Bahn 2000 (auch Rail 2000) ist ein gross angelegtes Projekt der Schweizerischen Bundesbahnen SBB.
Die Bahn 2000 wird in Etappen eingeführt.
Daher musste der Schwerpunkt darauf gelegt werden, dass die Fahrzeiten zwischen den Knotenpunkten knapp 30 oder 60 Minuten dauern. Dies war bisher bei der Strecke Zürich–Bern nicht der Fall. Daher musste hier eine Neubaustrecke realisiert werden, um die Fahrzeiten auf unter 60 Minuten zu reduzieren. Zudem waren teilweise grössere Umbauten bei den Bahnhöfen notwendig, damit die Züge gleichzeitig und ohne zu kreuzen ein- und ausfahren konnten.
Ein weiteres Ziel der Bahn 2000 war, dass die Strecke Zürich–Genf über die Jurasüdfusslinie (Biel–Neuchâtel–Yverdon) gleich lange dauern soll wie über Bern. Dies wurde auf der Jurasüdfusslinie mit Neigezügen des Typs SBB RABDe 500 gelöst.
Nebenbei wird hier die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf Schweizer Strecken – voraussichtlich Ende 2007 – von bisher 160 km/h auf 200 km/h mit Unterstützung von ETCS erhöht. Letzteres wird bereits Dezember 2006 eingesetzt.
Das zweite Grossprojekt neben der Bahn 2000 ist die NEAT mit den Basistunnels durch den Gotthard und den Lötschberg. Die NEAT verkürzt unter anderem die Reisezeit zwischen der Deutschschweiz und dem Kanton Tessin um eine Stunde. Die Bauarbeiten dazu sind im Gange, die Inbetriebnahme ist für 2007 (Lötschberg) bzw. 2015 (Gotthard) vorgesehen. Im Zusammenhang mit der Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels 2007 verkürzen sich die Reisezeiten auf:
Somit ist ab 2007 eine Reise von Zürich in das Wallis in weniger als 2 Stunden möglich.
Bereits 1991 zeigte sich, dass die Kosten massiv unterschätzt wurden. Eine vollständige Umsetzung des Projektes von 1985 hätte eine Kreditlimite von 16 Milliarden CHF benötigt (Preisstand 1991). Der Bundesrat verordnete daraufhin eine Redimensionierung und Etappierung des Projektes, wobei der Kostenrahmen für die erste Etappe bei maximal 7.4 Milliarden gehalten werden sollte.
Diese Revision hatte folgende Konsequenzen:
Eine weitere Änderung des Projektes war die neue Doppelspur Zürich–Thalwil anstelle eines Ausbaus der bestehenden Strecke, im Hinblick auf den zu erwartenden Mehrverkehr nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels.
Dieses revidierte Projekt wurde als Bahn 2000 1. Etappe bezeichnet und am 12. Dezember 2004 in Betrieb genommen. Das Kostenziel wurde mit 5.9 Milliarden CHF (Preisstand 1994) mehr als erfüllt.
Wegen technischer Probleme und der verzögerten Einführung des ETCS wurden die Neubaustrecke (NBS) und Ausbaustrecke (ABS) kurzfristig mit normalen Aussensignalen ergänzt und die Höchstgeschwindigkeit beträgt max. 160 km/h. Daher verkürzt sich die Reisezeit auf dem Herzstück vorerst nur um 11 Minuten statt der geplanten 13 Minuten und der Fahrplan erlaubt keine zeitlichen Reserven. Es besteht die grosse Gefahr, dass der Fahrplan schnell instabil werden kann. Daher ist die maximale Anschluss-Wartefrist auf Bahnhöfen in Verspätungsfällen auf höchstens 3 Minuten angesetzt. Ab Dezember 2006 soll die Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h erhöht werden.
Von der Bevölkerung fast unbemerkt, da seitens der SBB in der Öffentlichkeit nie richtig kommuniziert, werden die früheren Regionalzüge neu als Regio (Abk. R) und die Schnellzüge neu als RegioExpress (Abk. RE) bezeichnet, um die Sprachneutralität zu wahren (z.B. anstelle Schnellzug, train direct sowie treno diretto überall RegioExpress).
Dadurch wird Zürich von St. Gallen und Biel aus in unter einer Stunde Fahrzeit erreichbar sein – ebenso Lausanne von Bern aus.
Die in der ersten Etappe der Bahn 2000 nicht realisierten Projekte sollen daher zum grossen Teil nicht gebaut werden:
Ein Parlamentsbeschluss 2005 beschliesst verschiedene Ausbaustrecken im Rahmen des Projekts HGV-Anschlüsse (Ostschweiz, Tessin, Romandie) wie auch Zürich Flughafen–Winterthur (Fertigstellung in den 2010er-Jahren)
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