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Lage_Ostkreuz_in_Berlin.png | Bahnhof Ostkreuz 01.jpg Der S-Bahnhof Ostkreuz der Berliner S-Bahn ist der am meisten frequentierte Nahverkehrs-Umsteigebahnhof in Berlin. Der S-Bahnhof liegt im Berliner Stadtteil Friedrichshain. Am Ostkreuz kreuzt sich die Stadtbahn mit der Ringbahn. Insgesamt steigen hier täglich mehr als 100.000 Menschen zwischen den Zügen von neun Linien um.

Der 1882 eröffnete S-Bahnhof mit dem ursprünglichen Namen Stralau-Rummelsburg wurde 1933 in Ostkreuz umbenannt. Er verfügt heute über insgesamt vier der ehemals sechs Bahnsteige:

  • Bahnsteig A, an den Verbindungskurven zwischen Stadt- und Ringbahn.
  • ehemalige Bahnsteige B und C waren die Außenbahnsteige neben A
  • Bahnsteig D und E, an der Stadtbahn unten.
  • Bahnsteig F, an der Ringbahn oben.

Im bahnamtlichem Betriebsstellenverzeichnis wird Ostkreuz als BOK mit den Varianten BOK F (Ringbahnsteig), BOK D (Bahnsteig in Richtung Stadtbahn), BOK E (Bahnsteig in Richtung Erkner) geführt.

Der Bahnsteig F der Ringbahn befindet sich auf einer Brücke über den Bahnsteigen D und E der Stadtbahn, während sich der gemeinsame Bahnsteig A der Süd- und der stillgelegten Nordkurve auf einem Damm zwischen den Stadtbahngleisen befindet. Die Stilllegung der Nordkurve erfolgte 1994, da hier kein kreuzungsfreier Betrieb nach Westen mit der Bahnstrecke der Südkurve möglich ist. Außerdem ist für die Kurven nur der mittlere Bahnsteig vorhanden, die ehemaligen Außenbahnsteige wurde schon 1966 und 1970 wegen baulicher Mängel geschlossen und später abgetragen. Seitdem können Züge nur in Richtung Nordring beziehungsweise vom Südring kommend am Bahnhof halten. Die Nordringkurve wird jedoch seit 1994 nicht mehr befahren und wird auch nach der geplanten Sanierung keine Bedeutung mehr haben. In zukünftigen Planungen wird der Kurvenbahnsteig A komplett aufgegeben, es wird keine Tangentenbahnsteige mehr geben.

Das Ostkreuz ist seit Jahrzehnten stark sanierungsbedürftig. Schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts gab es immer wieder Pläne zum Umbau, auch 1937 und in der DDR-Zeit, um den mit Treppen und Winkeln versehenen wichtigen Umsteigebahnhof besser nutzbar zu machen. Letztlich scheute man die Komplexität und hohen Kosten, sodass der Bahnhof ohne wesentliche Veränderungen blieb und den Spitznamen „Rostkreuz“ erhielt. Er steht heute teilweise unter Denkmalschutz, sodass für die ab 2007 vorgesehene Sanierung des Bahnhofskomplexes Kompromisse zum Erhalt der historischen Bausubstanz eingegangen werden müssen.

Der Umbau des Ostkreuzes kommt einem Neubau gleich, der aber bei laufendem Zugbetrieb durchgeführt werden soll und daher viele Jahre in Anspruch nehmen wird. Planungen gehen davon aus, dass der Umbau voraussichtlich bis 2016 dauern wird. Zur Erweiterung des Bahnhofs ist die Errichtung einer Bahnhofshalle neben der Ringbahn vorgesehen, in der Züge der Regionalbahn halten sollen. Die beiden Bahnsteige der Stadtbahn werden so umgebaut, dass alle Züge in einer Richtung (Ost-West) an einem Bahnsteig halten. Dazu wird ein Brückenwerk östlich bei Rummelsburg errichtet, an der sich die Züge Richtung Erkner und Lichtenberg kreuzen. Bisher halten die Züge der Linie nach Erkner und die der Linien nach Strausberg, Ahrensfelde und Wartenberg an getrennten Bahnsteigen. Während der Sanierung wird auch ein Tunnelstück für die geplante Verlängerung des Berliner Stadtrings A 100 errichtet, und die Straßenbahn der Boxhagener Straße soll direkt unter dem Bahnsteig der Ringbahn halten.

Um den Bahnhof Ostkreuz befinden sich vor allem in der Sonntagstraße einige Restaurants und Kneipen, die die Gegend nordwestlich vom Ostkreuz zu einem wichtigen Ausgehziel im Friedrichshain machen.

Literatur


  • Andreas Butter, Hans-Joachim Kirsche und Erich Preuß: Berlin Ostkreuz – Die Drehscheibe des S-Bahn-Verkehrs, Geramond Verlag, München, 2000, ISBN 3-932785-X

Weblinks


Berliner S-Bahnhof | Berlin Ostkreuz

 

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