanzeiger.

Literatur


Weblinks


Bahnhof (Berlin) | Berliner S-Bahnhof | Berlin Südkreuz

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Bahnhof Berlin Südkreuz".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld