| Wappen | Karte |
|---|---|
| Stadtwappen der Stadt Baesweiler.png | Lage der Stadt Baesweiler in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Aachen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 130 m ü. NN |
| Fläche: | 27,82 km² |
| Einwohner: | 27.947 (April 2006) |
| Bevölkerungsdichte: | 1005 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 52499 |
| Vorwahl: | 02401 |
| Kfz-Kennzeichen: | AC |
| Gemeindeschlüssel: | 05 354 008 |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Mariastraße 2 52499 Baesweiler |
| Website: | http://www.baesweiler.de/ |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Willi Linkens (CDU) |
Man beachte den Dehnungsvokal e im Namen, der zur Aussprache * führt.
(jeweils zum 31. Dezember)
Baesweiler besteht seit 1972 aus folgenden Stadtteilen (Einwohner; Stand April 2006):
Das Wort „Oidtweiler“ weist dabei auch einen Dehnungsvokal im Namen auf, das erste i.
Zentral gelegen ist der Hauptort Baesweiler, die anderen Stadtteile sind separat gelegene Orte, außer Oidtweiler, das in den Hauptort nahtlos übergeht. Aber durch extensive Ausweitung von Wohnbaufläche wachsen Setterich und Baesweiler aufeinander zu.
Das Logo der Stadt Baesweiler zeigt den Schriftzug „Stadt Baesweiler“ mit einem freundlich schauenden Löwen, der die Arme ausbreitet.
Die Stadt Baesweiler pflegt Städtepartnerschaften seit 1975 mit dem englischen Easington (district) und seit 1990 mit dem französischen Montesson. Es finden regelmäßige Besuche statt und es gab ein Schüleraustausch-Programm, dass aber vor einigen Jahren durch die englische Schule eingestellt wurde.
In der Römerzeit liegt Baesweiler am Kreuzungspunkt der Heerstraße von Köln über Maastricht nach Boulogne mit einer kleineren Straße in ungefährer Nord-Süd-Richtung. Römische Siedlungsspuren sind archäologisch nachgewiesen, es handelt sich um Beigaben eines Brandgrabes, die 1952 bei Ausschachtungsarbeiten entdeckt wurden.
Reyplatz_baesweiler.jpeg Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die Ortsteile der heutigen Stadt Baesweiler rein agrarisch strukturiert. Durch die Kohleförderung änderte sich das Bild. Im vier km östlich liegenden Siersdorf nahm die Grube Emil Mayrisch im Jahr 1952 die Förderung auf. Ein großer Teil der Bergleute wurde in Setterich angesiedelt, welches dadurch innerhalb eines Jahrzehnts seine Bevölkerungszahl vervierfachte.
Nachdem im Januar 1975 der Bergbau in Baesweiler eingestellt wurde, erinnert heute nur noch ein Denkmal am Reyplatz, viele Nachfahren von Gastarbeitern verschiedenster Nationalität und Kneipennamen wie Carl-Alexander an die Grube. Zudem türmen sich in der Nachbarschaft der Stadt Bergehalden auf, die begrünt wurden.
Der einzige noch existierende Kirchenbau aus mittelalterlicher Zeit ist St. Martinus im Stadtteil Oidtweiler. Die ehemalige romanische Kirche ist nun das südliche Seitenschiff. Im 19. Jahrhundert wurden St. Laurentius in Puffendorf und St. Pankratius in Beggendorf errichtet. St. Petrus und die ev. Friedenskirche in Baesweiler stammen aus den 1920er Jahren, alle anderen Kirchenbauten sind Neubauten nach dem Zweiten Weltkrieg.
Die Deutung der Ruine als Wachturm des Deutschordens ist widerlegt, da das Grundstück immer zu Setterich gehörte und nie der Ordenskommende Siersdorf unterstand.
Bis heute ist die Landwirtschaft stark in Baesweiler vertreten. Die Bedeutung hat zwar abgenommen, aber der fruchtbare Lössboden ermöglicht den Anbau von vorwiegend Zuckerrüben, die in Jülich zu Zucker raffiniert werden. Daneben werden auch Getreide, Mais, Kartoffeln und Obst angebaut.
Grundschulen:
Sonderschulen:
Hauptschulen:
Realschule der Stadt Baesweiler (Setterich)
Gymnasium der Stadt Baesweiler (Baesweiler)
Pharmazeutisch-Technische Lehranstalt des Kreises Aachen (Baesweiler)
Erst mit der Eröffnung der Grube Carl-Alexander 1919 zog eine nennenswerte Zahl evangelischer Christen zu. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich diese Zahl nochmals durch den Zuzug von Bergleuten nach Baesweiler und Setterich. Ab Ende der 1950er Jahre zogen durch die Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte für den Steinkohlebergbau auch Muslime, vor allem aus der Türkei und Marokko, zu.
Derzeit gibt es im Stadtgebiet
Die römisch-katholischen Gemeinden sind zu einer Gemeinschaft der Gemeinden zusammengeschlossen.
Joseph Stegers (*1912 in Mönchengladbach, †2000 in Baesweiler), war von 1946 bis 1981 Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Andreas in Setterich. Wegen seiner Verdienste um die Integration der zahlreichen Neubürger wurde ihm 1983 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Baesweiler verliehen.
Hans Plum, 1. stellvertretender Bürgermeister der Stadt Baesweiler, wird im Jahr 2000 nach 25-jähriger Mitgliedschaft im Stadtrat der Stadt Baesweiler, davon 20 Jahre als ehrenamtlicher Bürgermeister, in einer feierlichen Sondersitzung des Stadtrates zum Ehrenbürger ernannt.
Jan von Werth (1591–1652), ein Reitergeneral aus dem Dreißigjährigen Krieg, wurde vermutlich am 6. April 1591 in Puffendorf geboren. Allerdings ist der Geburtsort zwischen mehreren Ortschaften des Rheinlands strittig – ein Taufeintrag oder eine andere urkundliche Bestätigung konnte noch nicht gefunden worden.
Hans Peter Schmitz (*1931), Mitglied des deutschen Bundestages von 1972 bis 2002.
Raimund Erbel (*1948), Doktor der Medizin und Leiter der kardiologischen Abteilung des Universitätsklinikums Essen. Er hat mehrere wichtige Fortschritte in der Herzmedizin angestossen, vor allem seine Arbeiten zu Mikromotor- und Stenttechnik. Das „American Biographic Institute“ ernannte ihn 1994 zum „Man of the Year“, 1999 wurde er als „European Cardiologist“ geehrt.
An Sportanlagen finden sich zunächst in fast jedem Stadtteil mindestens ein Fussballplatz. In Baesweiler selbst gibt es ein kleineres Sportzentrum. Dort existiert neben drei Fußballplätzen (davon einer mit Tribüne und Aschenbahn) ein Hallenbad (mit Schul- und Lehrschwimmbecken), eine Minigolfanlage und eine Tennisanlage mit vier Hallenplätzen und sieben Aschenplätzen an der frischen Luft. Die Turnhallen an den Schulen im Stadtgebiet werden außerhalb der Schulzeit dem Vereinssport zur Verfügung gestellt.
Überregional bekannt sind der in Konkurs gegangene Fußballverein SV 09 Baesweiler, der Radballverein RV 05 Baesweiler und der Judoverein JJJC Samurai Setterich, der mit Christina Krahe eine Judoeuropameisterin der Junioren 2004 stellte.
Nach dem Konkurs des SV 09 Baesweiler, zu der Zeit in der Oberliga spielend, wurde der JSV 09 Baesweiler gegründet, der momentan in der Kreisliga Aachen spielt.
Neben Fußball, Radball und Judo bieten die Sportvereine im Stadtgebiet folgende Sportarten an: Handball (BSC Setterich), Volleyball, Tischtennis, Bogenschießen, Schießsport, Turnen, Gymnastik, Taekwondo, Langstreckenlauf, Schach, Schwimmen (DLRG), Badminton, Basketball, (Nordic) Walking, Tauchen und Boßeln.
Zur Entstehung: Um die Jahrhundertwende war es an den Kirmestagen üblich, dass vor den Musikanten im Festzug ein Flötist und ein Trommler voranschritten, die in den Musikpausen aufspielten. Bei solchen Festaufzügen wirkte als traditioneller Flötist in unserem Dorf Jakob Nickels, genannt Flöte Kobes mit, begleitet von Josef Erkens als Trommler. Flöte Kobes wurde von seinem Ehrenamt abgelöst durch die Brüder Peter und Heinrich Erkens. Dieser mehr als bescheidene Vortrupp war noch jahrelang der dürftige Ersatz für die mustergültigen Trommler- und Pfeiferkorps bei den Militär-Musikkapellen. Manchem beim Militär ausgebildeten Tambour mag wohl anlässlich der heimischen Ortsfeste der Gedanke gekommen sein, es wäre doch prächtig, wenn dem Festzug ein stolzes Tambourkorps voranschritte. Dieser Wunsch nahm feste Gestalt an als im Jahre 1913 der damals in Baesweiler tätige Kaplan Johann Marschang den kirchlichen Jünglingsverein gründete. Er trat an den während seiner Militärzeit als Tambour ausgebildeten alten Baesweiler Bürger Johann Keller (genannt: Kellers Ützje) mit der Bitte, er möge ihm einige Mitglieder des Jünglingsvereins als vorläufiges Musikkorps ausbilden. Die Interessenten kamen daraufhin privat im Hause Keller, Kückstraße, zusammen und einigten sich ein Trommler- und Pfeiferkorps zu gründen. Diese Zusammenkunft am 30. April 1913 war die Gründungsversammlung des heutigen Trommler- und Spielvereins 1913 Baesweiler e.V.
Im Laufe der Jahre veranstaltete die bbb zahlreiche Shows, u.a. die Konzertserie OPUS I (1990) bis OPUS IV (2005) stets gemeinsam mit dem Chor Cantabile. Die Publikumsmagneten waren „Oldies, Hits & Evergreens“ (1992) gemeinsam mit dem Elvis-Interpreten Detlef Malinkewitz und Gala Royal mit dem mehrfachen Weltmeister im lateinamerikanischen Formationstanz Schwarz-Gelb Aachen.
1994 gewann das Ensemble den 1. CD-Wettbewerb der Region Aachen.
Im Laufe der Jahre konnte die Band immer mehr Musiker/innen gewinnen, die nicht mehr in Baesweiler ihren Wohnsitz haben. Wöchentlich reisen die Mitglieder von Eupen (Belgien), Mönchengladbach bis Aachen-Walheim zu den Proben an. Aber immer noch sind neun Mitglieder aus der Gründungszeit aktiv (Stand Anfang 2006).
Neben vielen Auftritten in Baesweiler und der näheren und weiteren Umgebung hat der Harmonieverein bereits zahlreiche Auftritte im Ausland absolviert. Die Niederlande, Belgien, England, Schweden, Jugoslawien, Österreich, Ungarn, Frankreich und Spanien wurden bereist. Neben dem Musizieren wurden vor allem in den Partnerstädten der Stadt Baesweiler Easington (England) und Montesson (Frankreich) sowie in der spanischen Stadt Candás viele freundschaftliche Kontakte geknüpft.
Der Harmonieverein St. Petrus Baesweiler hat bisher an fünf Wettbewerben teilgenommen.
Der Verein verfolgt ausschließlich gemeinnützige Zwecke.
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